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Dieses Thema hat 7 Antworten
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 Dachgeschoss
Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

08.08.2006 22:21
Zimmer von Scott und Jean Antworten
Worte vom fernen Schnee
Bittersüße Erinnerungen
Der Duft von Tannenzweigen
Am Mistelzweig trifft sich die Wärme

Das Rascheln von Papier tönte aus der Kiste, in die sie die gesammelten Briefe ihrer Schützlinge gelegt hatte. Grußkarten, Kleinigkeiten und viele liebe Worte zwischen Papier zusammengefaltet und in verzierte Umschläge gesteckt.

Sie saß vor der Kiste und löste die Schnur von einem der Bündel und begann damit jeden Brief einzeln lange anzusehen, bevor sie mit dem vertrauten Brennen in den Augen einen öffnete und den Inhalt auf ihren Schoß fallen ließ.

Diesmal war es einfach ein blass blaues Gebilde aus Seidenband, welches der Absender gewissenhaft zu einer Schleife gebunden hatte. Eines der Mädchen hatte ihr diesen Knoten geschickt und erklärte, dass in diesem Knoten alle guten Wünsche für das Baby versiegelt wurden und wenn sie es zum Beispiel an seinem Kinderbettchen befestigen würde, würden diese Wünsche Einfluss auf das Kind nehmen.

Jean schmunzelte, es war diese Mischung aus einem Lächeln, welches durch die aufkommenden Gefühle einen wehmütigen Touch bekam. Sie waren so weit weg und doch dachten alle an das Team in Schottland. Die Entfernung wirkte lächerlich, so sehr bemühten sich alle um Kontakt und regelmäßige Briefe.

Manche der Kids waren zu Emails übergegangen, aber es gab immer noch einige, die sich einen Spaß daraus machten, Briefe zu schreiben und diese mit kleinen Dingen zu bereichern. Etwas, dass man mit Emails nur schwerlich machen konnte. Auf jeden Fall war es eine aufheiternde Sache, neben all den Lernfortschrittsberichten, Unterrichtsvorschlägen und dem Trainingsplan, den sie regelmäßig von Xavier bekam, damit sie nicht gänzlich ohne seinen anstrengenden Unterricht sein musste.

Sie schob den Brief zurück in seinem Umschlag und nahm sich den nächsten.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

21.08.2006 19:46
Zimmer von Scott und Jean Antworten
Er hatte schon eine Weile an der Tür gelehnt. Eigentlich war er sich recht sicher gewesen, dass sie ihn gehört hatte - in welcher Form auch immer. Sein Blick war auf die Kiste gerichtet gewesen, ehe er ihr Profil gemustert hatte. Hatte sie immer noch Heimweh nach New York? Nein, Heimweh war wohl das falsche Wort - oder es war nicht ganz zutreffend. Die Verbundenheit mit New York war immer noch da. Mit New York, dem Institut und Xavier.

Seine Mailbox wurde wohl weit weniger gesprengt als Jeans, aber auch er bekam hin und wieder e-mails, die er beantwortete. Zumeist handelte es sich dabei um Fragen, die das Team oder zum Teil sogar Schüler an ihn stellten. Sogar Xavier schrieb ihm manchmal und Scott wusste nicht, ob er sich damit einen Spaß machte oder seine Fähigkeiten im Internet unter Beweis stellen wollte.

Schließlich stieß er sich von der Tür ab und setzte sich neben Jean. "Wow... ist das nur die Weihnachtspost? Ich hab viel weniger bekommen als du. Ich glaube, ich muss einen Beschwerdebrief schreiben. Diese Post von heute - sie verliert ständig meine Briefe." Aber dass er sie gesucht hatte, hatte eigentlich einen anderen Grund. Sobald alles vorbei war - mit Genethics - hatte er auf jeden Fall vor, auch einmal Urlaub zu machen. Immerhin waren immer noch Weihnachtsferien, oder? Dabei wollte er nicht unbedingt nach New York, weil dies gewiss kein Urlaub werden würde, aber genau darum wollte er mit Jean reden.

"Nenn' mir ein nettes Urlaubsziel."

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

22.08.2006 15:08
Zimmer von Scott und Jean Antworten
Ihre Augen wanderten weiter über die handgeschriebenen Zeilen, auch als Scott sich neben sie setzte. Mehr noch als den eigentlichen Sinn der Worte, spürte sie die Emotionen, mit denen der Brief geschrieben worden war und welche wie ein flüchtiges Parfum das ganze Papier durchtränkt hatten.

„Ägypten“, meinte sie ruhig und blätterte durch die mitgeschickten Fotos. „Wir sollten dort mal etwas mehr Zeit verbringen, als es benötigt aus dem Jet zu steigen, ein Kind in den Straßen von Kairo aufzuspüren, einzupacken und wieder zurück zu fliegen.“

Ein Foto von einer Familie erregte ihre Aufmerksamkeit und sie betrachtete es nachdenklich. Jean sah von dem Bild zu Scott und lächelte etwas. „Du möchtest Urlaub machen?“ Sich an ihn lehnend dachte sie über die Möglichkeit nach, wieder einmal auf eigene Faust eine Expedition zu machen. Nicht aber, um jemandem in Not zu helfen, sondern etwas von der Welt dort draußen zu sehen. Etwas, wovon man seinen Kindern erzählen konnte.

„Aber du kennst unser Glück mit Urlauben, Scott.“

Scott Summers Offline

Besucher

Beiträge: 1.652

25.08.2006 14:27
Zimmer von Scott und Jean Antworten
Wer durchtränkte denn bitteschön sein Briefpapier heutzutage noch mit Parfum?? Und seit wann war Jean zu einer Empathin geworden, wenn sie wissen wollte, welche Emotionen die Schreiber gehabt hatten? Wahrscheinlich ahnte sie es nur, weil sie von ihren Emotionen ausging, wenn sie die Briefe in der Hand hielt. Zwischen den Zeilen zu lesen, war manchmal ja wichtiger als die eigentlichen Worte zu ergründen... allerdings auch missverständlicher.

Ägypten? Scott musste leicht grinsen, weil auch ihm sofort Ororo in den Sinn kam. Es hatte Jean dort also gefallen... obwohl sie nicht gerade in den Vierteln gewesen waren, die man als besonders urlaubsfreundlich bezeichnen würde. Gegen den Süden hatte er allerdings nichts einzuwenden. Mit einer Handbewegung strich er Jean das rote Haar hinters Ohr und nickte.

"Sicherlich kenne ich unser Glück mit Urlauben, aber du kennst mich; ich bin niemand, der so schnell aufgibt. Und ich denke, wir können das Institut ein paar Tage allein lassen... wenn alles geregelt ist." Sein Blick fiel ebenfalls auf das Familienfoto und er nahm es ihr einen Moment aus der Hand, um es genauer zu betrachten. "Das ist Gordons Familie?"

Sie glaubte nicht wirklich, dass sie eines Tages auch so eine normale Familie sein würden, oder? Das war kaum möglich... und es war schon sehr lange her, seit Scott in so einer Familie gelebt hatte.

Jean Grey Offline

Besucher

Beiträge: 997

25.08.2006 21:45
Zimmer von Scott und Jean Antworten
Musste man diesem Herren wirklich erklären, dass jeder Mensch, sei er Mutant oder nicht, über ein gewisses Empathievermögen verfügt? Sonst wäre es irgendwie nicht möglich Mitgefühl zu entwickeln. Außerdem taten die übermäßig vorhandenen Schwangerschaftshormone wohl ihr übriges hinzu und die sonst so aufbrausende Jean Grey hatte eine Seite entwickelt, die sprichwörtlich zu nah am Wasser gebaut war. Aber das sollte niemand wagen ihr vorzuenthalten, sonst würde sie demjenigen mit eben dieser Medizin auf die Sprünge helfen. Einem Telepathen war es nämlich gestattet, den Körper dazu zu veranlassen etwaige Hormone auszuspucken, die durchaus zu unschönen Effekten führen könnten. Ganz zu schweigen von dem möglichen Blick in Jeans derzeitige Gefühlswelt, obwohl man das nicht einmal seinem Feind wünschen würde und Jean wohl auch viel zu gut erzogen worden war, um so etwas zu tun. Nur eine Vermutung, darauf gab es keine Garantie. Denn auch ein Charles Francis Xavier benutzte diese Gabe mal, um einen aufgebrachten Scott Summers mit einigen beruhigenden Hormonen von gelegentlichen Palmen zu bringen.

Ororo und wie sie damals aus Ägypten geholt wurde. Wahrlich eine Geschichte für den Weihnachtsabend oder auch nicht.

„Was denkst du, sehen wir uns diesmal die Sphinx an?“ In Jean brodelte eigentlich das Abenteuerblut, aber es dürfte nie ganz ohne Probleme gehen, wenn eine Schwangere auf Erkundungstour durch die Pyramiden will. Erst Recht nicht, wenn ein gewisser Cyclops da noch ein Wörtchen mitzureden hat.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

28.08.2006 15:18
Zimmer von Scott und Jean Antworten
"Wir werden sehen, Jean."

Er musste grinsen.
Ja, genau das war Jean. Scott machte einen Vorschlag und Jean brachte die Ideen dazu. Und wenn sie sich in eine dieser Ideen hineinsteigerte, dann wurde sie ganz enthusiastisch und ihre Wangen fingen an zu glühen und... so weiter halt. Aber natürlich durfte man sie dann nicht darauf ansprechen, sonst gabs schmerzhafte Hiebe gegen den Oberarmknochen. Und genau darum schwieg Scott jetzt auch.

Er würde schon darauf acht geben, dass sie sich nicht übernahm, darauf konnte sie sich gefasst machen - und dann gab es auch keine Widerrede. Scott gab nicht gern nach und wer wusste das besser als Jean? Aber irgendwie schafften sie es dennoch, sich stets zu arrangieren.

"Ich bin auf dem Weg in den Danger Room, aber heute Abend können wir das Internet mal nach einigen Sehenswürdigkeiten durchforsten."

Er war noch immer nicht gänzlich fit, seit er aus dem Zeitloch in den See gefallen war. Auch seine Wunde war noch nicht ganz verheilt, aber das durfte ihn nicht davon abhalten, zu Genethics zu gehen. Und es würde ihn auch nicht davon abhalten. "Wir sehen uns später, aye?" Er strich Jean noch einmal durchs Haar, ehe er sich wieder erhob. Während das Team bei Genethics war, konnten Ororo und Jean eigentlich mal darüber nachdenken, was nun mit dem Zeittor geschehen sollte... immerhin war es nur versiegelt und nicht vernichtet. Die Frage war, ob man das Tor überhaupt vernichten konnte...

Jean Grey Offline

Besucher

Beiträge: 997

28.08.2006 23:33
Zimmer von Scott und Jean Antworten
„Aye...“, aber war dies nur eine Wiederholung des ihr eigentlich so fremden Ausdruckes, oder hatte sie ihm wirklich mit ‚ja’ geantwortet? Nun, eigentlich war dieser Begriff doch aus der Seefahrt, obwohl auch Schottland diesen Ausdruck pflegte. Waren nun die ersten Piraten Schotten oder hatte es ganz andere Zusammenhänge?

Jean erwischte sich, wie sie noch Augenblicke später, nachdem Scott aus dem Zimmer gegangen war, auf die Tür starrte, bevor sie wieder zu sich kam und die Briefe in ihren Händen betrachtete.

Das Papier fühlte sich an wie immer und doch war da etwas, dass sie störte. Es entglitt ihren Händen, ähnlich wie auch die ganze Situation. Ein Netz aus Begebenheiten, Fragen und schlichten Ängsten hatte sich um sie herumgewoben und drohte sich von Augenblick zu Augenblick immer fester um sie herum zu wickeln, bis irgendjemand von ihnen keine Luft mehr bekommen würde.

Sie erhob sich und ging zum Fenster, währenddessen sammelten sich die vielen Briefe, Karten und Fotos zusammen, zogen sich in die Kiste zurück und verkrümelten sich zurück unter das Bett. Zu der Zeit hatte sie einen der Vorhänge zurück geschoben, das Fenster einen spalt breit geöffnet und hielt die Nase hinaus in die kühle Luft.

Das Team um Scott trainierte nun also im Danger Room und sie war nicht dabei. Sie fühlte sich ausgegrenzt, aber es ging wohl nicht nur ihr so. Sie wollten allein zu Genetics gehen und irgendwie ließ sie das Gefühl nicht los, dass Nathan und Isis nicht grundlos noch immer hier waren.

Someday, when we are wiser, when the world’s older and we have learned.
I pray, someday we may yet live, to live and let live.
Someday, life will be fairer…

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