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Vollständiger Name: Levander O'Daye
Spitzname: Van, Vander, O'Daye
Codename: -
Mutation: Sanation ("heilende Hände"), inversive Sanation (wenn er wütend ist, kann er auch Krankheiten oder Verletzungen zufügen, erst mit einem höheren Grad der Beherrschung kann er auch andere als schon einmal im Körper vorhandene Erkrankungen verursachen), beides noch nicht kontrolliert, eher zufällig
Alter: 21
Geburtstag: 24.11.1984
Geburtsort: Georgia, Indiana, USA
Beruf: Schüler
Aussehen: sportlich, 1.85m
Haarfarbe: schwarz
Augenfarbe: dunkelbraun
Besondere Kennzeichen: wechselnde Kopfbedeckung in Form von Frisuren und Hüten
Charakter: stiller Beobachter, äußert sich nur wenn er gefragt wird , Kummerkasten
Vorlieben: Musik (Soul, Jazz, Blues, Gospel), Medizin (er liest viel darüber)
Abneigungen: Lügen, Missbrauch, Gewalt
Hobbies: Musik (spielt Gitarre, Klavier, Saxophon)
Freunde: Leeroy Jackson, 22, wohnt in der Nachbarschaft, Amelia Gordon, 19, Fast-Freundin, Bryce Marshall, 19, ehem. Zellengenosse, sitzt derzeit im Jugendgefängnis
Familie: Vater Sean O'Daye, 47, Stahlarbeiter, Mutter Zarah O'Daye, 45, Hausfrau und Teilzeitkraft im Supermarkt, Bruder Jesah, 23, Stahlarbeiter, Schwester Naomi, 16, Schülerin, Bruder Tyrese, 14, Schüler, Schwester Zoe, 5, Vorschülerin
Geschichte:
Der Anwalt mit den ergrauten Schläfen schüttelte den Kopf. "Du kannst dich da nicht rausreden, Junge. Nun gesteh schon. Dann können wir noch mit Strafmilderung rechnen." redete er eindringlich auf den knapp 16jährigen ein.
Niemand hatte das erwartet. Der Junge war ein guter Schüler, er war noch nie negativ aufgefallen. Er hatte nie viele Freunde, war eher still und meist für sich. Seine Eltern waren gute Bürger der Gemeinde, gläubige Zeugen Jehovas. Die 6köpfige Familie fand sich jeden Sonntag in der Kirche zum Gottesdienst ein, wo ihre Söhne im Jungenchor Loblieder auf den Herrn sangen. Nun aber saß einer der 3 Söhne im Jugendgefängnis.
Dabei hatte er nur helfen wollen.
[I]"...schneller, na los...packs in ne Papiertüte...komm schon komm schon komm schon...", trieb der Jugendliche den Tankwart an, "...wirds bald!" Der untersetzte Tankwart befolgte zitternd die Anweisungen des etwa 20jährigen Farbigen. Es war wahrscheinlich noch nicht einmal Absicht, dass sich der Schuss löste, als der Räuber seine Beute in Empfang nahm. "Scheiße!", rief er aus und rannte sich nach allen Seiten umschauend weg. Levander dachte nicht lange nach. Er lief zu der Tankstelle hinüber, wo der Tankwart blutüberströmt am Boden lag und schon nur noch flach atmete. Mit zitternden Händen knautschte Levander sein Sweatshirt zusammen und stopfte es dem Mann unter den Kopf. Der wurde plötzlich ganz ruhig. Levander fühlte sich leicht, seine Hände schienen zu leuchten, als sie den Kopf des Mannes berührten. Der riß die Augen auf und starrte den Jungen angsterfüllt an. Dann holte er tief Luft und setzte sich ruckhaft auf. Wo vorher ein hässliches Loch in seiner Bauchdecke gewesen war, zeugten nur noch das zerrissene Hemd und die Blutflecken darauf davon, dass er angeschossen worden war. [/I]
Er richtete den Blick starr auf die Tischplatte vor sich. "Ich wollte helfen, ich habe nichts mit dem Überfall zu tun." Seine Stimme klang resigniert, er hatte das schon so oft wiederholt.
"Levander“, raunte der Anwalt, der sich nun ihm gegenüber auf dem Stuhl niederließ und sehr nah heran kam. "Sie wissen, dass du irgendwas mit diesem Mann gemacht hast. Sie wissen, dass du ein Mutant bist. Wenn du dich reuig zeigst, dann müssen sie das strafmildernd berücksichtigen. Es ist unerheblich, ob du es getan hast. Du warst da. Und du bist ein Mutant. Nichts anderes zählt. Ich weiß, dass du unschuldig bist, Junge."
Überrascht sah er auf. "Woher...?"
"Haarproben, Speichelproben...sie haben deine DNA gespeichert da fallen Anomalien schon mal auf", erwiderte der Anwalt leichthin. "Tu einfach, was ich dir sage. Glaub mir, alles andere verschlechtert deine Situation nur." Als der Anwalt ihm ein aufmunterndes Lächeln schenkte.
Er schluckte. Der Anwalt hatte Recht. Er wurde auf 3 1/2 Jahre verurteilt.
So wanderte er für die folgenden 5 Jahre ins Jugendgefängnis. Dank falscher Beschuldigungen der Wärter wurde seine Strafe um insgesamt 18 Monate verlängert. Zu seinem Glück wurde er nie in direkten Zusammenhang mit kleineren Vorfällen gebracht, wo Mitinsassen plötzlich krank wurden oder Verletzungen trugen, deren Ursprung nicht bekannt war. Erst nach einer ganzen Weile begriff er selbst, dass er den anderen das antun konnte und es in Augenblicken der Wut getan hat.
Seine Familie war zunächst schockiert darüber, als sie von Levanders Fähigkeiten erfuhren. Letztlich aber musste es Gottes Wille gewesen sein, seine ganz persönliche Prüfung für ihren Sohn. Schließlich war es ja nicht so, dass er nur schlechtes damit tun konnte. Im Gegensatz zu seiner Familie aber wandte sich Levander von Gott ab. Welcher Gott konnte zulassen, was mit ihm und seinesgleichen geschah? Als wenn es nicht genügte, dass es noch immer nicht leicht war, als Schwarzer in die Gesellschaft integriert zu werden. Vor allem wenn man gezwungen war in gewissen Kreisen zu verkehren. Er kam zu dem Schluss, dass es keine höheren Mächte in irgendeiner Form geben konnte.
Nach seiner Entlassung wurden ihm sehr straffe Bewährungsauflagen gestellt. Sein Anwalt versuchte, die Situation für Levander nicht zu ungünstig werden zu lassen. Er hatte ihm wenige Monate vor seiner Entlassung über eine Schule erzählt. Xavier's School for gifted Youngsters. Es war dem Leiter der Schule, einem gewissen Prof. Xavier, zu verdanken, daß er nun auf dem Weg nach Schottland war. Dessen Einfluss reichte weit genug, um Levander in ein Resozialisierungsprogramm aufzunehmen. Zumindest wurde es dem Gericht als solches verkauft. Er sollte im Ausland auf ein Internat gehen, wo man sich darauf spezialisiert hatte, junge Mutanten mit krimineller Vergangenheit auf den rechten Weg zurück zu bringen. Die Bildungsmöglichkeiten, die man ihm im Gefängnis einräumte, waren mehr als dürftig gewesen. Offenbar grenzte man ihn bewusst aus. Aber nicht nur Bildung war ihm im Gefängnis vorbehalten. Eine Beziehung hatte er auch nie gehabt. Wie man ein Mädchen küsst, das wusste er, alles andere war nur Theorie. Besonders aber fieberte er der Möglichkeit entgegen, seine Kraft beherrschen zu können.
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