Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Ele sprang hinter das Lenkrad und fuhr mit durchdrehenden Reifen los, sie schlingerte und schrammte haarscharf um die Kurve.
Dann bretterte sie aus der Stadt in Richtung Institut... ohne einen Gedanken an Schnee oder Eis auf der Straße.
Die Einfahrt auf den Hof des Instituts bekam sie nur unter Zahlung eines langen tiefen Kratzers auf der Fahrerseite und das Geräusch kratzte schon an ihren Nerven.
Rutschend kam sie vorm Tor zum Stehen und rannte um das Auto herum um Rangar rauszuwuchten.
Das er dabei unsanft zu Boden ging konnte sie im Moment nicht ändern. Sollte er blaue Flecke bekommen können und dies einer werden, würde sie sich entschuldigen.
Was jetzt? es war mitten in der Nacht, sie konnte ja schlecht das Haus zusammen brüllen.
Ok, erstmal rein und dann Doktor Grey wecken und Logan. Logan zum Schleppen und den Dok für Ragnar.
Sie zerrte Ihn über die Stufen nach oben in die Halle. Fast wäre sie zusammen gebrochen.
Aber das konnte sie sich nicht leisten und nach einem Blick auf Ragnars Gesicht schoss sie wie ein geölter Blitz nach oben um dort an Doktor Greys Tür zu hämmern.
"Doktor Grey, Doktor Grey... ich brauch ihre Hilfe, schnell." sie bemühte sich, niciht allzu laut zu schreien aber das Bild von Ragnar ging ihr nicht aus dem Sinn und noch jemanden wollte sie heute nicht sterben sehen.
Tara war die letzten Tage ueber krank gewesen (eine Abschweifung von ihrem strikten Diaetplan hatte sich mit einem Schwaecheanfall und andauernden Kopfschmerzen geraecht -- jeder Teenager hatte mal einen Moment geistiger Umnachtung, in dem er glaubte, irgendwen -- und sei es der eigene Koerper -- ueberlisten zu koennen, was natuerlich nicht selten Folgen nach sich zog), und ihr Schlafrythmus war durch die Bettlaegrigkeit und die vielen zusaetzlichen Stunden Schlaf nachhaltig durcheinander geraten.
So kam es, dass sie nun schlaflos durch die Gaenge streifte, urspruenglich mit Ziel Kueche, als sie Laerm von draussen und dann schwere Schritte in der Eingangshalle vernahm. Sowohl neugierig als auch alarmiert zugleich schlich sie in die Halle, um zu sehen, was los war.
Das Bild, das sich ihr bot, war... erschreckend? Grotesk? Irgendetwas davon traf schon zu. "Oh dear." entfuhr es ihr unwillkuerlich, obwohl sie hatte still bleiben wollen.
Sie wollte nach oben laufen, aber da sah sie gerade noch Ele verschwinden.
Vorsichtig naeherte sie sich der Gestalt, die Ele zurueckgelassen hatte, war aber bedacht darauf, nicht zu nahe zu kommen.
Ein wirklich nettes Bild machte der halbtote Engel nicht. Er war blutübersttömt, blutete noch immer, und die Infektion hatte nun auch die letzten Winkel seines Körpers erreicht. Sogar seine weißen Augen waren von Adern durchzogen, der schmerzhaft pochten, beinahe sogar sichtbar. Er stöhnte leise und krümmte sich, war er doch für einen Moment der Bewusstlosigkeit entschwunden. Sehen, hören, riechen, überhaupt wahrnehmen konnte er nichts. Nur fühlen, und was er fühlte war Schmerz in seiner konzentriertesten Form. Wieder stöhnte er leise. Ragnars Hände zogen blutige Schlieren über den Flur, dann wurde er wieder ohnmächtig.
Sophie schien ein seltsames Talent dafür zu haben, tote oder halbtote Mutanten zu finden... Manche der Schüler wussten bereits von ihrer Nächtlichen Schlaflosigkeit... So war sie auch diese Nacht wieder durch die Gänge gezogen und hatte auf dem Fensterbrett gesessen, hinausgeschaut, als Eles Auto mit quietschenden Reifen und lautem Schrammen gegen die Einfahrt in selbiger hielt.
Erstarrt beobachtete sie, was dort unten vor sich ging und erreichte auf blossen Füssen und im Nachthemd erst kurz nach Tara den Engel, welche sie gar nicht richtig wahrnahm...
Oh Shit... Okay. Okay. Bleib ruhig ? Was jetzt machen ? Waschen. Die Wunden auswaschen... Wer wusste wie lange Ele brauchte, um einen Dr. aufzutreiben. So rannte Sophie auch schon wieder davon, in eine der Toiletten, wo sie einen Lappen schnappte, den mülleimer auskippte und mit Wasser füllte... Etwa 30 Sekunden später war sie wieder da, rechts und links mit dem Eimer schwappend.
Eleanora durfte ruhig etwas leiser sein. Nicht unbedingt was ihre Stimme betraf, aber das Chaos, dass sie vor sich hin dachte, hatte Jean aufgeweckt. So kam es, dass sie bereits den Knoten in ihren Seidenkimono band, als Eleanora an die Tür hämmerte und bevor die Gute noch Scott weckte, schob sie sich auch schon durch die Tür und drückte die übereifrige Sekretärin zurück in den Flur. „Was zum Henker tun sie um diese Uhrzeit noch hier?!“ Ihre Stimme zischte leise durch den Raum, aber Scott würde trotz des unterdrückten Flüsterns sicher schon wach sein. Und wenn Jean sich nicht ganz täuschte, waren da noch einige Seelen mehr unterwegs.
In ruhigen, großen Schritten ging sie den Flur entlang, die Stufen herunter und kam im Erdgeschoss an, wo auch mindestens zwei Kids sich um jemanden versammelt hatten. Sicher hatte Eleanora ihr flüchtig die Situation erklärt, aber wirklich viel konnte man von ihr nicht erfahren. Einen Moment lang stand sie auf der letzten Stufe und betrachtete die weißen Schwingen, dass ihr Herz einen kurzen Aussetzer hatte, lag daran, dass sie die Gestalt an jemanden erinnerte, aber er war es nicht. Warren war größer und überhaupt umgab ihn eine völlig andere Aura.
„Sophie, Tara... wisst ihr wie spät es ist?“ Das war jetzt keine Frage nach der Zeit! Vielmehr sollte es ausdrücken, dass sie sich hier um diese Zeit nicht im Flur herumzutreiben hatten. „Ihr habt spätestens 11 Uhr auf euren Zimmern zu sein.“ Und ein Blick auf die Standuhr im Eingangsbereich, war es deutlich darüber. Es war egal, wer hier nicht schlafen konnte, wer nach 11 Uhr außerhalb seiner Zimmer erwischt wurde, der hatte mit Konsequenzen zu rechnen. Mal abgesehen davon, dass Sophie mit einem Mülleimer voll Wasser eher Infektionen in den Kerl reintrieb, als alles andere.
Jean kniet sich neben den jungen Mann und fühlte seinen Puls, bevor sie seinen Kopf in beide Hände nahm und seine Augen begutachtete. „Wen haben wir denn hier?“ Eleanora hatte ihr zwar den Namen des Jungen gesagt, aber wirklich viel konnte sie damit nicht anfangen. „Und wieso zum Henker, sieht er so aus?“
Umgekehrt hatte Tara Sophie bemerkt, aber bevor sie etwas sagen konnte, war diese schon wieder weg.
So kniete sie sich neben dem blutverschmierten Gefluegelten -- der momentan gerade so gar nicht nach Engel aussah, und man merke auf, das war das erste Mal, dass Tara Ragnar ueberhaupt sah, so much for first impressions? -- nieder und besah sich, was sie von seinen Wunden erkennen konnte, ohne ihn grossartig zu beruehren. Sie befuerchtete, dass das den Schmerz nur noch verschlimmern wuerde, und Schmerzen hatte er, soviel war mehr als deutlich.
Kaum kann man wieder geradeaus laufen, kommt ein verletzter Flattermann an... wie er das bloss geschafft hat?
Sie war nicht halb so sarkastisch aufgelegt, wie ihre Gedanken haetten vermuten lassen koennen (voraus gesetzt, jemand haette sie gelesen).
Als Dr. Grey schliesslich auf der Bildflaeche erschien, erhob sie sich wortlos. Auf den Hinweis auf die Uhrzeit hin hob sie nur die Schultern -- was wusste Dr. Grey schon von ihrem gestoerten Schlafrythmus, immerhin hatte sie ja auch keine aerztliche 'Hilfe' aufgesucht bezueglich ihres Problems -- und stand noch einige Sekunden hilflos in der Halle. Dann drehte sie sich um und ging auf ihr Zimmer zurueck. Die naechsten Stunden wuerde sie wohl kaum mit Konsequenzen zu rechnen haben; allerdings richtete sie sich durchaus auf ein Gespraech oder irgendwie geartete Folgen ihres verspaeteten Ausflugs ein. Aber dazu wuerde man sie schon holen.
Eleanora hatte nicht wirklich die Kraft sich schuldig zu fühlen und war eigentlich nur froh, dass der Doktor da war.
Dann war der Doktor nach unten gegangen und sie hatte Zeit, Atem zu holen. Sie bot ein Bild des Jammers, blutverschmierte Pelzjacke, die zu nichts anderem zu gebrauchen war als weggeschmissen zu werden, zerzauste nasse Haare ob nun von Schweiß oder Schnee blieb dahin gestellt und ein abgekämpfter Eindruck.
Doch sie rappelte sich auf und ging wieder nach unten. Dort kniete sie sich neben den Doktor.
"Ragnar, neuer Schüler aus Schweden. Seine Geschwister haben ihn zu uns gebracht, da die Situation in Schweden eskaliert. Gestern hat er sich geschnitten als er die Scherben aus dem Spülwasser gefischt hat. Dann ist er abgehaun. Ich hab ihn im Wald getroffen, da sah er schon so schlimm aus. Leider ist durch den Marsch zurück zur Stadt sein Zustand niciht unbedingt besser geworden da ich ihn tragen musste. Er hat sich übergeben und das war Blut, was da kam. Und es schien mir, als würde er die Orientierung verlieren je mehr die Infektion fortgeschritten ist."
Ruhig und konzentriert gab sie die Zusammenfassung . Und nun bitte Doktor, rette den Jungen. Zweit Tote sind eindeutig zu viel für mich.
Natürlich wollte sie nach ihrem Besuch im Musikzimmer noch einmal nach unten gehen, um sich in der Küche eine heiße Schokolade zu machen.
Nun tauchte sie am oberen Treppenabsatz auf und sah hinunter auf das Bild, was sich ihr dort bot.
Sie stand wie erstarrt und sagte keinen Ton, aber ihr Gesichtsausdruck sprach Bände.
Sie biss sich auf die Lippe. Also hatte sich der Engel doch etwas angetan? Sie fühlte wieder Tränen, die ihr über die Wange rannen. War das ihre Schuld?
Dort unten war Eleanora und Mrs. Grey. Tara schien sich gerade wieder auf den Weg nach oben zu machen und auch Sophie war dort unten.
Sie suchte Eleanoras Blick, auch wenn sie ihr Mündel wohl nicht sehen würde, wenn sie in der Dunkelheit des Treppenabsatzes stand.
Ihre Gedanken waren in heller Aufruhr. Was war, wenn dem Jungen noch mehr geschah? Waren es die Schnitte der Scherben von heute morgen gewesen, die ihn so zugerichtet hatten?
Hatte er den ganzen Tag mit den Wunden zugebracht.
Sie presste sich die Hand vor den Mund, um nicht laut aufzuschluchzen.
Das war alles ihre Schuld...
„Infektion“, wiederholte sie, als sie dem Jungen das Haar aus dem Gesicht strich. Alles in allem hatte sie von Anfang an keine Wahl gehabt und aus dem Augenwinkel fixierte sie einer der Säulen im Eingangsbereich. „Ich nehme ihn mit. Kümmern sie sich um die Mädchen“, vielleicht würde auch jemand die verräterischen Spuren auf dem Boden beseitigen.
Langsam erhob sie sich und hob ihre Arme noch langsamer in die waagerechte. Im Moment sah sie aus wie ein Zauberer, der die schwebende Jungfrau hervorbrachte, nur war der Effekt um einiges trostloser. Der Junge war ordentlich verpackte und nachdem sie Eleanora noch einmal beruhigend die Hand auf die Schulter gelegt hatte, schritt sie zu einer der versteckten Speedröhren in die Subs, gab ihren Code ein und begab sich mit dem Jungen hinein.
Leise zischend schloss sich die Tür hinter den Beiden.
Dankbar nickte sie für die Berührung und blickte sich dann um, wer denn da so bei Nacht und Nebel in der Eingangshalle rumstand.
"Mädels... gehen wir in die Küche. Ich brauch was warmes."
Sie winkte auch Ashley runter, legte den Arm um Sophie und nickte Tara zu.
Und so wie sie sich sicher war, dass die Sonne aufgehen würde, war sie sich sicher, dass keines der Mädchen jetzt schlafen konnte oder würde.
Ashley wich noch weiter in den Schatten zurück, als Jean in ihre Richtung sah.
Sie hatte sie gesehen? Zitternd stand sie wie angewurzelt im Dunklen.
Ihr Blick haftete auf dem Junge, der wie tot neben Mrs. Grey herschwebte.
Was hatte sie nur getan heute morgen.
Dann schlossen sich die Türen hinter den Beiden.
Ihre Schuld...
Mit einem Schluchzen fuhr sie schließlich herum und hastete die restlichen Treppen hinauf zurück in den Mädchentrakt, einfach nur weg.Das Eleanora sie herunterrief hörte sie nicht.
Ele sah Ash davon flitzen und fluchte mit zusammen gebissenen Zähnen etwas, was sich verdächtig nach verflixtem Gör anhörte.
Aber darum würde sie sich später kümmern.
Sie steuerte auf die Küche zu. Sie brauchte jetzt was warmes. Die Kälte und die Erschöpfung waren bis auf die Knochen in ihr und sie konnte eh nicht schlafen... dazu musste sie auch wieder zurück nach Inverness, also nach Hause. Und da wollte sie eigenltich nicht sein, obwohl ihre Familie sicher auf sie wartete.
Neue Sachen brauchte sie auch... aber zuerst der Tee.