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Dieses Thema hat 11 Antworten
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Dreamer Offline

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Beiträge: 101

03.09.2006 16:17
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Graue Augen, welche die unfassbare Leere in diesem Raum noch immer nicht fassen konnten, so lange sie sich auch versuchten umzusehen. Die letzten Wochen waren schwer gewesen und sie wusste immer noch nicht recht, was mit ihr geschehen war. Dorian hatte ihre wenigen Sachen gepackt und ihr versprochen, dass bald alles besser werden würde. Aber das erzählte er ihr schon sehr lange und seitdem der Mann, den er Rat nannte, sie entführt hatte, war sie sich nicht mehr ganz sicher, was das alles bedeuten sollte.

Die rothaarige Ärztin Jean hatte sich die letzten Wochen mehr und mehr in ihr Leben gedrängt, aber auch sie blieb Seana ein Geheimnis. Sie hatte so viele Dinge gesehen, erfahren und gespürt, dass sie sich nicht mehr recht hinaus traute. Furcht ging ihr durch Mark und Bein und sie fror ganz fürchterlich, so dass sie immer wieder zitterte und den Halt verlor.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

03.09.2006 16:37
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Sie stellte ihre Tasche neben dem kleinen Mädchen mit den grauen Augen ab und strich sich über den Bauch. „Wie sieht es aus, Bobby. Sind wir startklar?“ Jean wandte den Kopf zu Robert und lächelte. Ein langer Flug lag vor ihnen und es würde wohl noch anstrengender für sie werden, jetzt da sie im 7ten Monat war.

Ihr Blick lag auf dem dunkel schimmerndem Jet und sie ließ ihre Gedanken kurz schweifen, als sie Bilder aus vergangenen Einsätzen vor sich sah, nicht zu vergessen die abenteuerlichen Flugstunden mit den Anwärtern, von denen jeder den Jet im Notfall beherrschen musste. Roberts Stimme wies sie darauf hin, dass er das Gepäck schon einmal in den Jet hineintragen würde und sie wandte sich ihrerseits der kleinen Seana zu. Ihr Geist war ein einziges Fragezeichen und nach dem es anfangs so aussah, als hätte sie die Zeit bei Rat relativ gut überstanden, hatte das Mädchen mehr und mehr Albträume, die letztendlich in Angstattacken bei Tage umschlugen und Jean sich Hilfe bei Charles holen musste.

Professor X bat sie, ihm das Mädchen persönlich vorzustellen, wobei er einer reinen Umgebungsveränderung schon heilende Wirkung zusprach. Genaueres konnte er jedoch erst sagen, nachdem er das kleine Mädchen genau untersucht hatte und so hatte man sich entschlossen, Seana nach Manchester mitzunehmen.

Amerika, Manchester, so hatte Jean sich entschlossen, sollte die Umgebung sein, in der sie sich am wohlsten fühlte und Nathan zur Welt bringen wollte. Außerdem wollte sie ihre Eltern wiedersehen und die ersten Wochen auf die umfangreichen Kenntnisse ihre Mutter zurück greifen. Es war soviel nachzuholen. Der Todestag ihrer Schwester jährte sich bald, sowie der Geburtstag ihres Vaters und auch sonst, wollte sie sich eine Pause oder auch etwas Urlaub gönnen, bevor die schlaflosen Nächte auf sie zu kamen.

Ganz zu schweigen davon, dass ein Mutant zweiter Generation immer ein Abenteuer war und Jean wusste, dass Nathan so völlig anders aufwachsen würde, als die meisten, die allein in einer unruhigen Zeit zu ihren Kräften finden.

Ruhig sprach sie auf Seana ein, auch wenn das Mädchen keinerlei Anzeichen für große Aufregung zeigte, konnte sie jeden Moment wieder zu zittern anfangen. Dies geschah meist in Zusammenhang mit einer Realitätskrise, in der sie nicht wusste, ob sie nun in einer Illusion steckte oder nicht. Was auch immer Rat mit ihr anstellen wollte, er war nicht fertig geworden und man hatte sie aus einem Entwicklungszyklus gerissen, der vielleicht sogar mehr Schaden angerichtet hatte, als es Rat hätte tun können. Soweit jedoch konnte keiner denken. Was sie wussten war, dass Seanas Psyche litt und nur der erfahrenste Telepath unter den Mutanten konnte ihrem Leiden ein Ende setzten.

Es war die letzte Hoffnung.

Jean erhob sich wieder und strich sich das Haar zurück. Große Abschiedsszenen gefielen ihr ganz und gar nicht. Die Schüler waren in die Idee hineingewachsen, dass Jean in naher Zukunft Schwangerschaftsurlaub nehmen würde. Auch Robert wollte nach dem längeren Aufenthalt zurück nach Manchester, wo er als Anwärter eine sehr gute Chance hatte ins „New X-Men“ Team aufgenommen zu werden und so hatte man sich nun im Hangar versammelt, um sie zu verabschieden.

Dorian Hayward Offline

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Beiträge: 162

03.09.2006 18:19
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Dorian selbst war nicht unten im Hangar.
Er hatte sich schon auf dem Zimmer von Seana verabschiedet. Anfangs war er dagegen gewesen, sie fliegen zu lassen. Immerhin war er ihr gesetztlicher Vormund und als der Vorschlag im Januar von Dr. Grey gemacht worden war, hatte er sich noch strikt dagegen ausgesprochen. Er war ihre Familie und so sollte es auch bleiben. Aber irgendwie hatte er es nicht geschafft, sie aus diesem Trauma wieder heraus zu holen. Und allmählich war er mit seinem Latein am Ende. Also hatte er über die Möglichkeit nachgedacht, Seana doch zu Charles Xavier zu bringen, denn immerhin hatte ihm der Mann damals auch helfen können, als er eigentlich unheilbar krank gewesen war.

Ja, er hatte in Erwägung gezogen, mitzufliegen. Aber es gab genausogut zwei Gründe, die ihn in Inverness unmöglich abkömmlich machten. Der eine Grund war selbstverständlich Raguel. Auch wenn es Leute nicht glauben wollten, es am liebsten totschwiegen oder gar schlimmer noch... so konnte und wollte Dorian einfach nicht ohne Raguel sein. Der Ire war jedoch an Schottland gebunden und auch, wenn er mit Dorian gewiss nach Amerika fliegen würde, so würde es sich nur um einen Besuch handeln können. Der andere Grund war immerhin plausibel, denn wenn Dr. Grey fort war, gab es hier im Institut keinen anderen Arzt außer Dorian. Scott Summers hatte ihn bereits darauf angesprochen und Dorian hatte ihm letztlich versichert, dass er bleiben würde.

Und doch fiel ihm dieser Abschied sehr schwer.
Natürlich würde er das Mädchen besuchen, aber es war nicht das gleiche und das wusste Dorian auch. Allerdings sah er keine andere Möglichkeit, ihr zu helfen, denn er selbst kam nicht weiter. Also hatte er sie schon an der Treppe im Institut in Jean Greys Obhut übergeben und ihr nur noch einmal über den Kopf gestrichen. Was er ihr im Zimmer alles gesagt hatte, wusste er schon nicht mehr so genau. Er hatte ihre Sachen gepackt und ihr ihre Armbanduhr ums Handgelenk geschlossen. Im Gepäck hatte sie einen kleinen Taschenkalender, an dem er ihr eingetragen hatte, wann er sie besuchen kommen würde. Sie musste die Tage nur immer durchstreichen, dann würde sie es ganz genau wissen. Ihre murmelrunden Augen verfolgten ihn auch noch, als sich die Speedröhre schon längst geschlossen hatte.

Er konnte nur hoffen, dass der Professor ihr wirklich helfen konnte.

Dreamer Offline

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Beiträge: 101

03.09.2006 19:07
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Die Wärme auf ihrem Kopf, welche die verschiedenen Hände darauf hinterlassen hatten, hielt nicht lange an und doch spürte sie ein seltsames Kribbeln in ihrer Magengegend. Bald würde dieser Körper 14 Jahre alt werden und kaum einer konnte wissen, wie sich die nächsten Monate unter der stetigen hormonellen Umstellung entwickeln würde.

Ihre Augen fixierten einen Moment den kirschroten Mund von Doc. Grey, bevor sie sich an Bobby hefteten. Der junge Mann war stets von einer kühlen Aura umgeben. Beinahe so kühl, wie sie sich innen fühlte und doch strahlte er soviel Wärme und Witz aus, dass er sich total von ihr abhob. Das frech wippende, kurze Haar zog sie besonders an, als er leichtfüßig mit dem Gepäck die Stufen in den riesigen Flieger hineineilte und kurz darauf mit breitem Grinsen wieder hinaussprang.

Dorian hatte eine Menge geredet und doch kaum etwas gesagt. Zumindest war ihr seine tiefe, beruhigende Stimme kaum aufgefallen, auch wenn sie ihre Wirkung nicht gänzlich verloren hatte. Das Ticken an ihrem Handgelenk hielt sie fest, ebenso wie das kleine, in Leder eingebundene Tagebuch, dass er eingepackt hatte und das neonlila Plüschnilpferd, dass sie fest an sich gedrückt hielt.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

03.09.2006 20:35
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Scott jedenfalls war im Hangar. Noch hatte er keine Kinder (oder sollte er sagen, doch, nur in vollkommen verschiedenen Zeitschleifen?), aber er konnte sich denken, dass Hayward diese Entscheidung nicht leicht gefallen war. Und auch Scott ließ seinen Sohn im gewissen Sinn ziehen. Mit Jean. Er konnte nicht sofort mitgehen, auch wenn er es gern getan hätte. Hier gab es immer noch viel zu viel zu tun - jetzt, wo auch Ororo bald ihr Kind erwartete und man aufpassen musste, was man in ihrer Gegenwart sagte, weil sie ein klein wenig unter hormonellen Gefühlsschwankungen stand. Mann, war das ein Spaß, sich mit ihr zu unterhalten. Ach nein, Unterhaltung war vielleicht ein wenig zu hoch gegriffen, denn man selbst sprach und Ororo... ehm aß.

Wie auch immer. So gern Scott mitgeflogen wäre, umso wichtiger war es, dass er hier blieb. Trotz allem würde er es sich nicht nehmen lassen, vor Nathans Geburt nach New York bzw. zu Jean zu fliegen. Auch wenn er ihr eine Sache noch immer nicht hatte sagen können. Finnja war nicht tot, folglich war er noch immer mit ihr verheiratet. Und auch wenn diese Heirat nie auf einem Papier geschlossen worden war, so nahm Scott derartige Versprechen durchaus ernst. Aber gerade weil keine Papiere existierten, war auch eine Scheidung nicht möglich, was es Scott nicht einfacher machte. Was hatten Leute damals in diesem Fall getan? Gar nichts, denn es hatte keine Scheidungen gegeben. Sollte er jetzt etwa einen Brief an den Papst schreiben? So lächerlich es sich anhörte, aber überlegt hatte er es sich bereits. Scott befand sich im Moment in einem Dilemma, wobei er noch gar nicht erwähnt hatte, dass Finnja noch immer spurlos verschwunden war...

Wenn Tyler das Zeitloch seitdem (man hatte letztlich einsehen müssen, dass man es nicht zerstören konnte, nur versiegeln) genau beobachtet hatte, so musste ihm aufgefallen sein, dass es vor allem um die Weihnachtszeit - also mit Finnjas Verschwinden - zu Energieverschiebungen am Siegel gekommen war. Zum einen war das wohl auch auf die Rückreise von Noemie und Nathan zurück zu führen, denn sie hatten das Zeitloch in Jeans und seinem Zimmer genutzt, um wieder in ihre Zeit zurück zu kehren, aber zum anderen beeinflusste das Siegel alle anderen Zeitlöcher im Institut und nicht anders herum. Es konnte eigentlich nur bedeuten, dass Finnja durch das Siegel gegangen war, um... jemanden zu suchen. Und Scott wusste auch wen. Natürlich hätte er sie davon abgehalten, wenn sie es ihm gestanden hätte, aber wieder einmal war er gezwungen, ihre Entscheidungen zu akzeptieren. Sie war mutwillig hindurch gegangen, Finnja wollte nicht zurück geholt werden und Scott hatte seitdem geschwiegen. Ja, er hatte daran gedacht, ihr zu folgen... aber genauso wenig wie er nun Jean begleitete, würde er Finnja suchen gehen. Das Institut brauchte ihn und beide Frauen hatten sich entschieden.

Als er vor Jean stehen blieb und ihr Kinn anhob, musste er leicht lächeln. Also kein Schotte, Nathan sollte zweifelsfrei amerikanischer Staatsbürger werden. In Amerika geboren. Aber wenn Scott Nathans Worten Glauben schenken konnte, dann würde er vor allen Dingen hier im Institut aufwachsen und das bedeutete, dass auch Jean wieder hierher zurückkehrte. Langsam strich er ihr mit dem Daumen über die Wange.

"Pass auf dich auf, Jeannie."

Er würde sie erst in etwa zwei Monaten wiedersehen.
Aber wirklich getrennt waren sie nicht. Nicht wahr?

Jean Grey Offline

Besucher

Beiträge: 997

05.09.2006 17:53
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Sie schlang die Arme um seinen Hals und ignorierte völlig Bobbys leisen Protest, als sie sich zu ihm beugte und Scott einen ihrer legendären Abschiedsküsse auf die Lippen setzte. „Ich bin immer vorsichtig, Scott. Das weißt du doch“, meinte sie schmunzelnd und wischte mit dem Daumen den Lippenstift aus seinem Mundwinkel. Seit er zurück war, war er viel nachdenklicher geworden und das war für einen Scott Summers kaum noch zu steigern gewesen. Diese bedrückte Stimmung, die trotz des ganzen Drumherum, noch so stark zu spüren war, hatte Jean zunehmend belastet. Es fiel ihr jetzt noch nicht auf, aber sie würde es spüren, wenn sie ihren Fuß auf amerikanischen Boden setzte und zum ersten Mal seit langem wieder so etwas wie Urlaub haben würde. Nicht zuletzt hatte das zusätzliche Gewicht sie stark belastet. Sei es nun, dass ihre Gabe es irgendwie versuchte durch Telekinese auszugleichen oder schlicht ihr Körper gegen die immer stärker werdende Schwerkraft kämpfte, das Ergebnis blieb dasselbe. Wunde Füße, geschwollene Beine, selbst einem Mutanten blieben solche Wehwehchen nicht erspart. Obwohl das Doppelpack Grey-Munroe doch zum Schießen komisch aussah, wenn sie sich zu ihrer nachmittäglichen Teerunde getroffen hatten. Allerdings mussten die Jungs lernen, dass die beiden Frauen vielleicht schwanger waren, aber nicht minder wehrhaft.

Eine bittere Pille hatte Jean schon vor einiger Zeit schlucken müssen. Aus irgendeinem Grund druckste Scott um das Thema Hochzeit herum, als würde ihm irgendetwas daran nicht mehr gefallen und das bei ihrem gestiegenen Spürsinn. Sie hatte aufgegeben zu fragen. Nicht für immer, aber für den Moment. Sie wollte sich erst einmal auf Nathan konzentrieren.

„Ich schicke dir dann die Aufgaben für meinen Unterricht... Hey! Sieh mich nicht so an! Ist mir egal, was du jetzt schon wieder sagst!“ Jean lachte, Scotts Mime hatte sich zu einem skeptischen Ausdruck verwandelt, als sie nur das Wort Unterricht in den Mund genommen hatte. Auch wenn es sich nur als die vertrauten Falten zwischen seinen Augenbrauen zeigte, die mürrisch über seiner Brille hervorblitzten.

Sich an ihn schmiegend, sah sich noch einmal vor ihrem inneren Auge Szenen der letzten Tage. Es war nicht leicht sie zu verlassen, definitiv nicht, aber Nathans Vergangenheit war ihr ein Geheimnis geblieben, vielleicht zurecht. Und auch, wenn sie sich nicht sicher war, ob alles noch so werden würde, wie er es ihr verraten hatte, jetzt wo Scott wieder zu seinem Leben gehören könnte, so hatte sie sich letzten Endes doch dafür entschieden, dass zu tun, was ihr am besten erschien.

„Ich werde Mom und Dad einen Gruß von dir ausrichten“, nuschelte sie in seinen Pullover.

Storm Offline

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Beiträge: 1.584

13.09.2006 14:43
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Es war nie leicht Abschied zu nehmen. Vielleicht war es einer der Gründe gewesen, warum Logan und Ororo damals einfach aus New York verschwunden waren, ohne ein grosses Drama aus ihrem Abschied zu machen. Still und heimlich. Aber im Endeffekt hatte Jeans 'Besuch' in Schottland gezeigt, dass auch das der falsche Weg gewesen war.
So oder so war ein Abschied also immer furchtbar. Und Ro war furchtbar schlecht darin Abschied zu nehmen.
Abschied - vielleicht sollte sie auch dieses Wort aus ihren Gedanken bannen, denn Jean und Seana gingen nur eine Weile nach New York zurück und keine Ewigkeit. Schliesslich würden sie zurück kommen.
Alle drei sogar!
Oder?

Der Gedanke war mit einem Mal so präsent, dass Ororo stehen blieb, als die Türen hinter ihr zuglitten und für den Bruchteil einer Sekunde das Gefühl hatte in eine Falle gelaufen zu sein. Als wenn sie gerade eine Schwelle übertreten hatte, von der es kein Zurück mehr gab. Als sie und Logan gegangen waren, war ihr klar gewesen, dass sie ihre Freunde in New York zurück lassen würde. Sie hatte die Entscheidung getroffen und gewusst, dass sie sich irgendwann dran gewöhnen würde, dass sie einen guten Grund hatten hier zu sein. Aber nun war Jean hier gewesen, nun war sie genauso ein Teil dieses Institutes geworden, wie sie es in New York war - und das hiess, dass sie sie vermissen würde.
War es nicht seltsam? Wäre Jean niemals hier gewesen, hätte sie niemals einen Teil des Instituts gebildet, wäre es vermutlich viel einfacher gewesen sie gehen zu lassen. So aber barg jeder Raum Erinnerungen an ihre beste Freundin und vielleicht war es nur gerecht, dass Ororo es hier genauso gehen würde, wie Jean damals in New York. Aber Ororo wurde die Chance gegeben sich zu verabschieden.
Ja, sie hätte vieles anders gemacht, wenn sie noch einmal die Chance dazu bekommen hätte.

Ihre Schritte hallten mit einem seltsamen Geräusch im Hangar nach und da Jean und Scott noch miteinander beschäftigt waren - und Ororo ihnen alle Zeit der Welt gönnte -, trat sie näher an Bobby heran und umarmte auch ihn lächelnd.
Noch bevor sie selber Mutter war, verstand sie, warum Mütter ihre Kinder nie ziehen lassen konnten...

Schweigend drückte sie das Päckchen an sich, während sie nun auch zu Seana trat, um der Kleinen behutsam übers Haar zu streichen. Wer hätte denn jemals geglaubt, dass Ororo Munroe anfangen würde einen Strickkurs zu belegen? Also, sie als Allerletzte! Und trotzdem hatte sie in ihrer Zeit in New York genügend Momente gehabt, in denen es einfacher gewesen war sich damit zu beschäftigen, wie man strickte, als über unangenehme Ereignisse nachzudenken. Die Babystrümpfe für Nathan waren dennoch in Schottland entstanden - und sie hoffte, sie würden auch in Schottland die meiste Zeit getragen werden.

Scott Summers Offline

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Beiträge: 1.652

13.09.2006 16:34
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Scott packte Jean im Nacken und erwiderte den Kuss. Seine Geste machte einen recht herrischen Eindruck und man konnte auch behaupten, dass Cycs im Hangar stand, aber in Wahrheit wollte Scott nur von der Tatsache ablenken, dass es ihm nicht so leicht fiel, sie gehen zu lassen - selbst wenn es so scheinen mochte. Ob sie immer auf sich aufpasste? Er musste sie nicht an den ersten Einsatz bei Genethics erinnern, oder? Oder an... aber schließlich nickte er nur knapp und fuhr sich verstohlen mit der Zunge über die Unterlippe, ihren Geschmack noch immer auf den Lippen. Er strich ihr das rote Haar zurück und grinste leicht über ihre Anstalten, ihm den Lippenstift wieder vom Mundwinkel zu wischen. Was trug sie sowas auch immer?

"Also... lass es mich wissen, wenn ihr angekommen seid, ja?" Wie oft hatte er das heute eigentlich schon gesagt? Er erinnerte sich nicht, aber bestimmt schon drei Mal. Es war ihm klar, dass Jean sich Gedanken machte - über alles und jeden, natürlich auch über Scott - und genau darum war es gut, dass sie ein wenig Abstand gewann. Wenn er eine Lösung zu diesem ...kleinen Problem, das ihn beschäftigte, gefunden hatte, würde es kein Problem mehr sein - so einfach war das. Scott würde es allein lösen. Jean hatte irgendetwas gesagt und er schien gerade so gar nicht bei der Sache gewesen zu sein, so dass sie sein Grübeln wohl fehlinterpretiert hatte. Aber er musste leicht grinsen, als sie lachte. Er hatte ihre Worte zwar gehört, aber die Bedeutung ging ihm erst auf, als er sie in Gedanken noch einmal wiederholte. Aufgaben für ihren Unterricht? Ahh...

"Na gut, dann schick mir, was du denkst... du kannst es ja ohnehin nicht lassen." Aber er zog sie noch einmal in den Arm und drückte sie an sich. Nur zwei Monate, das waren keine vier Jahre, nicht wahr? Auch wenn es für Jean nur eine Woche gewesen war. Er brummte nur zustimmend, als sie ihm seine Worte aus dem Mund nahm. Er hatte gerade sagen wollen, dass sie Grüße ausrichten sollte, was sich mit ihrem Einwurf erledigt hatte. Also blieb ihm nichts mehr, als sie los und gehen zu lassen. Nachdem er sich auch von Bobby und Seana verabschiedet hatte, fiel sein Blick noch einmal auf Jean. Er lächelte leicht und hob die Hand, um ihr noch einmal zu winken. Doch dann verließ auch er den Hangar. Wie immer sah er nicht zurück.

Jean Grey Offline

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Beiträge: 997

16.09.2006 12:34
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Scott schien kurz abwesend, oder irrte sie sich da? Irgendetwas stimmte nicht zwischen ihnen Beiden, aber es fühlte sich völlig anders an, als alles schon da gewesene. Sie wusste, dass er ihr etwas nicht erzählt hatte. Auch sie hatte Geheimnisse vor ihm, doch das hier war neu. Ein bitterer Moment war diese Trennung auf Zeit und der zusätzliche, bittere Nachgeschmack machte es nicht angenehmer. Irgendwie aber schaffte es das leise Ziehen in ihrem Unterleib sie auf das wesentliche zurückzuführen. Nathan war wichtiger und das neue Gewicht, dass an ihr zog, lenkte sie allzu oft von solchen Gedanken ab. Das Kind war ein Eindringling und es hatte schon jetzt die Fähigkeit Jeans sämtliche Aufmerksamkeit für sich zu beanspruchen. In einigen Wochen würde es darauf hinauslaufen, dass sie nur noch ausruhen würde und selbst das würde sie anstrengen.

Ihre Beine trugen sie zu Ro, die nicht weniger dick war und erntete ein Grinsen. Jean umarmte ihre beste Freundin, wobei ihre Kugelbäuche sich aneinander schmiegten. Es war, als würden die Kinder schon in diesem Zustand ihre Freundschaft knüpfen. Sie gab Ororo noch einen Kuss auf die Wange. Die Beiden unterhielten sich nicht nur mit Worten. Ein Blick konnte ausreichen oder aber das leise Wispern ihrer Gedanken.

„Pass auf dich auf, Ro.“ Es würde alles gut gehen, nicht wahr? Sie hatten ihre Kinder gesehen und es ging ihnen gut, vielleicht sogar etwas zu gut.

Jean spürte Bobby etwas zu ihr sagen. Es wurde Zeit, von den meisten hatte sie sich bereits beim allabendlichen Essen verabschiedet. „Ich ruf an, wenn wir angekommen sind“, fügte sie noch hinzu, nahm Seana an der Hand und ging mit ihr zum Jet. Es würde ein nicht allzu langer Flug werden und ein wenig freute sie sich auf das weiße Wolkenmeer über das sie hinweggleiten würden.

Wolverine Offline

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Beiträge: 2.210

17.09.2006 10:34
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Abschiede waren nie sein Ding gewesen. Abschiede waren so wenig sein Ding wie generell erstmal zu Reden. In diesen Tagen war nicht unbedingt alles rosig und genau deswegen hatte er sich auch bis auf weiteres ausquartiert und war bei den McNaras untergekommen, wobei er diese Entscheidung schon was bereute, die McNaras waren eine ziemlich laute Familie.

Was hätte er nun auch sagen können? Es war ja nicht so, dass sie in letzter Zeit besonders viel miteinander gesprochen hatten. Er und Jean. Ehrlich gesagt war er ihr aus dem Weg gegangen, einfach weil er nicht recht gewusst hatte was er ihr überhaupt sagen sollte. Das mochte ärmlich sein, war allerdings mal wieder vollkommen Logan. Scott und Ororo hatten da weitaus weniger Probleme, aber so war es ja auch schon immer gewesen. Das Verhältnis unter ihnen vier mochte sich in der Zeit in der sie nun hier waren verändert haben und doch würde er sagen, dass sie die Schwierigkeiten bewältigt hatten die sich ihnen in den Weg gestellt hatten. Es war ja beinahe ein bisschen tröstlich, dass sie sich doch aufeinander verlassen konnten. Egal was war und in Logans Fall auch was NUN kommen würde.

Er hatte draußen im Waldstück gewartet bis er den Jet aufsteigen sah. Er stand noch eine ganze Weile da und sah dem Jet hinterher selbst als er schon längst nicht mehr zu sehen war.

Nightcrawler Offline

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Beiträge: 163

17.09.2006 12:40
[Mitte Februar] Hangar - Aufbruch Antworten
Kurt war einer derjenigen gewesen, die sich beim Frühstück verabschiedet hatten. Ebenso wie Logan mochte er keine Abschiede. Ein Abschied hatte immer etwas andgültiges, auch wenn es nur für kurze Zeit war. Soviel vermochte in dieser Zeitspanne geschehen und er wollte sich nicht die Blöße geben, vor Scott oder Ororo zu zeigen, wie sehr ihn die Geschehnisse hier im Institut beschäftigten.
Seit der Zerstörung von Genethics hatte sich etwas in ihm verändert, doch bisher wusste er nicht, was es war.

Beim Frühstück hatte er Jean alles Gute gewünscht und auch Seana nocheinmal ein sanftes Lächeln geschenkt. Das Mädchen hatte Furchtbares durchgemacht und er hoffte inständig, dass Xavier es schaffen würde, ihr zu helfen.
Er hatte er sich zum Zeitpunkt ihrer Abreise in die Kapelle zurückgezogen und betete.
Jean und ihr ungeborenes Kind, dessen erwachsenem Abbild er bizarrer Weise bereits begegnet war und auch die kleine Seana waren Teil seiner Gebete.
Das ferne Geräusch des Jets ließ ihn aus seinem Gebet aufschauen.
Er bekreuzigte sich während er sich erhob und sich auf den Rückweg zum Institut machte.


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