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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 502 mal aufgerufen
 Briefe/Telefonate und Nachrichten-Area
Deon George Kenneth Offline

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Beiträge: 182

23.05.2006 17:09
Anruf in Seattle Antworten
Er suchte sich wirklich eine ruhige Ecke, in einem Gemeinschaftsraum und erkundigte sich mit Blicken und Schritten, dass er niemanden störte, oder er von niemanden gestört wird. Er suchte dann in seiner Manteltasche nach dem Handy und suchte im Telefonbuch nach der Nummer einer "Bekanntschaft".

Irgendwo in Seattle klingelte das Telefon von Franklin, einem Lehrer für Astrologie und Physik. Es klingelte - ein monotones tüüüüüt - tüüüüüt erreicht seine Ohren, als er wartete, dass er endlich ranging. Er ließ sich in einem Sessel nieder, legte den Mantel auf die Lehne und lehnte sich selbst zurück, starrte nachdenklich an die Wand.

X-odus Offline

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Beiträge: 296

24.05.2006 11:13
Anruf in Seattle Antworten
Es dauerte eine Weile bis er schließlich abnahm. Franklin, der den Unterricht für morgen vorbereiten musste, gehörte zu den Personen die sich voll und ganz auf eine Sache konzentrieren konnten und dadurch ‚blinkte’ er den Rest seiner Unwelt einfach aus. Das er das Telefonklingeln doch hörte lag nur daran, dass er einen Schluck seines bereits kalten Kaffees nahm.

„Hmmmm?“ nuschelte er deshalb ins Ohr und war sich selbst noch gar nicht bewusst, dass er den Hörer abgenommen hatte. Die Unterlagen die hier vor ihm auf dem Tisch lagen waren einfach zu interessant.

Deon George Kenneth Offline

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Beiträge: 182

24.05.2006 11:59
Anruf in Seattle Antworten
Er seufzte sehr leise, nachdenklich als er immer noch an die Wand schaute, dennoch wirkte er irgendwie registrierend, als er dieses Hmmmm hörte und einen Moment grinste.

"Hey Franklin, hier ist Deon - wie geht es dir?"

Die typische freundliche Begrüßung des jungen Mannes, als er sich sehr sacht in den Sessel kuschelte und irgendwie erfreut war, dass Franklin den Anruf registrierte, zu mindestens mitbekam, dass das Telefon klingelte.

X-odus Offline

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Beiträge: 296

24.05.2006 12:16
Anruf in Seattle Antworten
„Hallo Deon.“ Eine Schlaftablette konnte nicht mehr Elan haben. Papier raschelte als Franklin etwas in den Unterlagen vor sich suchte, nämlich seine Brille die er nicht finden konnte. Das lag daran, dass er sie auf die Stirn gezogen hatte und als die Worte des Anrufers ihn langsam erreichten grinste er erfreut.

„Deon! Du bist es.“ Er musste ihm nicht erklären, dass er mit den Gedanken woanders gewesen war? „Wie schön von dir zu hören.“ Nun jedenfalls hatte er seine volle Aufmerksamkeit. „Mir geht’s gut. Nur das Knie macht bei so einem Wetter Probleme und? Erzähle! Wie geht es dir?“ Er griff abermals zu seinem Kaffee und trank einen Schluck worauf hin er das Gesicht verzog. Kalt!

Deon George Kenneth Offline

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Beiträge: 182

24.05.2006 12:32
Anruf in Seattle Antworten
Innerlich lachte Deon sehr sacht, sehr leise und schüttelte sichtbar den Kopf, seine schwarzen Haarsträhnen lagen nun noch um so wilder auf seinem Kopf und in seiner Stirn, als er die Stimme erhob und grinste.

"Na, du klingst ja mal richtig begeistert. Mir geht es gut, es ist hier nur so verdammt arschig kalt und die Kiddies sind sehr sehr sehr sehr komisch. Die drehen alle am Rad und ich habe das Gefühl - die haben zuviel Temperament im Blut, sind zu schnell zu provozieren. Aber sonst - großes Gelände, man könnte sich wohl fühlen wenn es endlich Sommer ist."

Er streckte sich etwas, man hörte wie er brummte und sich dann wieder dem Gespräch widmete.

"Ich wollte eigentlich nur wissen, ob es Neuigkeiten gibt oder Schwierigkeiten, wie sich die Kinder entwickeln und.... weißt du, was mit den Kindern passiert ist...die nun ja... so ausgetickt sind?"

X-odus Offline

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Beiträge: 296

25.05.2006 19:36
Anruf in Seattle Antworten
Franklin musste lachen. Ein volles, ansteckendes lachen und nachdem er den Bericht von Deon und seiner momentanen Lebenssituation gehört hatte gab er z u bedenken. „Nun, mein Lieber, du bist ja auch nicht gerade einfach, im Umgang.“ Das meinte er nicht im negativen Sinne, er versuchte nur sachlich zu sein, auch wenn Deon einen Mitgefühlspunkt verbuchen könnte.

Allerdings wurde er nun ernster und die Brille die er zuvor abgesetzt hatte legte er vor sich auf den Schreibtisch und rieb sich die plötzlich auftretende Müdigkeit aus den Augen. „Deon, du solltest die Sache langsam auf sich beruhen lassen.“ Weil er sich andernfalls nur damit quälte.

Er schwieg einen Augenblick und seufzte dann leise um das weiterzugeben was er wusste.

„John Griffin wurde auf Grund seiner vorherigen Vergehen und wegen mehrmaligem Verstoß seiner Bewährungsauflagen zu 5 Jahren verurteilt. Jimmy Spinelli wurde der Jugendvorsorge übergeben und lebt nun in einem Heim für Schwererziehbare Kinder. Ethan Carter hat man nach wie vor nicht fassen können.

Ja, es waren erst drei Kinder. Das wusste er sehr wohl.

Deon George Kenneth Offline

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Beiträge: 182

25.05.2006 20:54
Anruf in Seattle Antworten
Wieder wurde die feine Nase des Mannes gerunzelt, als er Franklin aufmerksam zuhörte und ebenfalls leicht seufzte. Wie sollte er sich damit jemals abfinden? Verdrängen konnte er das Ereignis gerade gut genug, aber die Erinnerung blieb, die Sehnsucht war das Schlimmste und machte so manche ungemütliche Stunde sehr unangenehm. Er drückte seinen Körper in den weichen Sessel, führte sachte Kreise mit der Fingerkuppel auf der Lehne aus und schaute dann wieder starr an die Wand.

"Wie soll ich mit der Sache abschließen, dass geht verdammt nochmal nicht. Und die Jugendlichen wurden zu so milde bestraft? Sie sind Mutanten und wenn sie wollen, können sie wieder Unheil anrichten."

Er unterdrückte seinen wachsenen Zorn, seine Augen schimmerten trübe, fast gefährlich dunkel, als er die Brust hob, die Luft feurig ausschnaubte, um wieder ruhiger zuwerden.

"Ihr hatte keine andere Möglichkeit? Ihr hätte sie nicht wegsperren können? Verdammt. Der Geist eines Menschen ist verwirrend, tief und unendlich weit, mit tausenden Facetten, einmal Verbrecher, immer ein Verbrecher. Ich besitze zuwenig Vertrauen in diese Kids."

X-odus Offline

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Beiträge: 296

26.05.2006 11:03
Anruf in Seattle Antworten
Franklin konnte den Schmerz natürlich nicht nachvollziehen. Ihm selbst war so etwas furchtbares schließlich nicht geschehen, dennoch bemühte er sich objektiv und sachlich zu sein. Vielleicht weil Deon es selbstverständlich nicht sein konnte.

„Deon. Es sind Kinder. Damit will ich ihre Tat nicht rechtfertigen, aber findest du nicht, dass jeder eine zweite Chance verdient?“

Das Deon in seinem Urteil getrübt war, fiel Franklin schon deshalb auf, weil er sich nach dem vierten Jungen im Bunde nicht mehr erkundigte. Franklin hatte nun einen Kloß im Hals den er hinunter zu schlucken versuchte.

„Timothy Miller hat sich das Leben genommen, Deon.“ Er ließ das so im Raum stehen. Der Junge hatte sich mit einem Gürtel in der Arrestzelle indem man ihn in Gewahrsam genommen hatte, erhängt.

Deon George Kenneth Offline

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Beiträge: 182

26.05.2006 11:24
Anruf in Seattle Antworten
"Ja, leider waren es Kinder, Kinder die nicht denken und trotzdem handeln. Aber du hast Recht, sie haben zwar eine zweite Chance verdient, aber wenn ich an die Massenmörder denke, an die Serienvergewaltiger, dann wird mir schlecht. Das Böse ist irgendwo tief verwurzelt, bei dem einem stark, bei dem anderen schwach - es ist vorhanden. Zumal diese Kids ihre Kräfte öffentlich zur Schau stellten und der Regierung richtig einheizten nach dem Motto : Ja wir sind Mutanten, vernichtet uns, bevor wir es mit euch machen, Menschen."

Deon war immer noch zornig, sauer, wütend, enttäuscht und traurig, dass merkte man seinen knallharten Worten an, die eigentlich kein Gefühl in sich trugen, obwohl seine Stimmung etwas schwankte.

"Er hat was?! Er hat sich das Leben genommen? Scheisse..."

Murmelte er nur noch sehr leise, doch irgendwie betrübt, als er sich mit der Hand über die Augen strich, die kurzzeitig etwas glasig geworden waren. Kinder sind so unberechenbar. Vielleicht war es doch zuviel - Die Lähmung, das Gesicht seiner toten Frau.

X-odus Offline

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Beiträge: 296

26.05.2006 12:08
Anruf in Seattle Antworten
„Aber Deon. Du kannst diese Kinder nicht mit Massenmördern und Vergewaltigern vergleichen. Es sind nun mal Kinder, boshafte Kinder und wir, die Gesellschaft kann nur versuchen sie wieder auf den rechten Weg zu bringen, damit sie nicht zu den Verbrechern von morgen werden.“

Franklin diskutierte ziemlich gern, dass sollte Deon ja auch noch wissen. Bei so einem Thema war seine Begeisterung auch leicht zu entflammen. Allerdings rief er sich selbst zur Ordnung, immerhin hatte es schon zu viele Opfer gegeben.

„Es tut mir Leid, Deon.“ Fürs Erste war alles gesagt. Er wollte noch hinterher schicken, dass Deon sich ruhig mal wieder bei ihm melden sollte. Er ließ es aber.

Deon George Kenneth Offline

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Beiträge: 182

26.05.2006 13:12
Anruf in Seattle Antworten
"Weißt du Franklin, du hast ja irgendwo verdammt Recht. Vielleicht werde ich mich der Zeit mit dem Ereignis abschließen oder es gut genug verdauen, damit ich nicht immer daran denken muss. Falls es etwas Neues gibt, rufst du mich an? Aber sag mal, wie schlimm ist bei euch eigentlich der momentane Konflikt zwischen Menschen und Mutanten?"

Leise fragend, er war eindeutig ruhiger geworden, sanfter in seiner Materie und seine Augen waren wieder stark und unbändig. Nun musste er noch ein weiteres Opfer auf seine Kappe nehmen. Verdammt, gerade das hatte er nicht gewollt. Durch seine Schuld, ein weiteres Opfer, nun hatte er noch mehr zuknappen, als vorher.

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