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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 66 mal aufgerufen
 Institut-Area
Ashley Diamond Offline

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Beiträge: 900

02.02.2006 18:59
[13.12.] Spaziergang auf dem Institutsgelände Antworten
Sie hatte lange mit sich gerungen, aber sich dann doch dafür entschieden nach Draußen zu gehen. Die Natur, verborgen unter der glitzernden Schneedecke und die kalte Luft fehlten ihr.
Das Fliegen fehlte ihr.
Dave fehlte ihr.
Es war einfach alles irgendwie im Moment seltsam.
Sie hatte Belle einen Zettel auf dem Schreibtisch hinterlassen, wo sie war. Nun ja, es war eher eine vage Erklärung gewesen "Bin in der Nähe des Sees", aber was hätte sie schreiben sollen, wo sie doch selbst nicht wusste, wohin sie wollte.
Einfach nur raus.

Sie hatte sich warm angezogen, denn es war kalt. Der grüne Mantel und die passenden Handschuhe, Schal und Mütze.
Fast wirkte sie wie ein Wichtel, als sie sich so im Spiegel betrachtete.
Sie musste grinsen und verließ das Institut.
Etwas schlechtes Gewissen hatte sie schon, denn ihnen war gesagt worden, dass sie nicht allein gehen sollten, aber sie hatte Belle nicht finden können und Dave...war nicht da.
Layleen hatte sie auch nicht finden können und irgendwie wollte sie sowieso lieber allein sein, wenn sie ehrlich war.
Wahrscheinlich hatte sie sich deshalb bei der Suche nach den Anderen nicht soviel Mühe gegeben.
Aber sie hatte ja wenigstens gesagt, wo sie war und verlassen würde sie das Gelände nicht.

Die eisige Luft schlug ihr ins Gesicht. Es fühlte sich an, wie das Pieksen einer Nadel - vieler Nadeln, doch es wirkte auch belebend.
Lanngsam stapfte sie durch die weiße Decke, ziellos einem Weg folgend.

Ashley Diamond Offline

Besucher


Beiträge: 900

04.02.2006 22:09
[13.12.] Spaziergang auf dem Institutsgelände Antworten
Die Hände in den Manteltaschen vergraben ging sie immer weiter und merkte plötzlich, dass sie wirklich auf dem Weg zum See war. Es war, als hätten ihre Füße sie von allein auf diesen Pfad gebracht.
Ob sie ein wenig fliegen sollte?
Es war ein paar Tage her, dass sie das letzte Mal den kalten Wind in den hohen Luftschichten gespürt hatte, zu lange her...
Dave hatte noch nicht zurückgeschrieben. Sie hatte vor dem Mittagessen nachgesehen und danach auch.
Wahrscheinlich hatte er viel zu tun.
Wie es ihm wohl ging?
Sie ließ ihren Blick über die schneeverhangenen Bäume und Pflanzen schweifen. Sie wirkten so friedlich, sie schliefen, wie sie seit ihrem Erlebnis im Garten wusste.
Wie lange sie wohl noch schlafen konnten?
Was war, wenn es wirklich einen Angriff auf das Institut geben würde oder machte sie sich zuviele Sorgen um etwas, das gar nicht geschehen würde?
Das Konzert gestern hatte ihr gezeigt, wie gern sie hier war. Sie hatte endlich ein Zuhause gefunden, in dem sie bleiben wollte, für immer, wenn es ihr erlaubt wurde.
Genetics war der Luftzug in ihrem erbauten Kartenhaus, der alles, was für sie wichtig geworden war, zum Einsturz bringen konnte.
Miss Lydecker hatte zu ihr gesagt, sie könne ihre Mutation zum Verteidigen einsetzen, aber sie hatte Recht, wenn sie sagte, dass sie nicht immer die Möglichkeit dazu hatte. Sie würde lernen müssen, jemanden anzugreifen, auch Nolan hatte es indirekt gesagt.
Der Gedanke an einen Kampf,der es auf ihr oder das Leben der Anderen abgesehen hatte, ließ sie erschauern.
Sie konnte und wollte nicht verstehen, warum Menschen sich einander Leid antaten, warum sie einander hassten und sich am Elend des anderen erfreuten.

Sie blieb stehen und schloss die Augen. Die Natur hatte etwas beruhigendes, sie war hart und grausam, aber gerecht. Hier überlebte nur der Stärkere, die Schwächeren gingen unter.
Die Lehre Darwins. Auch sie gehörte zu dieser Lehre...

Sie öffnete die Augen wieder und folgte weiter dem Weg zum See.

Ashley Diamond Offline

Besucher


Beiträge: 900

19.02.2006 10:00
[13.12.] Spaziergang auf dem Institutsgelände Antworten
Der See lag ruhig vor ihr. Er war zugefroren und eine weiße Schneedecke hatte sich auf ihn gelegt.
Wenn Ashley nicht gewusst hätte, wo der grasige Boden in das Wasser übergehen würde, dann hätte man denken können, hier läge eine eingeschneite Wiese.

Natürlich würde ein aufmerksamer Beobachter bemerken, dass die Gräser am Ufer typische Merkmale für Seegewächs waren.

Sie trat an die Kante des Ufers heran.
Das Eis schien fest zu sein.
In Kanada war sie oft Schlittschuh gelaufen, eine Aktivität, die sie im Winter gern gemacht hatte.
Sie war zwar nicht eine hervorragende Läuferin, aber es hatte gereicht.
Belle konnte Eiskunstlauf, das wusste sie.
Im Fernsehen hatte sie, wenn sie überhaupt geschaut hatte, solche Dinge immer gern gesehen, genauso wie Tanzfilme.

Sie trat auf die glitzernde Eisfläche. Vorsichtig tastete sie sich vorwärts. Das Eis schien zu halten, warum also nicht ein bißchen darauf laufen.
Wenn etwas schiefging, dann würde sie sich einfach schnell verwandeln.

Sie machte einen schlitternden Schritt nach vorn.
Lächelnd breitete sie die Arme aus. Das war wie früher.
Alle Probleme schienen am Ufer des Sees zurückzubleiben.

Wie lange sie auf dem Eis herumschlitterte wusste sie nicht, aber es musste etwas Zeit vergangen sein, denn sie fror erbärmlich.

Sie hielt es für besser zum Institut zurückzukehren und machte sich auf den Weg.

Ihre Gedanken waren erst einmal von den ganzen Problemen befreit, die Frage war, wie lange das andauern würde, aber erst mal fühlte sie sich freier.

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