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Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.

Auf bald, eure SL
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Dieses Thema hat 13 Antworten
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 Institut-Area
Ashley Diamond Offline

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Beiträge: 900

05.06.2006 12:36
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
[kommend von Eingangshalle zwischen 1-2 Uhr]

Hier saß sie nun, auf der Fensterbank, versteckt hinter dem Vorhang, den sie vorgezogen hatte, um nicht gleich von jedem gesehen zu werden und starrte hinaus in die dunkle Schneelandschaft. Die Bibliothek lag still und einsam dar, gerade richtig für jemanden, der nicht gefunden werden wollte. Jedenfalls glaubte sie, dass die Bibliothek um diese Uhrzeit leer sein würde.
In ihr Zimmer wollte sie nicht zurück, denn dort würde sie womöglich Belle aufwecken und das wollte sie nicht riskieren.

Sie hatte beide Arme um ihren Körper geschlungen und den Kopf an die Fensterscheibe gelehnt. Ihre Tränen hinterließen feine Kondenzspuren auf dem Glas.
Das Bild von dem Jungen, so blutüberströmt und nicht ansprechbar hatte sich in ihr Gedächtnis eingeprägt. Wenn sie die Augen schloss war es ebenso da, wie wenn sie geöffnet waren.
Mrs. Grey hatte sie angesehen. Hatte sie sie erkannt? Hatte sie ihre Gedanken gelesen und würde nun denken, dass sie den Jungen so zugerichtet hatte?
Sie schluchzte leise und wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln.
Zum ersten Mal seit sie hier war, wünschte sie sich ganz weit weg...

Davin Sartre Offline

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Beiträge: 490

05.06.2006 14:45
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Langsam aber sicher glaubte Dave, ein Schlafproblem zu haben, denn so gut wie jede Nacht konnte er erst gegen 3 oder 4 Uhr einschlafen. Er war erstaunt, dass er nicht schon längst zusammengeklappt war bei höchstens 4 stunden Schlaf pro Nacht. Nun ja, vielleicht war er da ja einfach robuster als andere.

Er schlenderte ziellos durch die Gänge, während er seine Gedanken schweifen ließ. Sie ließen sich ziemlich gut auf zwei Personen verteilen... Jesse und Ashley. Jesse ging es besser, das war ein Lichtblick. Und Ashley... er war nun zwar ein Weilchen wieder da, doch er hatte sich immer noch nicht getraut, irgendwie einen Schritt auf sie zuzugehen. Er konnte seine eigene Feigheit nicht leiden.

Als er eine Beule im Vorhang sah, stutzte er. Nanun, was war denn das? Vorsichtig zog er den Vorhang ein Stück zu Seite - und da war Ash, und sie weinte auch noch!

"Hey... was ist denn los?" fragte er besorgt.

Ashley Diamond Offline

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Beiträge: 900

05.06.2006 14:54
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Schritte...da waren Schritte.
Ashley hob den Kopf und sah gegen den Stoff des Vorhangs. Wer war denn um diese Uhrzeit noch wach und das in der Bibliothek?
Sie hielt den Atem an, um sich nicht zu verraten, obwohl sie selbst wusste, dass man sie wahrscheinlich wirklich einfach sehen würde.
War es Mrs. Grey, die gekommen war, um sie auszufragen, was passiert war? Natürlich war der Gedanke absolut irrsinnig, aber ihre Gedanken waren eh nicht mehr sehr durchdacht.

Daves Gesicht wurde beim Zurückziehen des Vorhangs sichtbar. War das nun gut oder schlecht, dass er es war, der sie fand? Sie sah ihn an und überlegte, was sie nun tun sollte.
Seine Frage erübrigte jedoch die Überlegungen.
Sie richtete sich auf und setzte zum Sprechen an. Doch irgendwie wusste sie nicht recht, wo sie beginnen sollte. Da war soviel, was er noch nicht wusste und das Erlebnis in der Küche war nur das I-Tüpfelchen gewesen, dass für ihr Gemüt einfach zu fiel war.
Ohne ein Wort ließ sie sich einfach gegen ihn sinken und versuchte den Weinkrampf zu unterdrücken, der wieder von ihr Besitz ergriff.

Davin Sartre Offline

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Beiträge: 490

05.06.2006 14:58
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Ooo-kay. Irgendwas war hier mal ganz und gar nicht in Ordnung, aber was, das würde er später herausfinden müssen. Ashley war sehr offensichtlich nicht in der Lage, groß über irgendwas zu reden, und so hielt er sie einfach fest.

"Ist ja gut... ich bin doch da," murmelte er. Er schlang die Arme um sie und drückte sie sanft. Er strich ihr vorsichtig über den Rücken, eine Hand fuhr über ihr Haar. Er dachte in dem Moment gar nicht daran, dass er sich das unter normalen Umständen wohl nie getraut hätte, aber jetzt war das ja auch etwas anderes.

Ashley Diamond Offline

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Beiträge: 900

05.06.2006 15:16
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Es dauerte noch eine Weile, bis ihre Tränen versiegten.
Schließlich hörte man jedoch nur noch ab und zu ein leises Schniefen. Sie wischte sich die restlichen Tränen aus den Augenwinkeln und sah zu Dave hoch.
Ihre Augen waren vom vielen Weinen ziemlich verquollen.

"Entschuldige",murmelte sie und richtete sich etwas auf. Das Daves eine Hand an ihrem Rücken und die weitere in ihrem Haar lag, bemerkte sie erst jetzt.

Davin Sartre Offline

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Beiträge: 490

05.06.2006 15:24
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Dave bewegte sich keinen Millimeter, während Ashley sein T-shirt nassheulte. Er wiegte sie nur leicht und murmelte immer wieder die gleichen Worte... dass er doh da sei, dass sie sich keine Sorgen machen müsse, dass alles okay sein würde. Als sie sich irgendwann schließlich beruhigte, atmete er innerlich auf. Es schmerzte ihn einfach, sie unglücklich zu sehen.

"Du brauchst dich nicht zu entschuldigen," meinte er. Er ließ ein wenig locker, sodass er sie anschauen konnte. Er machte kleine, kreisende Bewegunggen auf ihrem Rücken mit seiner Hand, in der Hoffnung, dass es sie irgndwie beruhigte. "Dafür bin ich doch da."

Er lächelte leicht, während er mit einer Hand ihre Tränen vorsichtig wegwischte. Auf einmal hatte er ein unerklärlich starkes Bedürfnis, sie einfach zu küssen. Nicht, dass das irgendwie die Probleme lösen würde, sie sie anscheinend hatte, aber vielleicht würde sie sich ein wenig besser fühlen. Oder am Ende doch nur verwirrter? Er wusste es nicht.

Ashley Diamond Offline

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Beiträge: 900

05.06.2006 15:42
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Sie erwiderte sein Lächeln schwach.

"Danke...", murmelte sie leise.
Sie tastete mit den Fingerspitzen über sein nasses Shirt.
Das hatte sie ja prima hinbekommen. Jetzt hatte sie durch ihre Heulerei seinen Schlafanzug durchgeweicht...
Sie seufzte leise. Die Hand, die auf ihrem Rücken hoch und runter strich war wirklich beruhigend, auch wenn sie gestehen musste, dass da noch was anderes war, dass es in ihr auslöste.
Sie setzte sich gerade auf der Fensterbank hin und ließ die Beine herunter.
Daves Blick, mit dem er sie gerade ansah, war seltsam. Was er wohl gerade dachte?

"Tut mir leid, dass ich dein Shirt vollgeheult habe...", sagte sie leise und wich seinem Blick aus.
Irgendwie war das etwas unheimlich.

"Ich hab ...", begann sie und stockte, weil sie sich auf die Lippe biss, um nicht wieder loszuheulen.
Sie atmete tief durch.
"Wegen mir...ist einer der neuen Schüler schwer verletzt"

Erst jetzt sah sie wieder hoch.

Davin Sartre Offline

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Beiträge: 490

05.06.2006 15:45
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Er lächelte nur leicht und nickte.

"Kein Thema, wirklich. Dazu hat man schließlich Freunde. Und du darfst mein T-shirt nassheulen wann immer du willst. Auch wenn ich hoffe, dass das eher selten vorkommt."

Er schmunzelte leicht, dann wurde er ernst. Er runzelte leicht die Stirn.

"Wie meinst du das? Was ist denn passiert?"

Ashley Diamond Offline

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Beiträge: 900

05.06.2006 15:57
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
"Ich...das ist eine ziemlich lange Geschichte", sie zwang sich seinem Blick nicht wieder auszuweichen, auch wenn wieder Tränen in ihren Augen standen.
Sie blinzelte sie weg.

"Heute morgen...hatte ich einen Unfall mit meiner Mutation", vielleicht war es einfach besser, wenn sie alles erzählte. Dann war es raus und dann musste er entscheiden, was er nun tat.

"Ich habe mit Belle am See mich unterhalten und dann war da dieser neue Junge. Ein Junge mit weißen Schwingen, er selbst auch ganz in weiß. Ich war neugierig und habe mich in meine Falkengestalt verwandelt. Ich bin zu ihm hingeflogen, während auch er in der Luft war und da hab ich ihn wohl errschreckt. Jedenfalls ist er im Sturzflug nach unten und da hat sich Belle errschreckt und ihn mit ihrer Schattenfähigkeit aus der Luft geholt. Ich hab mich so errschreckt, dass ich die Kontrolle über meine Mutation verloren habe, als ich mich zurückverwandeln wollte...", sie machte eine Pause und zögerte.

"Ich habe noch eine Zwischenform, eine Gestalt zwischen Mensch und Falke, eine Mischung aus beidem. Natürlich habe ich mich errschreckt, ich wusste ja nicht, was es damit auf sich hatte und dieser Junge hat mich mit Belle zusammen beruhigt. Heute mittag habe ich ihn beim Mittagessen getroffen und wollte mich bei ihm bedanken."

Was für ein Redefluss...aber es tat gut, einfach nur Sätze aneinander zu reihen und so die wirren Gedanken etwas beiseite zu schieben, vielleicht sogar mit diesen Worten abzuwimmeln.

"Jedenfalls hat er mich natürlich nicht erkannt, weil ich mich wieder zurückverwandelt hatte und dann sind wir irgendwie auf das Thema zu sprechen gekommen, dass ich meine Mutation ja verstecken könnte, aber bei ihm sie die ganze Zeit über sichtbar ist. Er hat sich darüber ziemlich aufgeregt, denn ich hab gesagt, dass ich seine Schwingen schön finde, aber er hat es wohl so verstanden, dass er ....ach ich weiß es nicht...", sie verkrampfte die Hände in einander.

"Er ist aus dem Speisesaal in die Küche gestürmt und hat sein Geschirr wohl irgendwie zerbrochen und sich daran geschnitten. Ich bin hinterher und dann war da noch Ele. Wir haben versucht ihn zu beruhigen, aber er ist völlig ausgerastet und ist aus der Küche gestürmt. Ich konnte Ele gerade so vor seinen Flügelschlägen schützen, indem ich mich wieder in die Zwischenform verwandelt hab."

Das sie stattdessen alles abbekommen hatte, verschwieg sie an dieser Stelle.

"Und....eben...", sie biss sich auf die Lippe und wandte den Blick ab. "Eben...habe ich Ele gesehen, wie sie den Jungen hereingeschleppt hat. Er war völlig reglos und blutüberströmt.Er muss sich irgendwas angetan haben, als er wegen mir aus dem Institut geflohen ist. Verstehst du...es...es ist alles meine Schuld...was ist...wenn er stirbt?"

Ihre Stimme war immer leiser geworden, bis sie schließlich kaum noch zu verstehen war.

Davin Sartre Offline

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05.06.2006 16:05
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Dave hörte ihr einfach nur zu. Hin und wieder, wenn sie die Nerven zu verlieren schien, drückte er sie ganz leicht, doch sonst machte er nichts. Als sie schließlich zu Ende gesprochen hatte, sah er sie einen Moment einfach nur an, bevor er den Blick eine Weile senkte und nachdachte. Was sollte er dazu sagen? Natürlich war es nicht ihre Schuld, aber soetwas zählte nicht. Es war irrational, doch jeder würde sich bei soetwas Vorwürfe machen.

"Ich bin jedenfalls froh, dass dir weiter nichts passiert ist," meinte er sanft und lächelte leicht. "Ich hatte auch schon... Unfälle, sowas kommt vor. Zum Glück sind die Leute hier ja sehr hilfsbereit."

Er schwieg wieder einen Augenblick, dann legte er Zeige- und Mittelfinger an Ashs Kinn und hob es leicht an, sodass sie ihn ansehen musste.

"Hör mal, du darfst dir deswegen nicht den Kopf zerbrechen. Ich weiß, dass du dir furchtbar Sorgen machst, aber dafür kannst du wirklich nichts."

Sein Daumen strich leicht über ihre Wange, und er versuchte zu inorieren, wie gut sich das anfühlte. Darum ging es doch jetzt nicht.

"Du konntest ja nicht wissen, dass er so überreagiert. Bitte... mach dir keine so schlimmen Vorwürfe. Ich bin mir sicher, Doktor Grey kümmert sich um ihn."

Davin Sartre Offline

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Beiträge: 490

05.06.2006 16:18
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Dave seufzte leicht.

"Ich weiß nicht. Aber so darfst du nicht denken, das macht dich nur fertig."

Er sezte sich neben sie und zog sie wieder ein wenig zu sich, sodass sie den Kopf an seine Schulter legen konnte, wenn sie wollte. Er fuhr mit einer Hand durch ihr Haar, wickelte die dunklen Strähnen gedankenverloren um seine Finger. Warum konnten sie nicht mal alleine sein, wenn es ihnen beiden super ging? Er wollte nicht, dass ihr erster Kuss womöglich unter solch komischen Bedingungen zustande kam.

"Willst du vielleicht ein Weilchen mit zu mir hoch kommen? Ich könnte uns unten ne heiße Schokolade holen, und dann... naja, wir könnten es uns einfach ein bisschen gemütlicher machen als hier."

Und das meinte er wirklich ohne Hintergedanken.

Ashley Diamond Offline

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Beiträge: 900

05.06.2006 16:30
[19.12.] Nachts auf der Fensterbank Antworten
Sie lehnte tatsächlich den Kopf an seine Schulter, weil es guttat bei jemandem zu sein, der ihr Trost spendete und aus dem einfachen Grund, weil es kalt war.
Das, was er sagte, war durchaus einleuchtend, aber es machte das Gedanken - und Gefühlschaos in ihrem Innern nicht besser, auch wenn er durch seine Anwesenheit und das was er sagte, das Chaos etwas in den Hintergrund drängte.

"Heiße Schokolade", murmelte sie. Das war eigentlich der Grund gewesen,warum sie überhaupt nach unten gewollt hatte.

"Ja, die Idee ist vielleicht gar nicht so schlecht."

Mitten in der Nacht auf das Zimmer eines Jungen zu gehen und dann auch noch auf das von Dave, der Gedanke kam ihr im Moment glücklicherweise nicht und so war sie gar nicht in der Lage ihm irgendetwas zu unterstellen.

[tbc Daves Zimmer]

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