Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Jean war kein Empath - in diesem Fall sollte Nathan Gott dafür danken, denn er fühlte sich mehr als unwohl bei dem Gedanken in der Vergangenheit zu sein und keine Ahnung zu haben, wie er sich verhalten sollte und was genau er tun konnte, um seinen Vater zu finden. Dieses Gefühl war nicht sonderlich erbaulich und er wollte auch niemanden wissen lassen, wie mies er sich im Augenblick eigentlich fühlte. Es war schon seltsam, wie wichtig es war, den sozialen Kontext zu kennen - in einem Umfeld zu sein, in das man hinein geboren worden war und wo man wusste, wie man sich zu verhalten hatte. Das alles fehlte Nathan im Moment und es verunsicherte ihn zutiefst. Vollkommen belanglose Dinge, die normalerweise wie Scripte im Gehirn abgespeichert waren, waren jetzt vollkommen hinfällig geworden und Nathan musste sich sogar auf solche banalen Dinge konzentrieren.
Vielleicht war das einer der Gründe, warum er Jean noch immer wahrnahm. Oder einer der Gründe, warum Jean IHN wahrnahm. Aber war es im Moment nicht so, dass sich Jean genauso fühlte? Dass etwas nicht mehr da war, das man als selbstverständlich erlebt hatte? Jedenfalls mehr oder weniger. Letztlich war es Nathan, der den Kontakt irgendwie hatte herstellen können. Vielleicht war es die Situation, in der er gerade war, aber Jean sollte ein Gedanke erreichen, der ihr bewusst geschickt worden war.
~Kannst du ihn noch spüren, Mutter? Wenn ja, dann sag mir bitte, dass wir in der richtigen Zeit sind.~
Nein, er zeigte ihr nicht, was er gerade noch gesehen hatte, aber er zeigte ihr den fremden Schotten, der in genau diesem Moment auf sie zuhielt. Es war ja nicht so, dass das Team diesen Mann nicht leicht außer Gefecht setzen konnte, aber wirklich etwas bringen würde es ihnen auch nicht. Wie sollten sie Scott eigentlich finden? Nathan kannte seinen Vater nicht, er hatte lediglich das Foto bei sich, aber was brachte es ihnen, wenn sie nicht einmal wussten, wo sie selbst waren? Eigentlich wollte er gerade nur eine Stimme hören, die ihm vertraut war und von der er wusste, dass sie mehr Realität hatte als das, was er gerade vor Augen hatte.
Man mochte es nicht glauben, was einem so alles in den Sinn kam, wenn man dabei war sich die Hände zu waschen. Eben hatte sie noch ihr Gesicht im Spiegel gesehen, als das Bild eines Mannes ihr in den Sinn kam, dass nur zu real war.
Ein Schotte?
Zumindest Nathan musste es für einen Schotten halten, denn irgendwie schwang diese Eindruck mit dem Bild mit, ebenso wie eine Frage. Ob sie ihn spüren konnte? Mutter? Hank würde sicherlich eine Rede über die Unbekannten Gefilde der Zeitreisen halten und dazu noch etwas aus einem Shakespeare Stück zitieren, hätte er die Chance dazu gehabt.
Sie spürte Nathan nach wie vor, nur ähnlich verborgen, wie sie Scott spürte und das ganze Abenteuer schien ein Stück weit unglaublicher zu werden.
~Ihr seid dort.~
Das war alles, was sie im Augenblick sagen konnte. Sie waren in derselben ‚Entfernung’ verschwunden, in der auch Scott zu sein schien. Doch es war unklar, ob es dieselbe Zeit war oder ob vielleicht schon Jahre vergangen waren. So recht, konnte sie das nun wirklich nicht einschätzen.
Alles was ihr blieb, war es Nathan, wie sie es damals auch schon Charles ermöglichen konnte, über ihre Telepathie hin, die Möglichkeit zu geben Scott zu spüren, wie sie ihn spürte. Vielleicht war da Gefühl für ihn stärker und vielleicht hatte er so die Möglichkeit ihn in irgend einer Richtung ausfindig zu machen. Doch die Telepathie gekoppelt mit dem Siegel war sehr anstrengend für sie.
Na wunderbar. Es war nur die Frage, wie lange sie noch dort waren, denn irgendwie schien hier alles ziemlich feindlich zu sein. Er wusste nicht so genau warum, aber es war ein beruhigendes Gefühl, den "Faden" in die Zukunft noch nicht gänzlich verloren zu haben. Natürlich war es für ihn nicht minder anstrengend, diese Verbindung aufrecht zu erhalten, aber er würde einen Teufel tun, sie abbrechen zu lassen. Immerhin schienen sie mal in der richtigen Zeit zu sein, vielleicht nicht gänzlich in der gleichen Zeit, wie sein Vater dort angekommen war, aber wenigstens im gleichen Jahrzehnt(?)
Ob sein Vater schon ein alter Mann war? Gut, er hatte jetzt im Moment genug damit zu tun, sich hier überhaupt einmal zurecht zu finden, aber irgendwie erreichten seine Gedanken ungewollt auch Jean. Dass wirklich etwas zurück kam, erstaunte ihn letztlich aber doch. Es fühlte sich an, als hätte man eine Konferenzschaltung gelegt, denn auf einmal konnte er noch etwas anderes hören. Es waren natürlich nur nichts sagende Gedanken, die erste Disziplin der Telepathie, aber dass es sich dabei um Gedanken eines Mannes handelte, konnte nur bedeuten, dass Jean irgendeine Brücke geschlagen hatte. Ob Jean wahrnahm, was Nathan hörte? Wohl nicht, sie konnte ihm nur den Zugang verschaffen, aber Nathan selbst WAR in Scotts Zeit. Und in diesem Moment hörte er auch etwas von seinem Vater, so dass er für alle anderen im Team tatenlos stehen blieb.
~Ja, Mum. Wir sind richtig.~
Und wenn er ganz ehrlich war, dann war es etwas, das er nicht für möglich gehalten hatte.
Das leise Rauschen der Wälder, sie wusste nicht mehr, ob es von Nathan kam, oder aber von ihrer Umgebung. Die Grenze verschwamm zunehmend und sie brauchte eine ganze Weile um sich wieder selbst zu spüren. Wie schaffte dieser Junge nur diese Nähe? Ihr fiel es schwer, einfach weil der Mann ein Fremder war, egal wie vertraut alles von ihm auf sie einzuprasseln schien. Der Kontakt zu Nathan war karg und so kam er ihr erst wieder ‚in den Sinn’ als sie gerade einen Spaziergang durch das Gelände machte. Vor kurzem war ihr zu ‚Ohren’ gekommen, dass einige Schüler vermisst wurden und derzeit brauchte es keinen Einsteingeist um zuerst auf diverse Zeitlöcher zu kommen, die beliebig irgendwelche Zweibeiner auffraßen. Jedes Mal, wenn sie davor stand, regte sich nichts. Scheinbar hatte selbst ein Zeitloch etwas gegen sie. Umso dringender wurde das Bedürfnis nach frischer Luft. Nur so weit weg wie möglich von den sterilen Kellergängen, den Klassenzimmern vollgestopft mit Fragen und diverser anderer Dinge, deren Antworten sie nicht kannte. Gut, Schüler verschwanden, und? Sollte sie sich nun ein Bein ausreißen? Oder einen Arm? Wurde es davon besser? Und nachdem Logan und Scott nun zwischen den Zeiten feststeckten und Ororo in New York war, fühlte Jean gerade eine Verantwortung auf ihren Schultern, die sie nicht bereit war zu tragen und sie würde sie auch nicht tragen. Das Team hatte immer einen Wert auf Exklusivität gelegt und nun sollten sie diese haben. Sollten sich Kassander und der Rest um alles kümmern. Schließlich hatten sie alles mit aufgebaut und sie würde sich nicht herausnehmen auch nur irgendetwas davon zu beanspruchen. Es war ihre Arbeit, ihr Werk und sie würde sich gepflegt auf dem Gebiet aufhalten, dass man ihr freigeräumt hatte. Nachdem Dorian hier war, hatten die Kids zur Not einen Arzt. Die neue Psychologin übernahm hilfsbereit die Seelenwehwehchen der Kinder und so blieb Jean mehr oder weniger auf ihren Talenten sitzen und kümmerte sich um ‚höhere’ Dinge. Im Moment war sie die einzige Verbindung zwischen den Zeiten, aber sie hatte noch niemandem davon erzählt. Niemand wusste, dass sie Nathan und über ihn, das gesamte abhanden gekommene Team am längeren ‚Arm’ hatte.
~ Uns sind ein paar Kids abhanden gekommen und wenn mich nicht alles täuscht, dürften sie euch früher oder später über den Weg laufen. ~
Die Spuren ihrer Gedanken waren klar. Sie hatten den Keller aufgesucht und sie waren dort spurlos verschwunden. Langsam verschränkte sie die Arme und sah auf das Loch hinaus. Sie konnte nichts tun. Und sie würde auch in dieser Zeit nichts tun, um eine Panik auszulösen. Es war passiert, warum also aufregen? Die Kids hatten in gewisser Weise selbst für ihre Neugier gerade zustehen, mal sehen, wie weit sie damit kamen.
Oh Mann, er hatte hier gerade irgendwie andere Probleme, als sich auch noch um ein paar Schüler Gedanken zu machen. Und er sollte vielleicht nicht immer laut sprechen, sonst wurde er in dieser Zeit noch als besessen eingestuft. Gut, vielleicht war er das auch. Es dauerte jedenfalls eine ganze Weile, ehe er seiner Mutter wieder antworten konnte.
~Wer ist verschwunden? Sie sind durch das Siegel gegangen? Wie viele Kinder sind verschwunden? Es wäre besser, wenn ihr das Ding bewachen würdet. Ich glaube, wir sind mitten in einem verdammten Krieg gelandet...~
So wie die Unterhaltungen an diesem Abend verlaufen waren, schien es Nathan mehr als ungünstig, nach Scott zu suchen. Aber sie waren jetzt nun mal hier und wer hatte ihnen auch gesagt, dass es leicht werden würde? Er musste sich ein paar Memos zulegen und die erste musste lauten: Reise nie ohne ein Geschichtslexikon! Allerdings war er sich nun ziemlich sicher, dass er wusste, wer dieser Rob war. Da er gerade auf dieser Strohmatte lag und alles um ihn herum düster und ...schön wäre es gewesen, wenn es leise gewesen wäre, aber er lag hier mit etwa acht anderen Männern in einem kleinen Raum. Auf der anderen Seite konnte er natürlich froh sein, dass sie überhaupt ein Dach (Strohdings...! Hier regnete es rein!) über dem Kopf hatten. Jedenfalls konnte er sich in diesem Moment doch eher auf seine Mutter konzentrieren als noch vor einigen Stunden.
Die Decke im Dunkeln, war nichts weiter als eine Mischung aus dunklen Grau und noch viel dunklerem Grau, bis hin zum schwarz. Sie lag in diesem großen, kalten Bett und starrte an die Decke, durch die Nathan gefallen war. Wie seltsam, dieses Zimmer war derartig vollgeladen mit Erinnerungen, dass sie wieder einmal nicht recht einschlafen konnte.
Leise schlurfend hallten ihre Schritte durch die Gänge, bis sie schließlich vor der Glastür des Krankenzimmers stand. Im Rücken spürte sie das starre Holz von Logans Tür, was die Situation nicht im geringsten rettete.
Wieder hallten ihre Schritte durch die Gänge, dann fiel eine Tür ins Schloss und schließlich herrschte wieder Stille. Der Geruch von Blumen lag in der Luft und füllte sie mit schwerer Süße. Liebevoll kümmerte sich das Team um dieses Zimmer und doch fehlte Ororo spürbar. Jean konnte nicht mehr, sie war ausgelaugt von Müdigkeit und Sorge, sackte neben einer urigen Palme auf den Boden und stützte die Stirn auf die angezogenen Knie.
~Es sind vier Mädchen, die feuerbegabte Mika, das Eismädchen Brooke, Chui das Katzenmädchen und Megan, deren Größe sie beliebig variieren kann.~
Zudem erhielt er Bilder von den Mädchen, die Jean noch irgendwo in ihren Erinnerungen zusammen kramen konnte, bis sie endlich einschlief.
Jean war in den kühlen Bereich der hinteren Gartenanlagen gerannt, was sie erst bemerkte, als sich die Kälte des Schnees durch ihre Schuhe fraß. Sie fand sich vor einer knochigen Buschreihe wieder und sah sich um, irgendwo hier musste doch die Bank gestanden haben. Und tatsächlich, unter einem kleinen Häufchen Schnee zeichnete sich wirklich die Kontur einer Bank ab.
~Think about it, how near we are...~
Es war still, nicht einmal ein Lüftchen regte sich und doch ging eine Welle durch ihr Haar, die sich durch die Luft fortsetzte und den Schnee von der Bank wischte. Die Restfeuchtigkeit ignorierte sie geflissentelich, was sie sich durch den Schutz der Lederhose leisten konnte.
Sich das Haar zurück streichend, setzte sie sich in Bewegung und auf die Bank.
~Think of time, Jean.~
Die Hände locker in den Schoß gelegt, neigte sie den Kopf in den Nacken und suchte diesen zarten Lichtfaden aus Gedanken, der sich auf mentaler Ebene durch die Gegend schlängelte und in einem kleinen Strudel durch das Nadelöhr 'Siegel' gezogen wurde. Von da an war alles wie intergalaktisches Telefonieren. Man sah das Ende des Fadens nicht und doch konnte man sich an der Schnittstelle der Zeit mit dem Ende der Spur unterhalten.
Ihr Geist erreichte das Siegel, umfasst den Lichtfaden fester und...
~Nathan! Ich muss dich warnen! Das Siegel reagiert auf Rubinquarz. Solches, welches auch im Visor von Scott enthalten ist. Jedes Grüppchen von euch muss etwas davon bei sich tragen. Finnja hat mich gewarnt, dass Scott den Visor nicht tragen sollte, wenn ihr beim Siegel seid!~
Die umliegenden Gedanken wurden lauter und je mehr sie sich nur auf Nathans hauchfeinen Gedankenstrang konzentrieren wollte, umso lauter wurden die Anderen, bis sie schließlich abbrechen musste sich heftig atmend auf den Knien vor der Bank wiederfand. Schweiß, eiskalt dazu, stand ihr auf der Stirn und ihr Kopf fühlte sich für einen Moment derart überfüllt an, dass nun einen gehörigen Schmerz in der rechten Schläfenseite verspürte. Zum Glück kühlte der kalte Winterwind ihr den Kopf.
Aber sie hatte keine Nachricht zurück erhalten, noch nicht. Hoffentlich hatte er sie hören können...
Für einen Moment setzte sie sich wieder auf die Bank und sah ihre Hände, die wieder reglos in ihrem Schoß lagen, an und dachte nach.
Er war entschlossener als zuvor. Sie hatten diesen See erreicht und Nathan konnte Scott schon regelrecht fühlen... noch schnappte er nur belanglose Gedanken des anderen auf, aber es war nur eine Frage der Zeit, bis er ihn auch sehen würde. Es war schon seltsam, er hatte seinen Vater nur ein einziges Mal gesehen und damals hatte er nicht gewusst, wer der Mann war, der ihn in seinem Urlaub angesprochen hatte. Heute würde er ihm mit diesem Bewusstsein gegenüber treten und auch wenn er äußerlich ruhig wirkte, so packte ihn doch eine leichte Unruhe.
Jeans Gedanken erreichten ihn in dem Moment, als er den Blick über den See schweifen ließ, so dass er sich von den anderen entfernte und versuchte, sich nur auf sie zu konzentrieren. Es war schwerer als sonst, da er selbst vielleicht ein klein wenig angespannt war. Trotz allem erreichten ihn Jeans Gedanken und er runzelte die Stirn.
~Das Siegel reagiert auf Rubinquarz? Es ist vielleicht eine Möglichkeit, wieder hindurch zu kommen? Denkst du nicht? ...Mum? Hörst du mich noch?~
Er schloss die Augen und versuchte sich noch einmal zu konzentrieren. Das alles war irgendwie anstrengend und er hatte letzte Nacht kaum geschlafen. Wenn er ehrlich war, dann war er todmüde, allein die Erwartung endlich ans Ziel zu kommen hielt ihn noch wach. Er atmete tief durch und versuchte es noch einmal. Ob Jean seinen ersten Gedanken überhaupt erhalten hatte? Vielleicht verzögert.
~Die anderen haben ebenfalls etwas Rubinquarz? Danke für deine Warnung, aber es ist für uns vielleicht die Chance wieder zurück zu kommen. Ich werde mit den anderen darüber sprechen.~
Länger hatte er die Verbindung einfach nicht halten können und so ließ er es bleiben. Trotz allem hatte seine Mutter Recht, Scott sollte den Visor nicht aufhaben, wenn sie das Siegel erreichten. Wenn er zerstört werden würde, wäre das nicht gut... oder noch schlimmer, wenn Scotts Beam freigesetzt würde, könnte das schlimme Folgen haben. Er wandte sich wieder den anderen zu. Es war Zeit, Scott endlich gegenüber zu treten...
Jean war ausgelaugt, auch ihre Nacht war nicht wirklich erholend gewesen und nun, sobald sie wieder Herrin ihrer Sinne war, machte sie sich auf den Weg ins Bett. Sie ahnte nicht wirklich, wie die Zeit auf der anderen Seite verging und sie hoffte inständig, dass Nathan ihr Nachricht geben würde, wenn sie Probleme hatten oder aber in der Nähe des Siegels waren. Sie wusste es nicht mit Sicherheit, sie hoffet es einfach. Auch weil sie sich im Moment einfach nicht in der Lage fand, noch einmal Kontakt zu ihrem Sohn zu suchen.
Normalerweise würde diese Ungewissheit sie nicht schlafen lassen, aber die Erschöpfung der Nacht zuvor und der Nachricht an Nathan in so kurzer Zeit, waren die Auslöser dafür, dass sie einfach nur ins Bett fallen würde und diesmal hoffentlich den Schlaf bekommen würde, den sie nun wirklich brauchte.
In einem letzten Gedanken irritierte es sie, dass diese 'Entfernung' sie so schlauchen konnte, obwohl sie Kopfschmerzen davon bekam, wenn sie darüber nachdachte, wie es funktionierte...
Ob ihn der Junge nun verstanden hatte oder nicht, konnte Nathan ehrlich gesagt gar nicht sagen, auch wenn der Kleine kurz gelächelt hatte. Es war ein trauriges Lächeln, aber es galt gewiss nicht Nathan. Wahrscheinlich galt es dem Mann, der Nathan nur ähnlich sah, denn er selbst hatte nicht viel mit dem Jungen zu schaffen gehabt. Erst als der Kleine hinter der Tür des Cottages verschwunden war, drehte sich Nathan wieder um und... schlug sich durch die offene Heide. Es war schon bedeutend heller geworden als noch vor einer Stunde und Nathan war sich im Klaren darüber, dass er seine Fähigkeiten einsetzen musste, um überhaupt noch rechtzeitig zum Kloster zu kommen.
Wo das Kloster war? Es war genau da, wo er nun auch seinen Vater ausmachen konnte. Er musste einfach nur seiner Nase nach... oder seinen telepathischen Fähigkeiten besser gesagt. Es konnte jetzt nicht mehr lange dauern und das Team und die Schülerinnen waren beim Siegel angelangt. Vielleicht sollte er seiner Mutter bescheid geben? Wenn sie wieder zurück waren, würde er wohl erst einmal 2 Wochen lang durchschlafen. Aber jetzt war es erst einmal wichtig zurück in die Gegenwart eines Scott Summers und einer Jean Grey zu gelangen, denn an zuhause dachte er noch gar nicht. Was seine Mutter wohl zu all dem sagte (also, seine Mutter aus SEINER Gegenwart)? Sie hatte sich nicht bei ihm gemeldet, wahrscheinlich wusste sie es. Im Wald blieb er stehen und versuchte, sich einen Moment zu konzentrieren.
~Kommt zum Siegel.~
Keine Meisterleistung, aber mehr brachte er in seinem momentanen Zustand einfach nicht zustande. Und er brauchte noch genug Kraft, um so schnell wie möglich zum Team zu gelangen. Ansonsten... würde er wohl Scott Summers Platz einnehmen.