Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Der Unterricht für heute war zu Ende und noch dazu bald Ferien, und was machte Corban? Er ging in die Bibliothek.
Aber nicht, weil er so ein Streber war, sondern aus rein privaten Gründen.
Wo war hier nochmal die psychologische Abteilung?
Die gelesenen Buchtitel leicht vor sich hinmurmelnd, ging er durch die Gänge. Das schwarze T-Shirt mit dem blauen "Strapping Young Lad" Aufdruck auf der Vorderseite hing natürlich über der Jeans, und den dunkelblauen Rucksack, gefüllt mit Schulbüchern, hatte er auch noch über der linken Schulter hängen.
Da würde sicher noch ein das ein oder andere Buch Platz finden, falls er hier denn endlich mal etwas finden würde, das ihm weiterhilft.
Mika war nach dem Unterricht nach oben gegangen, um ihre Schulsachen auf dem Bodfen vor ihrem Bett abzulegen. Dann machte sie sich daran, die unterschiedlichen Bücher aus der Bibliothek einzusammeln, welche sie ausgelesen hatte. Ein Buch von Simone de Beauvoir, "Praktische Ethik" von Peter Singer, ein Bildband über Neuseeland und eine Biografie Sigmund Freuds trug sie auf den Armen, als sie kurz darauf die Tür zur Bibliothek aufschub und die einzelnen Bücher wieder auf die jeweiligen Bercieh aufteilte.
Für die psychologie-Bücher musste sie die Treppe hinunter ins Erdgeschoss gehen und blieb am treppenabsatz stehen, als sie Corban bemerkte.
"hey lad, suchst du was bestimmtes?"
Ihre Begrüßung bezog sich auf das Shirt, und sie grinste. Eigentlich hättte man auch die Bibliothek ihrer Meinung nach zum Aufenthaltsraum machen können, denn die an den Fenstern stehenden Ohrensessel verführten dazu, manche Bücher gleich hier zu beginnen.
Corban war so mit Suchen beschäftigt, dass er Mikas rumwuseln im Obergeschoss überhaupt nicht mitbekommen hatte. Als sie ihn dann plötzlich begrüßte fuhr er doch etwas überrascht herum.
Bei ihrer Begrüßung musste er aber sofort grinsen, da er gleich verstand worauf sie anspielte.
"Hey, lass" erwiderte er mit einem zwinkern.
"Ich such tatsächlich was. Vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen."
Er ließ den Kopf noch einmal über die Regale schweifen, dann schaute er sie wieder an.
"Hast du ne Ahnung wo hier die Psychologiebücher stehen? Ich such was über Meditation und vermute mal, dass das da steht."
Er hob fast schon resignierend die Schultern.
"Vielleicht stehts aber auch ganz woanders, ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung."
Mika ging einige Schritte auf Corban zu und zeigte dann auf eines der regale, die sich etwas in der Zimmercke versteckten.
"Dort stehen die Bücher zu dem Thema, aber ob Meditation dabei ist, weiß ich nicht. Darf ich fragen, was du damit anfangen magst?"
Ein breites Grinsen zeigte sich auf ihrem Gesicht, immerhin zeigte sich in ihren Gedanken eines im Yoga-sitz sitzenden Corban, der dabei war, seine innere Ruhe zu finden.
Sie wusste ja gar nicht wie nahe sie da am Kern der Sache war.
Dieses Bild ging ihm schon seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf, deswegen hatte es auch so lange gedauert, bis er mal den Weg in die Bibliothek gewagt hatte.
Ihm war immer noch komisch, wenn er nur daran dachte.
Irgendetwas musste er allerdings tun.
Mikas Grinsen entging ihm knapp, als er ihrem Finger mit dem Kopf folgte.
War auch besser so, sonst würde er sich in dieser Situation nur noch unwohler fühlen.
"Versteckt, war ja klar, da kann ich lange suchen." Das war Corbans Art solche Situationen für sich selbst etwas aufzulockern ohne dass es sein Gegenüber unbedingt bemerkte.
"Was ich damit anfangen will? Hmm...äh...ja.."
Er überbrückte den Abstand zwischen sich und dem Regal mit 4 Schritten und blieb dann davor stehen, bevor er wieder zu Mika schaute.
"Nun ja, ich mache zwar mit Tara ein paar Übungen was Konzentration und Fokus angeht, aber ich muss noch irgendeine Methode finden, um mich selbst zu beruhigen, damit ich Ausbrüche meiner Mutation vielleicht etwas besser unter Kontrolle kriege. Bisher lief es zwar einigermaßen gut seit ich hier im Institut bin, aber ich habe Angst, dass es ungewollt ausbricht und ich z.B. dir dabei weh tue."
Soviele Sätze an einem Stück, aber jetzt war es raus. War ja eigentlich ein alltägliches Problem hier an der Schule, aber er hatte es schon viel zu lange vor sich hergeschoben. Auch in den Mutationstrainings hatte er sich noch nie richtig getraut seine Kräfte auch nur annähernd einzusetzen, der Effekt war einfach zu großflächig wenn er ihn nicht unter Kontrolle hatte, und bisher hatte er noch niemanden hier an der Schule kennengelernt, der mit ihm richtig trainieren könnte, ohne dass die Gefahr bestand, dass er ihm weh tat. Lag aber womöglich auch an seinem Unwissen über die Mutationen der Lehrerschaft.
Auf jeden Fall musste er etwas unternehmen, und dafür war er hier.
Das Ganze auch einmal auszusprechen war auch nicht das Schlechteste gewesen, wie er nun merkte. Und bei Mika war er sich sicher, dass er ihr vertrauen konnte.
Mika folgte Corban zu dem entsprechenden Regal udn schob die Biographie Sigmund Freuds wieder zwischen die anderen Bücher. Dann blickte sie den jungen Mann an, während er sprach. Sie kannte das Problem mit einer gefährlichen Mutation ausgestattet zu sein, aber so etwas wie Meditation hätte bei einem Charakter wie ihr sicher keine Wirkung gezeigt. Was hatte Corban noch einmal für eine Mutation?
"ich kann dich verstehen, glaub mir, immerhin brannte bei mir auch im wahrsten Sinne des Wortes die Luft, wenn ich in extreme Situationen oder ähnliches gekommen bin."
Sie grinste kurz, aber humorlos. Wirklich amüsant war es selten, wenn plötzlich Dinge in Flammen aufgingen.
"Was genau kannst du denn? ich meine, ich habe Brooke zum üben, und ich meine, es wird sich sicher jemand finden, bei dem auch du dir keine Sorgen machen brauchst, dass ihm etwas passiert."
Es überraschrt sie leicht, dass Corban, trotzdem er einer der ältesten hier war, noch so ein Problem damit hatte.Aber wahrscheinlich hatten die älteren hier auch mehr zeit gehabt, ihre Fähigkeiten zu verdrängen.
Corban musste grinsen bei Mikas erstem Satz, das konnte er sich sehr gut vorstellen. Er ließ es aber auch genauso schnell wieder fallen wie es gekommen war, da er ihr ansah, dass es wohl einige eher nicht so schöne Situationen gewesen sein mussten.
"Nun, was kann ich...naja...meine Zellen können Schallwellen erzeugen. Wohl in jedem Frequenzbereich, so wie es aussieht, wobei ich bisher eher Bekanntschaft mit dem Unteren gemacht habe. Das Problem dabei ist, dass man gerade diese Bereiche mit dem menschlichen Ohr nicht wahrnimmt, und ich ziemlich lange gebraucht hab, um zu kapieren, dass ich Schuld war, wenn im ganzen Haus die Hunde und Katzen verrückt spielten. Mittlerweile merke ich zumindest, wenn ich meine Mutation einsetze und hab es auch einigermaßen unter Kontrolle, so dass sie nicht einfach so auftritt, zumindest nicht in normalen Situationen."
Er redete schon wieder wie ein Wasserfall. Was war das nur, dass er immer in ihrer Nähe zu wahren Monologen verleitet wurde. Aber er war ja noch nicht fertig, der Kern der Sache kam ja noch.
Mit der linken Hand rieb er sich kurz über den Nacken und sprach weiter.
"Die Sache ist die, dass bestimmte Frequenzbereiche für den Menschen sehr schädlich sind, bis hin zu Organversagen. Wobei sie auch in den nicht schädlichen Bereichen schon vor Angst vor mir wegrennen."
Er sah schon fast mitleiderregend aus, wie er so da stand, aber dennoch war sein Blick fest und ließ erkennen, dass er sich davon nicht unterkriegen lassen würde.
"Nun ja, wie du siehst macht es mir das schon etwas schwierig den richtigen Trainingspartner zu finden, der nicht gleich wegrennt."
Und da war es wieder, das typische Grinsen.
zelluläre Sonogenese? Mika hatte davon gelesen, dass einige Mutanten Schallwellen erzeugen konnte, aber dass geschah in den meisten fällen über die Stimmbänder und nicht über die Zellen.
"hieße das nicht, wenn es eine schädliche Wirkung haben kann, dass es auch eine positive Seite hast? dass du, wenn du kontrollieren könntest, welche Frequenzen erzeugt werden, du auch z.B wie eine Hundepfeife funktionierst?"
Sie lachte bei ihrem selbstgewählten Vergleich auf. es war vielleicht nicht gerade passend, aber für sie immerhin vorstellbar. Außeredm fand sie es wichtig, dass Corban wenigstens einen teil seiner Scheu vor den eigenen Fähigkeiten verlor.
"Okay, ich lass das mit den dummen Bemerkungen. Ehrlich gesagt, fällt mir auch niemand ein, der dir helfen könnte, und über einen schalldichten Raum hier im Institut ist mir auch nichts bekannt.kein Wunder, dass du versuchst, deine innere Ruhe zu finedn, wenn du keine Möglichkeit hast, mit deinen Fähigkeiten umzugehen zu lernen."
Die Rothaarige strich sich eine lose Locke aus dem gesicht und besah sich dann die Bücherrücken in der Psychologieabteilung. Nach nur wenigen Augenblicken zog sie eines heraus und hielt es Corban hin.
"hier, das ist über verschiedene Wege, Ruhe und Kraft in sich selbst zu finden.Und wenn dir der Versuch allein zu doof vorkommt, stelle ich mich als Assistentin zu verfügen...obwohl ich glaube ich so etwas wie einen inneren Ruhepunkt garnicht besitze."
Erneut grinste sie. Es gefiel ihr, dass der sonst eher ruhige junge Mann mal aus sich heraus kam.Auch wenn er von der Art her viel ausgeglichener als das Feuermädchen war, fühlte sie sich wohl in seiner gegenwart, als würde etwas von seiner Ruhe auf sie abfärben.
Corban musste einfach in ihr Lachen mit einstimmen.
Wenn das Thema für ihn auch noch so ernst war, für diesen Lacher war er ihr dankbar.
"Hundepfeife..hmm...ich denke schon. Wenn ich sie verjagen kann, kann ich sie mir Sicherheit auch rufen." Er schüttelte immer noch grinsend den Kopf.
"Auf was du für Ideen kommst."
"Die Idee mit dem schalldichten Raum ist gar nicht so schlecht, wenn der dann auch noch eine Schallfrequenzanzeige hätte, wär es der perfekte Übungsraum für mich! Aber ich hatte mir sowieso vorgenommen, mal in der Mutations-AG mit Padraig darüber zu sprechen."
Kaum hatte er den Satz beendet, hielt Mika ihm auch schon ein Buch vor die Nase.
"Klingt mal genau nach dem was ich suche." gefolgt von einem Nicken.
"Aber ich glaub, ich werds mir erstmal durchlesen, bevor ich da was versuche und mich zum Affen mache." Nun musste er ganz breit grinsen, was wohl an seinem nächsten Gedankengang lag.
"Dein Angebot nehm ich aber gerne an, schließlich ist es bestimmt nicht verkehrt, wenn man ein Beispiel wie man es nicht machen sollte, direkt dabei hat."
Er streckte ihr kurz die Zunge raus und steckte das Buch in den Rucksack, der mit einigen Aufnähern verschiedener Bands verziehrt war.
"Vielleicht sollte ich mir noch ein anderes mitnehmen, damit ich mir das nicht ganz so peinliche raussuchen kann."
Mit einem Grinsen suchte er das Regal nach einem ähnlichen Buch ab.
hey, was hieß hier, wie er es nicht machen sollte! Sie schnaufte kurz und und verschränkte die Arme vor der Brust.
"wie fies, ich biete meine Hilfe an und du siehst mich nur als negatives Beispiel...dabei siehst du dann bestimmt genauso schlimm aus."
Grinsend schüttetlte sie den Kopf, so dass ihre Locken flogen. Er suchte nach einem Buch, welches vielleicht weniger peinliche Übungen bereithielt? Warum schaute er dann nicht in der Sportabteilung nach Yoga-Büchern?
"Glaub mir, ich glaube zu diesem thema findet man kein geeignetes Buch, außer du versuchst es mit den fernöstlichen Kampfsportarten, die ja auch auf Körper- und Geisteskontrolle aufbauen..."
Corban grinste nur breit übers ganze Gesicht, als Mika beleidigt tat.
Er konnte sich schon ziemlich genau vorstellen WAS da in ihrem Kopf vorging, er bei den haarsträubendsten Verrenkungen oder im Yogasitz und Ommm-Laute von sich gegebend.
Oh man, das würde Überwindung kosten.
Nickend stimmte er ihr zu.
"Ja, ich weiß, deshalb trainiere ich das mit Tara ja regelmäßig. Allerdings ist sie der Meinung, und ich hab gemerkt dass sie damit recht hat, dass mich das Kampfsporttraining nicht meine innere Ruhe finden lassen wird, sondern ich die erst selbst finden muss. Und die Suche hat mich jetzt hierher geführt."
Grinsend sah er sie an.
"Ich werd mir das Buch dann heute Abend zum einschlafen mal vornehmen, vielleicht hilfts schonmal dabei. Und, was machst du jetzt noch mit dem angebrochenen Nachmittag?"
Mika zuckte zu der letzten Frage nur die Schultern. Sie hatte vor gehabt, den hergebrachten Stapel Bücher gegen einen neuen einzutauschen und später vielleicht nochmal in die Turnhalle zu gehen.Andererseits wäre es für den Rotschopf vielleicht auch nicht schlecht, seine sozialen Kontakte zu festigen.
"ich weiß noch nicht wirklich, was ich jetzt mach, ob ich mich in meinen Büchern vergrabe, trainieren gehe....oder meine Zeit mit nem jungen Mann verbringe, der eigentlich Meditationsübungen nötig hätte..."
Sie zwinkerte lächelnd.Somit lag die Entscheidung bei Corban, ob er Lust hatte, etwas mit ihr zu machen oder nicht.
Soziale Kontakte festigen, das klang gut, davon konnte sich Corban sicher auch noch ne Scheibe abschneiden.
Er grinste zurück und dachte dann kurz nach.
"Wie wäre es, wenn du mit dem jungen Mann, der eigentlich Meditationsübungen nötig hätte, trainierst? Der junge Mann würde dich zwar zuerst fragen, was du überhaupt trainieren willst, aber so allgemein wäre er nicht abgeneigt."
Unternehmungen außerhalb des Instituts unterlagen ja nach Dinands Tod immer noch der Abmeldepflicht, was ja eigentlich kein Problem war, da die Beiden ja alt genug waren, aber es war doch eine kleine Hürde in Corbans Kopf.
Mika grinste schelmisch. Anscheinend war sie nicht die einzige, die mehr Kontakt zu den anderen Schülern nötig hatte. Und wenn Corbans moralische Ansichten nicht so weit gingen, dass man sich nicht mit Mädchen prügeln dürfe, wäre es sicher amüsant, mal einen Trainingspartner zu haben.Obwohl es als erstes date natürlich noch viel amüsanter klang.
"Naja, entweder du zeigst mir, was Tara dir beigebracht hast, oder wie werfen das mit der Meditation und der Suche nach innerer Ruhe komplett über den Haufen und machen Verteidigungstraining , damit es sich wenigstens mal lohnt, sich auszupowern."
Corban tat kurz so, als würde er darüber wirklich nachdenken, aber man sah ihm an, dass er keine ernsthafte Entscheidung fällen musste.
"Dann wär ich doch für das Verteidigungstraining. Innere Ruhe kann ich auch heute Abend noch suchen."
Er zwinkerte kurz grinsend.
"Gut, wie soll denn das Verteidigungstraining aussehen? Ich werf Schneebälle nach dir und seif dich ein, und du versuchst dich zu verteidigen?"
Wenn da nicht seine Ohren wären, würde sein Grinsen glatt um den ganzen Kopf gehen.