Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Logan hatte Liam nie sonderlich gemocht. Kam einfach ins alte Institut, scnappte sich eine seiner eifrigesten Schülerinnen, schwängerte sie und heiratete sie dann schnell damit es nicht peinlich wurde. Von der komischen Sache im Pub mal ganz abgesehen. Es war soweit, Liam hatte alle Karten bei Logan ausgespielt. Zu hoch gepokert und verloren.
Angetrieben von blindem Zorn war er die Treppen im Hauptgebäude hinunter geeilt. Nun hatte er die Fäuste geballt und suchte sich mit bloßen Füßen den Weg über die angelegten Wege.
Als er schließlich vor dem Haus stand, dass Liam umgebaut hatte und bei dem Logan ihm geholfen hatte war seine Wut beinahe greifbar. Außer sich bollerte er gegen die Tür. Entweder er öffnete gleich oder Logan würde die Tür eintreten.
Rohey konnte nicht umhin sich grinsend ihre Wasserflasche aus dem Rucksack zu angeln und einen Schluck zu nehmen. Was in aller Welt war denn in Logan gefahren so spät am Abend noch übers Gelände zu wackeln - noch dazu in diesem Aufzug.
Sie selber kam grade von den Turnhallen zurück und ihrem eingeschränktem Tagespensum an Training. Schliesslich wollte sie nach der Schwangerschaft auch ihren Platz im X-odus Team einnehmen, da sollte man sich eben keine langen Trainingspausen gönnen.
Erst, als sie knapp hinter Logan auf dem Kiesweg angelangt war und seine Wut wie eine Welle über ihr zusammen brach, stellte Madame auch endlich fest, dass hier etwas ganz gewaltig nicht stimmte.
"Logan?"
Schicksal das in dem Moment Liam die Tür öffnete, eine Flasche Bier in der Hand und sich endlich seiner Polizeiuniform entledigt. Bestimmt hatte Logan kein Blick dafür, aber das Wohnzimmer hinter Liam war in sanftes Kerzenlicht getaucht. Schließlich hasste er nichts mehr als sich mit ihr zu streiten und sollte ihr wirklich etwas passieren, weil er meinte ein Eifersuchtsdrama zu inzinieren...Liam wurde seines Leben nicht mehr froh.
"Logan?" seine Stimme klang ungläubig. Was wollte er denn jetzt hier?
Rohey sollte es ihm nachsehen, aber in seiner momentanen Gefühlslage war er nicht in der Lage sie auch nur zu beachten. Kaum das Liam die Tür geöffnet hatte, hatte Logan ihn auch schon am Kragen gepackt und drängte ihn -seine Wut platz schaffend- in die Wohnung, ehe er ausholte und ihm nicht gerade sanft seine Faust auf die Nase hieb.
"Logan!" Das Rohey nun alles andere als begeistert von seinen geistigen Umnachtungen war, musste ER ihr auch nachsehen. Mit einem wüsten Knurren - was ihre X-Men Mitschüler so oft hatten ertragen müssen - setzte sie den beiden Männern durch die Haustür nach und verengte die Augen gefährlich, die wie kleine Taschenlampen giftgrün zu leuchten schienen.
"WAS ist hier los?" Und nun bitte ganz ruhig, Häuptling Rohey hatte gesprochen und sie stand in ihrer Wut Logan sicher in nichts nach. Himmel, sie hatte ja auch erwartet, dass die beiden Kindsköpfe ihre Streitereien endlich begelegt hatten.
Anerkennend musste Liam sich eingestehen, dass Logan einen verdammt guten Schlag drauf hatte, allerdings konnte er sich dafür auch nichts kaufen und schielte zwischen tränenden Augen die blutende Nase, offengestanden war er viel zu perplex um es Logan nicht gleich hier und jetzt heim zu zahlen und noch dazu wo seine Frau...seine schwangere Frau hier vor ihm stand.
"Du bist ein Scheisskerl" schimpfte Logan und ruckte den Kopf erst nach rechts, dann nach links woraufhin seine Wirbel ekelhaft knackten. Er rollte seine rechte Schulter im Schultergelenk als wollte er Liam einfach abschütteln wie eine lästige Fliege. "Komm mir in die quere und ich mach dich kalt." Er schnaubte und biss die Zähne sofest auf einander, dass seine Kaumuskulatur eifrig zuckte. "SIE!" und damit deutete er auf Rohey, "Hast du gar nicht verdient."
Und damit hatte Roheys Kind gerade den Paten verloren, er drehte sich um und würde gehen.
Eben, genau das wäre auch das einzig richtig, was Logan jetzt noch tun könnte. Rohey spiesste ihn mit ihrem Blick nämlich beinahe auf. Als er hingegen auf sie zu kam, trat sie lediglich einen Schritt beiseite, ohne ihn eines Blickes zu würdigen und warf die Tür hinter ihm ins Schloss.
Mit aller übertrieben ehefraulichen Fürsorge trat sie an Liam heran und legte ihm vorsichtig die Hände auf die Wangen, um die Verletzung zu betrachten.
"Setz dich hin. Ich hol' ein Handtuch." Das dürfte wohl erstmal ziemlich bluten.
Liam fiel es wie Schuppen von den Augen. Er hatte sich wirklich wie ein Arschloch aufgeführt. Gut, dass Logan ihm dafür die Nase brechen musste, damit er das herausfand.
Schweigend griff er nach Roheys Händen. Es war vielleicht nicht ein wirklich romantischer Zeitpunkt, Angesichts des Blutes, dass ihm heiter wie in einer Fontäne aus der Nase sprizte.
Bekümmert drückte er ihre Hände an seine Lippen und sah sie aus treuherzigen Augen an. Er liebte sie, dass wusste sie doch, oder?
Ja, aber jetzt grade sollte er sie bitte nicht zur Weissglut treiben. Trotzdem huschte, ob seines Blickes, ein kurzes Schmunzeln über ihre eher versteinerte Miene. Eine Hand auf seinem Hinterkopf gebettet, hauchte sie ihm einen Kuss auf die Stirn. In Ermangelung einer besseren Eingebung, kramte sie ihre Bandagen aus der Trainingstasche und schob sie ihm in die Hände.
"Was war los, hm?" Und sie wollte jetzt keine blöden Ausflüchte hören, denn sonst könnte er sie auch mal von einer anderen Seite kennenlernen.
"Ich habe Kass bei Logan einquatiert." Ok, es war vermutlich besser wenn er jetzt eine ganz leidende Miene aufsetzte. Hallo? Seine Nase blutete und tat auch ganz schrecklich weh. Na ja, was sollte er sagen? Logan hatte ihn noch nie leiden können und auch wenn Liam sowas wie Respekt vor Logan hatte, konnte er ihn auch nicht wirklich leiden.
Wusste Rohey, dass Logan ihn niemals im Team hatte haben wollen?
Toll, zwei erwachsene Männer mussten sich wie Kleinkinder benehmen. Es war doch echt zum Heulen. Den Schülern Toleranz und Friedfertigkeit beibringen wollen und dann solche Aktionen.
Roheys Miene verfinsterte sich erneut und obwohl sie eben noch aus lauter Mitleid hatte auf seinem Schoss Platz nehmen wollen, angelte sie nun nach den Autoschlüsseln. "Ich fahr dich ins Krankenhaus."