[12.12 - 6:00]
((Ja, ich weiß, es ist noch nicht der 12., laut dem Ding da oben ... aber ... da ich den Post nicht komplett neu schreiben wollte -.- weil der eigentliche 11.12. ein mittwoch war und ich gerade darauf hingewiesen wurde, das das hier ein Sonntag ist, ... hoffe ich das das so ok ist.
Eben solches gilt dann auch für den folgenden Bib-Thread))
Quote:
Grauer Himmel
~ Heinrich Seidel
Grauer Himmel, trübe Tage,
Keine Lust und keine Plage,
Weder Sturm noch Sonnenglanz,
Grauer Stunden dunkler Kranz.
Wie ein Schiff auf stillem Meer
Tobt und traurig treibt umher,
Wie ein Mühlrad ohne Bach
Still verharr’ ich Tag auf Tag.
Manchmal muß es doch gewittern!
Manchmal muß das Herz erzittern!
Muß in Leid und Freud erheben!
Wie so öd’ ist sonst das Leben!
Skye klappte das Büchlein, ein Gedichtband von Heinrich Seidel, zu und seufzte. Ja, das passte derzeit doch wirklich sehr. Nun war sie bereits in der zweiten Woche hier und hatte noch nicht wirklich Anschluß gefunden. Und ihre Zimmergenossin sah sie meist nur zwischen Tür und Angel.
Sie stand vom Bett auf und holte ihren Rucksack, warf einen Blick auf den Stundenplan und seufzte direkt wieder. Heute war aber nun wirklich nicht ihr Tag, der einzige Lichtblick waren die Fremdsprachen Stunden in der 1. und 2. Stunde, die würden ihr vielleicht über den Tag hinweg helfen.
Dann ging sie hinüber zum Fenster und blickte hinaus. Es waren noch ein einhalb Stunden bis der Unterrich begann, wieso war sie überhaupt schon wach? Mit einem weiteren Seufzen und einem Kopf schütteln zog sie ihren Mantel und ihre Handschuhe an, legte den Schal um und griff sich ihren Rucksack. Vielleicht war etwas frische Luft ja gut.
Noch ein kurzer Blick durchs Zimmer, dann schloß sie die Türe hinter sich und ging über den Flur zur Bibliothek.