Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  








Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.

Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.

Auf bald, eure SL
Datum:
~*~

Wochentag:
~*~

Wetter:
~*~
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 135 mal aufgerufen
 Schüler
Ragnar Kohonnen Offline

Besucher


Beiträge: 161

20.05.2006 18:24
Ragnar Kohônnen - Whitewing Antworten
[b]Vollständiger Name[/b]:
Ragnar Kohônnen
[b]Spitzname[/b]:
Whity, Albino
[b]Codename[/b]:
Whitewing

[b]Mutation[/b]:
Ragnar besitzt große, weiße Schwingen und verfügt über eine angepasste Muskulatur, die es ihm ermöglicht, große Distanzen (natürlich mit dementsprechender Anstrengung) zurückzulegen. Jeder der Flügel ist über drei Meter lang, was heißt, dass er eine Flügelspannweite von ungefähr sechs Metern hat. Ihm ist es nicht möglich, aus dem Stand zu fliegen – dafür muss er bei großer Geschwindigkeit hochspringen und gleichzeitig seine Flügel ausbreiten, was er nur äußerst selten schafft. Günstiger für ihn ist es, wenn er von einer erhöhten Stelle abspringt, da dies ihm die Möglichkeit gibt, seine Flügelkraft zu entfalten. Die Flügel besitzen ungefähr in der Mitte ein Gelenk, sodass er die Möglichkeit hat, sie auf seinem Rücken ‚zusammenzuklappen’. Wobei ein Meter fünfzig immer noch nicht wirklich handlich ist.
Ragnar ist genauso weiß wie seine Schwingen. Ein fehlendes Genom ist die Ursache für das Fehlen der Farbzellen – eine Mutation, die relativ häufig anzutreffen ist. Nur sind seine Augen ebenfalls vollkommen weiß – Ragnar kann keine ‚warmen Farben’ sehen. Seine Augen sind auf das Leben im Eis ausgelegt – er kann mühelos dutzende verschiedener Weiß- und Blautöne auseinander halten. Das erschwert das Leben in wärmeren Regionen deutlich – er hat schon Probleme, Grün und Braun als solche zu erkennen.
Die letzte Mutation ist eine Art Aura der Kälte. Die Temperatur um Ragnars Körper ist gut zehn Grad tiefer als die seiner Umwelt. Dafür sorgt ein Stoff, der über Poren in seiner Haut abgegeben wird. Das ist eine natürliche Reaktion seines Körpers, die ihn schützt – zu warme Temperaturen sind für ihn schädlich, da er sich leichter als andere Menschen Verbrennungen zuzieht.

[b]Alter[/b]:
17
[b]Geburtstag[/b]:
19.11.1988
[b]Geburtsort[/b]:
Kiruna, Nordschweden
[b]Beruf[/b]:
Schüler

[b]Aussehen[/b]:
Ragnar ist definitiv auffällig. Da sein Körper an die Flügel auf seinem Rücken angepasst ist, hat er einen relativ kräftigen Rücken. Er ist nicht das, was man muskulös nennen würde, aber seine Muskeln sind deutlich abgebildet. Im Allgemeinen macht er einen ziemlich ‚kalten’ Eindruck, niemand, mit dem man gern zu tun hat – ein Zug, der durch seine weißen Augen noch verstärkt wird. Sein Gesicht ist recht schmal, wenngleich seine Züge recht markant sind.
[b]Haarfarbe[/b]:
weiß
[b]Augenfarbe[/b]:
weiß, keine sichtbare Pupille oder Iris
[b]Besondere Kennzeichen[/b]:
Bis auf die Tatsache, dass er sich meist vollkommen weiß kleidet und meistens ein schwarzes Kreuz an einer schwarzen Kette trägt, sind nur zwei Narben an seinem Arm erwähnenswert.

[b]Charakter[/b]:
Ragnar ist wortkarg und nicht gerade das, was man extrovertiert nennen würde. Er hat kein oder nur wenig Interesse daran, sich das Vertrauen oder die Freundschaft von anderen zu erwerben. Andererseits ist er nicht der Typ, der lügt - wenn er ein Versprechen gibt, hält er es auch. Ragnar zieht es vor, allein zu sein – allein in der Kälte. Die Tatsache, das er nicht oder nur selten redet, hängt mit seinen Problemen mit eben dieser zusammen. Er ist es nicht gewohnt, viel zu reden, so fällt es ihm schwer, die richtigen Worte zu finden. Das ist auch der Grund, warum er es meistens einfach sein lässt.
Seine wohl auffälligste Eigenschaft ist sein Hass gegenüber großen Versammlungen, genauer gesagt, die Aufmerksamkeit, die man ihm dann entgegen bringt. Deswegen meidet er solche und zieht sich öfters in die Natur zurück. Denn das einzige, was er wirklich will, ist Ruhe.

[b]Vorlieben[/b]:
Ragnar liebt das Eis, in allen Variationen. Er blüht in der kalten Jahreszeit regelrecht auf, was bei ihm soviel heißt, dass er hin und wieder auch mal den Mund aufmacht. Ebenso wie das Eis liebt er die Stille, die absolute Ruhe, die vollkommene Abwesenheit von Geräuschen. Diese gibt ihm die Möglichkeit, sich zu entspannen.
[b]Abneigungen[/b]:
Wie sich aus den vorigen Teilen ableiten lässt, reagiert er regelrecht allergisch auf Wärme. Sie schadet seinem Organismus und er kann sie nicht leiden. Fast genauso allergisch reagiert er auf große Ansammlungen von Menschen. Er kann es partout nicht ab, wenn er angesehen wird wie ein Monster, etwas, das vollkommen fehl am Platze ist. Und genauso fühlt er sich dann auch, weshalb es nur logisch ist, warum er solche Ansammlungen meidet.
[b]Hobbies[/b]:
Er hat keine besonderen Hobbies. Häufig sieht man ihn in der Kapelle oder in der Bibliothek, wenn er nicht gerade draußen ist – letzteres nur in den kalten Jahreszeiten. Er liest relativ viel, nicht zuletzt, um Sprache und Redewendungen eben jener zu lernen. Wenn er allein draußen ist, wandert er recht viel – oder versucht sich am Fliegen, was er nur teilweise beherrscht.

[b]Freunde[/b]:
-
[b]Familie[/b]:
Finn Kohônnen (Vater, 53, Mutantenrechtler und Politiker), Svenja Kohônnen-Sgunda (Mutter, 51, Mutantin [empathische Visionen], Mutantenrechtlerin), Elia Kohônnen (ältere Schwester, 24, Mutantin [ebenfalls weiße Federschwingen]), Olaf Kohônnen (älterer Bruder, 22, Mutant [Temperaturbeeinflussung]) – keine weiteren lebenden Verwandten.

[b]Geschichte[/b]:
Es war ein besonders kalter November bei minus 20 Grad in der schwedischen Stadt Kiruna, irgendwo im Norden des Nordens. Und, durch Zufall oder eine biologische Besonderheit, war es der Monat, in dem Svenja Kohônnen ihre Kinder gebar. Die gebürtige Finnin war, genau wie ihr Mann, eine Mutantenrechtlerin der besonderen Art. Sie kämpften mit aller Entschlossenheit für die Durchsetzung der Gesetze, die die Mutanten in Schweden mit ‚normalen’ Menschen gleichsetzen sollten. Ihnen gegenüber stand eine radikale Bewebung, die das um jeden Preis verhindern wollte und die Einführung von Mutantenregistration und Geburtenkontrolle forderte; diese Organisation, die sich selber die ‚Asen’, nach der nordischen Götterfamilie nannte, war es leider, die beim Volk mehr Anklang als das Kohônnen-Ehepaar und ihre wenigen Unterstützer – und die Asen waren es auch, die der Familie zum Verhängnis werden sollten.
Es war November, als Elia, die erste Tochter von Finn und Svenja geboren wurde. Die behandelnden Ärzte versanken in ehrfürchtigem Schweigen, als sie bemerkten, wie sich kleine Flügel auf dem Rücken des neugeborenen Mädchens streckten und reckten. Doch irgendwie hatte Svenja damit gerechnet – sie schloss die kleine liebevoll in ihre Arme, während Finn noch mit dem ersten Schrecken zu kämpfen hatte. Seine Tochter war eine derjenigen, vor denen der Mann immer schon Respekt gehabt hatte, die sich aber – auf politischer Ebene – nicht oder selten zu wehren wussten, die stets angegriffen wurden, obwohl sie nichts getan hatten. Doch überwand der Mann seinen Schock recht schnell und beobachtete mit Freuden, wie sich zwischen Mutter und Tochter eine ganz besondere Beziehung entwickelte.
Zwei Jahre später wurde Olaf geboren. Dieselben Ärzte, die bereits ihr erstes Kind entbunden hatten, waren gelinde gesagt überrascht, dass das zweite Kind keine Flügel hatte. Überraschung entwickelte sich allerdings recht schnell, als die Temperatur innerhalb weniger Sekunden so extrem abfiel, dass sich Raureif an den Wänden bildete. Und wieder lächelte die Mutter, die nichts davon wusste, das sie diese Vorahnungen ihrer Mutation zu verdanken hatte. Finn war fasziniert von Olaf – und wie sich zwischen Mutter und Tochter eine besondere Beziehung entwickelte, so tat es das auch zwischen Vater und Sohn. Die Familie war glücklich – bis sich die politische Situation verschärfte. Schweden führte eine Registrierungspflicht an, die durch so genannte Proskektoren durchgeführt wurde – sie gaben den Mutanten Gefährlichkeitsgrade. Die Asen hatten dafür gesorgt, das sie ihre Leute in diesem Beruf sitzen hatten. Und was sie als erstes machten, war klar: sie wiesen den Kindern der Kohônnen den höchsten Schwierigkeitsgrad zu – was einer lebenslangen Haftstrafe gleichzusetzen war. Gerade in diesem Augenblick, diesem Moment höchster Spannung, wurde Ragnar geboren. Die Mutter ahnte, dass dieses Kind anders werden würde. Ragnar kam vollkommen geräuschlos zur Welt – er schrie nicht, machte keinerlei Geräusche. Der behandelnde Arzt musste den kleinen geflügelten Kerl mehrmals untersuchen und kam anschließend zu der Diagnose, dass ihm nichts fehlte – bis auf sämtliche Farbzellen. In den nächsten Tagen, die Eltern und Kind bei mehr oder minder einflussreichen Freunden der Familie verbrachte, in der Hoffnung, dass diese etwas unternehmen konnte, um ihre Kinder zu befreien. So hatten sie schon früh in seiner Kindheit nur wenig Zeit, um sich um ihn zu kümmern.
[img]http://img300.imageshack.us/img300/3457/asenyi6.jpg[/img]
So verbrachten sie die ersten Jahre seines Lebens mit dem Kampf, ihre Kinder aus dem politischen Gefängnis der Asen zu holen – erfolglos. Ragnar war ein introvertiertes Kind, das vor allen Dingen von einer sehr guten Freundin der Familie, eine Lehrerin und, wie ihr Mann und die Eltern des Beflügelten, Mutantenrechtlerin, die häufig gebeten wurde, auf ihn aufzupassen, erzogen. Die Frau brachte ihm alles bei, und die ersten Jahre, an die er sich erinnern konnte, hatte er mit oder bei ihr verbracht. Natascha Sluik war zwar streng, aber sehr kinderlieb – auch wenn diese Eigenschaft eine Weile brauchte, um ans Tageslicht zu gelangen. Schon früh merkte die Frau, wie kalt die Räume waren, in dem sich der Junge befand, der so selten sprach, und wie häufig er sich an Dingen stieß, die er schlichtweg zu übersehen schien. Jedesmal gab der Junge an, nicht zu wissen, an was er sich da gestoßen hatte – er sähe nur einen weißen Fleck. Erst dann fiel der Frau auf, wie die Pupillen und die Iris des Jungen langsam an Farbe zu verlieren schienen. Sie dachte, das der Junge erblinden würde – doch hatte er schon Flügel, was sollte da schon kommen. Und so wartete sie…
Aus dem Jungen wurde ein junger Mann, der immer häufiger ausbrach und ein, zwei Tage wegblieb. Draußen, in der Stille, in der Natur, im Eis. Die Eltern hatten ihren erfolglosen Kampf in Stockholm fortgesetzt und ihn einfach ignoriert. Im Alter von fünfzehn Jahren unternahm er die ersten erfolgreichen Flugversuche und fand, recht schnell, seine Grenzen heraus. Bei einem Flug stürzte er ab, als ihn eine Windböe erwischte und stürzte in einen Wald – wie durch ein Wunder passierte seinen Flügeln nichts, aber ein Ast bohrte sich durch seinen rechten Arm. Unter Schmerzen schaffte es irgendwie nach Hause, wie er das Haus der Sluiks jetzt nannte, wo Natascha ihn bereits erwartete – die Frau, die ihn erzogen und ihn alles gelehrt hatte, was er wusste, stand neben zwei Prospektoren. Als sie ihn kommen sahen, stürzten sie sich auf ihn – und wurden brutal von einem weißen Schemen zu Boden gerissen und bewusstlos geschlagen, während eine eisig kalte Hand ihn zurück ins Unterholz zerrte. Sein Bruder drückte ihm eine Hand auf den Mund bedeutete ihm, still zu sein – er versuchte, sich zu befreien, doch sein älterer Bruder war stärker und hielt ihn eisern fest. Keine Minute später trat Elia, seine Schwester mit den weißen, regelrecht strahlenden Flügeln hinzu. An ihren Fäusten klebte Blut, und auch ihre Schwingen schienen leicht besprenkelt worden zu sein. Sie klärten ihn darüber auf, wer sie waren und warum sie wieder auf freiem Fuß waren; in ihrem Gefängnis, wo man sie nicht so übel behandelt hatte, wie behauptet wurde, hatte es ein Feuer gegeben, an dem Olaf nicht ganz unschuldig war, und die Geschwister waren ausgebrochen. Sie hatten sich durch das halbe Land geschlagen, nur, um zu ihrem Bruder zu kommen – von ihren Eltern hatten sie nichts mehr gehört, und den Gerüchten nach, die in Stockholm kursierten, sollen die Asen einen Unfall organisiert haben, bei dem die beiden Mutantenrechtler ums Leben gekommen waren. Doch gab es keine Beweise dafür, allerdings auch keine dagegen. Die beiden nahmen den stillen Jungen mit sich, ihr Ziel verschwiegen sie – Olaf, der sich im Gefängnis in Sachen Medizin weitergebildet hatte, verarztete Ragnar, so gut es ging.
Ihre Flucht dauerte lange: fast zwei Jahre, in denen sie ihren Bruder von ihrem Aufenthalt in einer Mutantenverwahrungsanstalt erzählten und sowohl Elia als auch Olaf ihren Bruder unterrichteten, so gut es ging. Zwei Jahre … eine lange Zeit. Ragnar kam sie noch länger vor, im positiven Sinne. Zum ersten Mal spürte er so etwas wie Liebe; die Zuneigung, die seine Geschwister für ihn hegten und er für sie, das war etwas Neues für ihn.
Proviant stahlen sie meistens, übernachteten in der freien Natur. Sie kamen bis zur untersten Spitze Norwegens, von wo aus sie bis nach Dänemark flogen. Das war der anstrengenste Flug, den Ragnar jemals zurücklegen sollte, doch seine Schwester zeigte ihm, wie sie mit möglichst geringem Kraftaufwand eine relativ große Distanz zurücklegen konnte – es war alles eine Sache der Technik. Von Dänemark aus zogen sie weiter, die Nordseeküste entlang, überschritten die deutsche und schließlich die französische Landesgrenze. Unterwegs brachten sie ihm so viel Englisch bei, wie sie konnten – auf die Frage hin, wohin er denn gebracht wurde, gaben sie an, dass sie einen Ort für ihn gefunden hatten, wo er sicher sein würde. Er stellte keine weiteren Fragen, da seinen Geschwistern und ihm der baldige Abschied schon jetzt wehtat. Sie flogen erneut, als sie die nördlichste Küstenstelle Frankreichs erreichten, direkt auf die Küste Englands zu. Dort musste Ragnar, der stets misstrauisch, ängstlich, manchmal sogar wutentbrannt von den Menschen angesehen wurde, zum ersten Mal sein Englisch benutzen, was ihm halbwegs gelang. In den folgenden beiden Monaten schafften sie es irgendwie zum Institute, dem Ort, wo seine Schwester und sein Bruder ihn ließen, um ihn in die Obhut fremder Menschen, fremder Mutanten zu geben. Der Abschied war traurig und emotionsgeladen – mehr als eine Träne floss – die Reise des mittlerweile siebzehnjährigen Mutanten, die größtenteils zu Fuß oder fliegend gemacht wurde, war zu Ende. Mit seiner weißen Tasche und einem Briefumschlag in der Hand drückte er endlich die Klingel des ‚Inverness Institute for gifted youngsters’. Und seine Gefühle waren gemischt.

 Sprung