Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Deon hatte sie vor dem Krankenhaus abgesetzt und war dann wieder zurück zur Schule gefahren. Er hatte zwar angeboten, bei ihr zu bleiben, aber sie hatte abgelehnt.
Sie wußte ja nicht mal selbst, was sie nun tun sollte und es war sicher nett gemeint, aber nun musste sie ihrer Familie gegenüber treten und sie hatte keine Ahnung, was das werden sollte.
Sie stieg die Treppe hinauf. Sicher, da gab es auch den Fahrstuhl aber so schob sie das Zusammentreffen noch einige Minuten hinaus. Im leeren Treppenhaus zogen wie im Kaleidoskop die Bilder an ihrem inneren Auge vorbei. Brian... die ersten Schritte und die Rückschläge. Seine heitere Gelassenheit und seine Freude über den elektrischen Rollstuhl, den sie alle zusammen gekauft hatte. Die Ausflüge, die sie trotz des Aufwandes unternommen hatten. Sein Eifer bei der Beschäftigungsgruppe. Seine Liebe zur Musik und dann seine Begeisterung für das Institut.
Mutlos blieb sie an der Tür stehen, die sie nun gleich öffnen musste. Gerade jetzt, wo sich alles so gut anließ und alles in geregelte Bahnen zu laufen schien.
"Ach Brian... ich versteh es einfach nicht." murmelte sie leise.
Schließlich gab sie sich einen Ruck und trat durch die Tür um gleich darauf ihren Großeltern und ihren Eltern gegenüber zu stehen.
Wortlos schaute sie die vier an. Sie wußte nicht, was sie sagen sollte.
Schleißlich übernahm es ihre Großmutter, ihr zu erzählen, was geschehen war.
Der Arzt hatte ihnen mitgeteilt, dass Brian einen Schlaganfall gehabt hatte und das lebenswichtige Blutgefäße im Gehirn geplatzt waren. Er führte das auf das bereits während der Geburt geschädigte Gehirn zurück.
Eleanora hörte sich alles an und nickte nur. Was sollte sie auch sagen. Alle wußten, wie sehr sie an ihrem Bruder gehangen hatte und wie sie ihn umsorgt und geliebt hatte. Auf ihr Betreiben hin hatte er sich mit Musik beschäftigt und mit Büchern.
Als ihre Mutter sie fragte, ob sie ihn nochmal sehen wollte schüttelte sie den Kopf. Ele wollte ihn so in Erinnerung behalten, wie sie ihn bei ihrem Abschied gesehen hatte. Gelassen und heiter und ihr zuwinkend.
Sie musste sich räuspern um den Kloß in der Kehle wegzubekommen. "Wie geht es nun weiter?"
Der Papierkram musste noch erledigt werden und dann würde sich das Bestattungsinstitut um alles weitere kümmern.
"dann braucht ihr mich wohl nicht im Moment?" ihre Familie wußte, dass sie Zeit brauchen würde und sie würde mit niemandem sprechen wollen. Ihre Eltern und ihre Großeltern würden sich aneinander festhalten. Ele war anders... sie musste mit sich allein klar kommen.
Ihre Mutter lächelte ihr zu und gab ihr einen Kuss auf die Stirn, geh nur meinte sie leise.
Eleanora nickte, drehte sich um und stürtzte hinaus. Ihr kam nicht in den Sinn, dass ihre Stiefel eigentlich nicht für Schnee und Matsch gedacht waren als sie einfach losging. Immer weiter und weiter... raus aus der Stadt.