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Dieses Thema hat 13 Antworten
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 Dachgeschoss
Dreamer Offline

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Beiträge: 101

15.05.2006 15:49
Dorians Gästezimmer Antworten
Verloren kam sie sich vor. Ihr Zeitgefühl war ihr bereits vor Wochen mit Dorians Uhr abhanden gekommen und jetzt war es nur noch ein kleines, tickendes Etwas, dass sie an den weichen Lederriemen in ihren Händen hielt. Ein leises monotones Ticken, Zeiger die sich immer nur in eine Richtung bewegten und eine Bedeutung, die ihr nicht mehr richtig sinnvoll vorkam.

Sie kam sich so verloren vor. Ihr Gefühl für Dorian war ebenso kalt geworden, wie der Kamin in diesem Zimmer. Dieses Zimmer, mit dem dicken Teppich, den großen Sesseln und den unzähligen von Regalen. Es kam ihr unwirklich vor und doch war es der einzige Rettungsanker gewesen, der sie die letzten unzähligen Momente immer wieder zurück geholt hatte. Jetzt war dieser Raum weg, ein Raum, der in ihren Gedanken mehr und mehr wie ein Traum schien und doch spürte sie noch den dicken Teppich unter ihren Füßen, wenn sie ging. Wenn sie ein Buch aufschlug, hatte sie immer wieder die Angst, dass sie dafür mit Horror bestraft werden würde, so dass sie nicht einmal ihr kleines in Leder eingebundenes Tagebuch anfassen konnte.

Diesmal war sie wohl zu weit gegangen. War dies wieder seine Strafe? Sie hatte die Bücher nicht anrühren dürfen und doch hatte sie es getan. Sie hatte dieses Buch genommen, das Buch, dass kein wirkliches gewesen war, oder? Sie hatte es genommen und darin die Bilder sehen wollen, die sie so vermisst hatte.

Das Lederband glitt aus ihren Händen und doch starrte sie immer noch auf das Ziffernblatt, dass unverändert vor ihren Augen zuckte, obwohl die Uhr zu ihren Füßen aufkam und aus ihrem Blickfeld verschwand. Ihr Kopf war schwer vom Chaos der letzten Stunden und sie hatte sich in eine Ecke von Dorians Zimmer zurückgezogen, den Rücken fest an die Wand gedrückt und nicht einmal bemerkt, wie er ihr eine Decke umgelegt hatte.

Es war irgendwie wieder wie damals, als sie aufgewacht war. Aber der Horror der letzten Wochen blieb. Er blieb wo er sich die ganze Zeit abgespielt hatte. Er blieb in ihrem Kopf. Ihr Geist, der nur allmählich begreifen konnte, dass alles irgendwie nicht da war. Aber sie hatte es nicht durchschauen können, denn ihr Gefängnis war die einzigste Basis gewesen.

Die Sonne war aufgegangen und warf Licht durch das Fenster in das Zimmer hinein. Ihre Augen blieben fixiert auf das Ziffernblatt, dass sie in ihren Geist gebrannt zu haben schien und jeder, der näher an sie herantrat würde es sehen. Doch das Licht im Raum hatte keinen Einfluss darauf, es war dunkel und schlecht zu erkennen, genauso wie in einem stockfinsteren Raum.

Sie hatte nicht geschlafen, sie hatte die Zeit nicht vorbeifliehen sehen und sie hatte sich keinen Millimeter bewegt.

Dorian Hayward Offline

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Beiträge: 162

15.05.2006 22:35
Dorians Gästezimmer Antworten
Dorian hatte das Zimmer, seit Seana zurück gekommen war, ebenfalls nicht mehr verlassen. Er wusste nicht recht, wie er sich ihr annähern sollte, denn sie schien nicht mehr das Mädchen zu sein, das sie vor einigen Wochen noch gewesen war. Er hatte mit ihr auf die Uhr in ihren Händen gesehen, denn Seana hatte bisher noch kein Wort mit ihm gesprochen.

Was hatte dieser Mutant nur mit ihr angestellt? Natürlich hatte er ihr etwas zu Essen geholt, aber das Tablett stand noch immer unangetastet auf dem Tisch. Konnte ihm Raguel mal irgendeinen Ratschlag geben? Wo hatten sie das Mädchen denn letztlich gefunden? Dorian hatte ihr geholfen, frische Kleidung anzuziehen. Er hatte auch versucht, ihr das Bett schön zu reden, aber sie hatte die Zimmerecke vorgezogen. Also hatte er ihr eine Decke um die Schultern gelegt.

Als der Morgen graute, war Dorian ruckhaft aufgewacht. Er hatte nicht einmal gemerkt, dass er eingeschlafen war, denn eigentlich schlief es sich nicht sonderlich gut auf dem Boden. Sein Nacken schmerzte und einen Moment fragte er sich wirklich, warum er nicht ins Bett gegangen war, bis ihm Seana wieder einfiel. Sein Blick heftete sich auf das Mädchen, das auch früher ziemlich wenig geschlafen hatte.

"Seana... willst du nicht ins Bett gehen, hm? Nur für ein paar Stunden. Wir können auch frühstücken gehen..."

Langsam stand er auf und fuhr sich über den Nacken. Er war kein Mensch, der anderen die Pest an den Leib wünschte, aber Rat war nahe dran. Wieder warf er einen Blick auf sie, ehe er die Hand ausstreckte.

"Kommst du mit?"

Dreamer Offline

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Beiträge: 101

15.05.2006 23:47
Dorians Gästezimmer Antworten
I am a Dreamer…

Keiner wusste was sie in den letzten Wochen alles erlebt hatte, außer Rat. Nicht einmal sie selbst konnte begreifen, was ihr alles passiert war. Ihr Körper war noch dürrer geworden, wenn sich das überhaupt noch verschlimmern ließ bei jemanden, der wie sie aufgewachsen war. Das bisschen Babyspeck, dass sie sich in ihrer Zeit im Institut angeeignet hatte war verschwunden und verlieh ihr ein noch zerbrechlicheres Aussehen.

…with hidden Power.

”Kommst du mit?” Der simple Wortlaut bewirkte, dass sich ihre Aufmerksamkeit auf Dorian richtete. Das dunkle, kreisförmige Gebilde, dass zuvor noch stundenlang ihr Fixpunkt gewesen war, begann sich nur allmählich aufzulösen. Es erweckte den Eindruck, als hätte man zu lange in eine helle Lichtquelle gesehen und dieser Fleck hätte sich auf der Netzhaut eingeprägt, so dass man das helle Flirren noch einen Moment überall sah, egal wo man hinblickte. Ähnlich war es mit dem dunklen Fleck, nur dass er fest im Raum fixiert worden war.

Ihre Hand glitt von einem ihrer kleinen Knie auf den Boden und stützte sie, so dass sie mit einer ruhig Bewegung aufstand und mit leicht hängendem Kopf vor Dorian in den Stand kam. Ihre Augen blieben ruhig auf einen imaginären Punkt hinter ihm geheftet. Das einzigste Geräusch, dass sie machte, kam von der Decke die von ihren Schultern glitt und mit einem dumpfen Geräusch wieder auf dem Boden landete.

Nur langsam hob sich ihr Kopf und ihre grauen Augen, die sonst so matt und grau wie Steine waren, schimmerten in einem beunruhigenden Licht. Sie sah ihn an und es durfte ihm ein eiskalter Schauer über den Rücken jagen, denn solch einen Blick erwartete man nicht von einem Kind und erst recht nicht von einem, für das die Welt ein einziges, unbekanntes Gebilde war.

I am a Dreamer.

Der Glanz in ihren Augen ließ mit einmal nach und Seanna schien mit einem Mal wieder mehr nach der Seanna auszusehen, die sie vor einigen Wochen noch gewesen war. Ihre Gestalt regte sich nicht und doch wurde ihr Gesicht von Augenblick zu Augenblick freundlicher. Man mochte meinen, gleich würde sie ihren Mund öffnen und seinen Namen sagen und alles wäre wie früher. Doch anstelle dessen, verblasste die Gestalt mit einem Mal, wie es das dunkle Ziffernblatt getan hatte, bis der Fleck vor ihm leer zurück blieb. Nur noch die Uhr lag auf dem Boden und daneben die Decke.

With hidden Power.

Dorian würde erst endgültig begreifen, dass er einer Illusion erlegen war, als die Tür leise klickend zurück ins Schloss fiel.

Raguel Offline

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Beiträge: 263

16.05.2006 00:08
Dorians Gästezimmer Antworten
Dreamer mochte eine hidden power sein - mit dem Verstecken allerdings, das musste sie noch ein bisschen ueben. Jedenfalls bis sie Rats Faehigkeiten erreicht hatte, um andere Illusionisten taeuschen zu koennen.

Raguel balancierte gerade das Tablett noch auf den Armen, angestrengt darauf bedacht nichts zu verschuetten, als das Geraeusch des Tuerschlosses seinen Blick empor schnellen liess.
Es brauchte ein paar Sekunden, bis sich sein umher tastender Blick an Dreamers Gestalt heftete. Da ihm die richtigen Worte partout nicht einfallen wollten, versuchte er sich an einem aufmunterndem Laecheln.
"Hey Kleines." Er trat naeher, wahrte jedoch den Sicherheitsabstand eines Schrittes, um ihr nicht zu nahe zu treten. "Hast du gut geschlafen?" Schon eine lustige Frage, wenn man sie mal naeher betrachtet hatte.
Noch ehe Seana einen weiteren Fluchtversuch haette starten koennen, verlagerte Raguel das Gewicht des Tabletts auf eine Hand, um etwas von der Flaeche zu angeln. Der etwas abgewetzte Dreamcatchter baumelte im Zug eines weit entfernt offenen Fensters vor ihre Nase. "Ich dachte du kannst ihn vielleicht gebrauchen."


Er war friedfertig.

Trotzdem wuenschte er Rat schlimmeres als die Pest.

Dreamer Offline

Besucher


Beiträge: 101

16.05.2006 00:32
Dorians Gästezimmer Antworten
Einen Moment hatte sie einfach mit dem Rücken zum Gästezimmer gestanden und auf die Fußbodenleiste gegenüber gestarrt. Zumindest war ihr Blick noch immer an diesen Ort zwischen Wand und Fußboden geheftet, als Raguel sie musterte. Wenn sie nicht auf seine ersten Sätze reagierte, bekam er doch tatsächlich einen Funken Aufmerksamkeit, als er den Traumfänger zückte, dessen Anhänger aus Perlen und Federn ihr unbekannte Geräusche machten.

Ihre nackten Füße huschten über den Boden, als sie die Entfernung zu Raguel noch einmal halbierte und ihre kleinen Hände nach dem eigentümlichen Gebilde ausstreckte. Das dünne Gespinst von Fäden, Perlen und dem leuchtenden Stein in der Geflechtmitte fesselten sie augenblicklich. Vorsichtig befingerte sie das empfindliche Kunstwerk und stand, als könnte sie kein Wässerchen trüben neben Raguel, dessen Tablett nur wenige Zentimeter über ihrem Kopf schwebte.

Raguel Offline

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Beiträge: 263

16.05.2006 10:16
Dorians Gästezimmer Antworten
Wo es hoffentlich noch laenger schweben wuerde.
Raguel hatte sichtlich Muehe das Tablett mit einer Hand zu balacieren. Aber er war ja auch Lehrer und kein Kellner geworden. Alles hatte irgendwo eine Bewandtnis.

Die Wand des Flures musste nun einfach her halten, um dem Tablett ein wenig Unterstuetzung zu geben, als Raguel von einem Fuss auf den anderen trat.

Er konnte nicht definieren, ob es an Seanas zerbrechlicher Gestalt lag, dass er sich mit einem Mal einfach unbeholfen und grob vorkam, bei allem was er sagen wollte oder ob die unbaendige Wut auf Rat tatsaechlich so stark in ihm kochte, dass er keine beruhigenden Worte finden konnte.

"Ich hab Fruehstueck... fuer dich und deinen Vater." Wobei er den Traumfaenger los und in Seanas Haende gleiten liess.

"Willst du nicht... wieder mit reinkommen?"

Great job, Mr. Eloquent!

Dreamer Offline

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Beiträge: 101

16.05.2006 12:44
Dorians Gästezimmer Antworten
Ihre kleinen Füßchen machten bereits kehrt und steuerten wieder auf Dorians Zimmer zu, als sie stockte und über ihre Schulter zurück in Richtung Treppen sah. Es war undeutlich, aber die Stimmen von anderen Kindern waren aus den unteren Stockwerken zu hören. Lachen, Reden und verschlafenes Gähnen hätten es sein können, aber hier oben kam nur das heitere Gewirr als Mischmasch an und während sie lauschte sanken ihre Hände nach unten.

Den letzten Meter würde Raguel sie wohl doch noch einmal daran erinnern müssen, was sie tun sollte, vielleicht schob er sie vorsichtig mit einer Hand an ihrem Hinterkopf zurück ins Zimmer. Auf jeden Fall beendete die ins Schloss fallende Tür die leise zu ihnen hinaufdringenden Stimmen, so dass sie wieder in einem kleinen Raum eingesperrt herumstand und nicht was als nächstes kommen würde.

Ihr Blick war, seit der Traumfänger mit ihren Händen aus ihrem Blickfeld gesunken war, wieder auf einem niedrigen, imaginären Punkt fixiert, wo er auch jetzt irgendwo unter dem Bett zu verschwinden schien.

Ihre linke Hand befühlte das Gespinst und konzentrierte sich bald auf den kleinen Stein, der in dessen Mitte eingeflochten worden war, um den guten Träumen einen Weg hindurch zu zeigen.

Dorian Hayward Offline

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Beiträge: 162

16.05.2006 19:17
Dorians Gästezimmer Antworten
Dorian hatte wirklich geglaubt, dass sie seine Hand ergreifen würde, auch wenn sie zu Anfang noch etwas abwesend gewirkt hatte. Aber dann war sie einfach verschwunden und natürlich glaubte Dorian sofort, einer Sinnestäuschung erlegen zu sein. Immerhin wusste er, dass Rat ein Illusionist war - da er Seana im Tausch für seine Dienste bei Genethics hatte haben wollen, lag es nahe, dass er sie in den letzten Wochen irgendwie trainiert hatte.

Dennoch hätte Dorian nicht geglaubt, dass Seana ihn damit hinters Licht hatte führen wollen. Er fuhr herum, als die Tür aufklappte und folgte ihr natürlich. Dorian wollte sie nicht noch einmal aus den Augen lassen, denn Rat lief immer noch da draußen herum. Als er die Tür kurz darauf noch einmal öffnete, konnte er Raguel und Seana beobachten, so dass er im Türrahmen lehnen blieb und die Arme verschränkte. Der Traumfänger schien Seanas Aufmerksamkeit zu wecken, so dass er leicht schmunzeln musste.

Raguel wollte sie mit Geschenken ködern!
Aber das Konzept schien aufzugehen, denn das Mädchen bewegte sich schließlich wieder in Richtung Zimmer. Lautlos formte er in Raguels Richtung ein 'Danke', als Seana noch einmal stehen blieb und auf die Geräusche im unteren Stockwerk lauschte. Er war es letztlich, der sie wieder zurück ins Zimmer schob, aber auch auf Raguel wartete.

"Dann können wir ja zusammen frühstücken", meinte er, als die Tür wieder ins Schloss fiel, auch wenn Seana von Raguels Geschenk vollkommen eingenommen wurde. Da hatte der andere ja wirklich mal mitgedacht. Er für seinen Teil hatte Hunger, aber heute war Samstag, also hatte er genug Zeit, sich um das Mädchen zu kümmern.

Dreamer Offline

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Beiträge: 101

16.05.2006 23:03
Dorians Gästezimmer Antworten
Frühstücken? Sie hatte seit Ewigkeiten nichts vernünftiges zwischen die Beißerchen bekommen und irgendwie traute sie der ganzen Sache nicht. Eigentlich traute sie der ganzen Sache nicht im geringsten und erwartete jeden Moment, dass sie wieder von Rat am Kragen gepackt wurde und zurück in das barocke Zimmer gezerrt wurde. Aber das wusste keiner und sie würde auch nicht anfangen zu reden, nachdem Rat es ihr in mühevollen Lektionen erst madig gemacht hatte.

Unauffällig wandte sie den Kopf zu den beiden Männern herum, aber ihr Blick fixierte das Tablett und den darauf aufgestapelten Brötchen. Aber sie wagte es nicht, sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Sie blickte einfach nur fortwährend auf das Essen, wobei ihre kleinen Finger stetig das Geflecht in ihren Händen betasteten.

Dorian konnte es nicht wissen. Sie hatte nicht ihn täuschen wollen, sondern vielmehr die Gunst der Stunde genutzt. Das was er gesehen hatte, war auch sein Verschulden gewesen, denn als er sie angesehen hatte, hatte sie einen Impuls von dem gesehen, was er in ihr gerne sehen wollte. Und diese Illusion hatte sich nur an sie selbst anhängen müssen und war etwas einfacher, als eine Illusion aus dem Nichts zu erschaffen.

Sie hatte schließlich erst gelernt vorhandene Dinge so zu manipulieren, bevor sie auch nur einen Treffer gelandet hatte, etwas aus dem Nichts zu formen. Aber das alles war noch Kinderkram, auch wenn das Intensivtraining sie einige Monate vielleicht sogar ein Jahr freier Entfaltung nach vorne katapultiert hatte.

Keine wusste, wie ihre Gabe sich nun auf Träume auswirken würde, jetzt, wo sie den schwierigen Schritt in die Realität zu schaffen schien. Vor allem schlief Rat nicht und wenn, dann zeigte er es nie.

Rat... wann würde er auftauchen? In ihr formte sich der Wunsch ihn zu suchen. Einfach nur, damit sie nicht noch länger diese Trugbilder ertragen musste. Aber wieso fehlte diese Gewissheit, dass es eine Illusion war? Wobei dieser Aspekt noch zu neu war, als dass sie sich darauf verlassen würde.

Raguel Offline

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Beiträge: 263

17.05.2006 11:11
Dorians Gästezimmer Antworten
Er wollte sie koedern? Also bitte, wenn Dorian das noetig hatte! Er fuer seinen Teil war 'anders' als Dorian, er brauchte keine Bestechungsmittel, um Herzen zu erobern. Oder wollte Dorian daran zweifeln?

"Habt ihr nicht Lust nachher mit raus zu kommen? So wie ich gehoert habe, wollte Mr. Knight wohl eine Schneeballschlacht veranstalten. Ich find wir sollten Tyler mal zeigen, wo die Harke haengt."
Ueberhaupt hatte Raguel durch seine oft lang anhaltende Abwesenheit in den letzten Monaten zu einigen Leuten noch nicht wirklich Kontakt aufbauen koennen, obwohl er mit ihnen im Team war. Tyler war ein Kandidat davon (von dem er sich nur ab und an einen Wagen ausborgte und ansonsten bedauerlicherweise eher weniger Kontakt pflegte). Bei Caitlynn sah das Schema beinahe gleich aus (nur ohne Wagen zum Ausleihen). Padraig hatte er als einer der ersten der schottischen Lehrerschaft schon ein wenig oefter gesehen, aber er konnte nicht unbedingt behaupten, dass es ueber ein paar Fachsimpeleien hinaus gegangen war.
Es hatte ihm schlichtweg immer die Zeit gefehlt, so wie auch die Zeit fuer Seana und viele andere der Schueler gefehlt hatte - und das musste sich einfach aendern.
Vielleicht wurde er auch einfach zu alt fuer die Kindereien mit einem seiner Brueder durch die Gegend zu ziehen und... Aber manche Dinge konnte man sich eben einfach nicht aussuchen.

Errr - ach ja, er wollte mit den anderen Fruehstuecken! Nachdem Raguel einige Augenblicke recht gedankenverloren mit seinem Tablett an der Tuer gestanden hatte, setzte er sich in Bewegung und stellte das Fruehstueck zu Seanas Fuessen auf dem Boden ab. "Ich hab Broetchen, Eier, Marmelade, Marshmallow-Cream und Erdnussbutter vom Buffet geklaut. Wer was anderes haben will, muss nochmal runter laufen."
Nachdenklich fuhr er sich durch die Haare am Hinterkopf und stierte auf das Tablett nieder. Irgendwie war ihm so, als haette er was vergessen.
"Achso... Was wollt ihr beiden denn trinken? Ich hab nur O-Saft mitgebracht."

Dorian Hayward Offline

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17.05.2006 15:51
Dorians Gästezimmer Antworten
Zweifeln? ER zweifelte an gar nichts mehr, aber als Arzt GLAUBTE er auch nicht alles! Sei's drum! ...aber wenn jemand glaubte, dass er mit einem Bügeleisen Wunden versorgen konnte, dann... gut, er führte das jetzt nicht weiter aus, aber das kurze amüsierte Blitzen in seinen Augen war unstreitbar da gewesen.

"Schneeballschlacht? Hört sich doch gut an. Was meinst du dazu, Seana?" Mr. Knight - er hatte ehrlich gesagt auch nicht allzu viel Kontakt mit den anderen Lehrern hier, was aber daran lag, dass er zumeist in den Subs arbeitete. A propos Subs: Er musste nachher noch einmal schnell hinab, um ein paar Dinge zu ordnen. Ging aber ganz schnell, denn er hatte nicht vor, heute dort unten zu bleiben. Bedauerlich nur, dass der See um diese Jahreszeit zugefroren war.

Innerlich seufzte er, als er das Mädchen so beobachtete. Er brauchte da wohl viel Geduld, damit sie sich ihm wieder etwas öffnete. Er ging einfach neben dem Tablett in die Hocke und nahm das Glas Orangensaft auf, das er Seana reichte. "Nein, der Saft ist schon okay." Er fing an, das Brötchen aufzuschneiden und setzte sich dabei in den Schneidersitz. Wenn Raguel das Tablett mitten auf den Boden stellte, würden sie eben dort frühstücken. "Setz dich, Seana." Allerdings war das kein Befehl, sondern nur Aufforderung. Wieder reichte er ihr eine Brötchenhälfte, die mit der Cream bestrichen war. Erdnussbutter... das aßen doch wirklich nur Amerikaner. Ekelhaft.

Sein Blick fiel erneut auf Raguel. Wollte er hier rumstehen oder sich einfach mal spontan dazu setzen? Leicht grinsend musterte er ihn. Aber ehrlich gesagt ging es ihm auch so; sie stellten sich beide etwas unbeholfen an. Er strich Seana eine Haarsträhne aus der Stirn und hoffte, dass sie wenigstens mal ein wenig aß.

Dreamer Offline

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Beiträge: 101

17.05.2006 16:47
Dorians Gästezimmer Antworten
Mit O-Saft und Brötchenhälfte bewaffnet saß sie neben Dorian und starrte abwechselnd beides an. Der Traumfänger lag neben ihr und war für den Moment vergessen, vor allem, da das Essen süßlich roch und das schon eine Weile her war.

Zögerlich hielt sie ihr Nase über das Glas und erst als ihre Sinne, wie auch der neuere von ihnen meinten, dass es wohl OK sein müsste, trank sie einen Schluck davon. Hm, schmeckte ganz gut, etwas zu süß und klebrig, wo sie jetzt Tagelang nur Wasser gehabt hatte und ähnlich fiel auch die Benotung für das Brötchen aus.

Aber das Meckern hatte man erfolgreich im Keim erstickt und das war nicht nur Rat allein. Seit man sie aus dem Tank geholt hatte, hatte man ihr Regeln angedeihen lassen, die zwar nötig für die gesunde Entwicklung eines Kindes waren, aber da ihr einfach die Zeit der Narrenfreiheit der ersten Lebensjahre fehlte, war es der beste Nährboden für die krassen letzten Tage.

Ihre Füße waren sauber, aber das musste man Dorian danken, der das Kind sofort unter die Dusche packte, als er sie aus den Klamotten befreit hatte.

Dorian Hayward Offline

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Beiträge: 162

20.05.2006 12:01
Dorians Gästezimmer Antworten
Nach dem Frühstück stand Dorian wieder auf. Der Fussboden war nicht gerade die beste Variante, um dort zu essen, aber Seana schien es nichts ausgemacht zu haben.

"Na komm, Seana. Gehen wir mal rüber in dein Zimmer und schauen, ob wir noch wintertaugliche Kleidung finden, dann kannst du mit Raguel schon einmal vorgehen." ...zu dieser Schneeballschlacht.

Er selbst würde nur kurz noch einmal in die Subs gehen, ehe er den beiden nach draußen folgen würde. Er war schon eine Weile nicht mehr an der frischen Luft gewesen. Könnte ihm immerhin auch ganz gut tun.

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