Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Irgendwie ging das zur Zeit alles an ihr vorbei. Sie schaute ihn nur kurz an und nickte dann.
"Das musstest du wohl. Ich muss mich nicht ausruhen, ich muss nach Hause. Ich muss pünktlich im Labor sein. Das Wetter scheint sich beruhigt zu haben. Kannst du mir ein Auto verschaffen, dann fahre ich gleich."
Sie rieb sich die Stirn und holte tief Luft. Ihr Ausrutscher in der Halle war ihr mehr als peinlich.
"tut mir leid wegen der Ohrfeige" konnte sie sich gerade noch abringen.
"Carol...Carol. Nein, das musst du nicht..."
Seine Stimme klang angenehm leise, während er vor sie trat und sie letztlich erneut in die Arme zog.
"Bleibe bitte noch ein paar Stunden hier, bis es wieder hell ist. Schlaf ein wenig und danach bringe ich dich nach Inverness. Versprochen. Wegen der Ohrfeige musst du dir keine Gedanken machen... wegen allem anderen auch nicht."
"ich kann nicht schlafen... nicht nach allem, was geschehen ist. Was ist überhaupt geschehen? ... Warum ist Raguel tot? noch vor ... einigen Stunden hab ich ihn kennen gelernt und nun ist er tot. Sariel... er ist am Boden zerstört... er hat mich angebrüllt, als ich ihm helfen wollte. wobei ich nichts hätte tun können."
Irgendwie wollte sie eine Erklärung, etwas worauf sie ihren Zorn richten konnte.
"Raguel wurde vom Blitz erschlagen." Ja, das hörte sich wirklich nüchtern an, wenn man es laut aussprach, und vor allem, wenn man es so sagte wie Kassander. Manchmal klang er einfach viel zu sachlich. Dass der Blitz wohl von Storm ausgegangen war, sagte er allerdings nicht. Ororo hatte selbst genug Schuldgefühle, da musste es ihr niemand einreden.
"Sariel hat es bestimmt nicht so gemeint..." Kassander dachte sich zwar, dass Sariel in besonderer Beziehung zu Raguel gestanden hatte, aber wie die Freundschaft- oder Familienverhältnisse waren, wusste er nicht sicher.
"Dann ruhe dich einfach ein wenig aus, Carol. Und vielleicht solltest du morgen überhaupt nicht zur Arbeit gehen."
"Vom Blitz... das ist grauenvoll." Sie schaute zu ihm auf.
"Nein, ich muss im Labor erscheinen. Ich stehe vllt. schon unter Beobachtung und wenn ich dann nicht da bin. Das wird nichts. Und vllt. kommt ja noch etwas Wichtiges auf meinen Tisch."
Dann löste sie sich von ihm und setzte sich auf das Bett. Mit Wucht kam dieses Problem zurück. Eckhardt und seine Spießgesellen, die Forschungslabore tief unter dem Hauptgebäude.
Sie wußte nur eines mit Sicherheit, ihr Leben würde nie mehr so sein, wir vor der Bekanntschaft mit Horatio.
"Ich möchte dich nur ungern gehen lassen, Carol. Aber natürlich werde ich dich hier auch nicht festhalten, wenn es dein Wunsch ist, sofort zurück zu fahren."
Er trat ans Fenster und warf einen Blick hinaus. Ja, der Sturm beruhigte sich allmählich, doch war fraglich, ob sich die Gemüter genauso schnell wieder beruhigten.
"Gerade wenn du unter Beobachtung stehst, solltest du überhaupt nicht mehr ins Labor. Ich halte das ohnehin für viel zu gefährlich."
Gut, er hatte kein Recht, ihr darin irgendetwas zu sagen, aber seine Meinung sollte sie ruhig kennen. Auch wenn sie das nicht abhalten sollte, weiterhin ins Labor zu gehen. Nach einer Weile setzte er sich neben sie auf das Bett. Natürlich konnte auch er nicht schlafen, aber gegen ein wenig ausruhen hätte er für seinen Teil nichts einzuwenden gehabt. Und auch Carol musste erschöpft sein, so dass er ihr nicht gerade glaubte, dass sie sofort aufbrechen wollte.
"Ich weiß nicht was ich tun soll Kass. Mein Leben ist völlig aus den Fugen geraten. Die Ordnung, die Linien die ich mir geschaffen hatte, sie sind zerflossen, zerbrochen."
Nie zuvor hatte sie mit jemdandem so vertraulich gesprochen.
"Wenn ich nicht zurück ins Labor gehe, wo soll ich hin? Sie werden mich suchen denn es dürfte nicht mehr lange dauern, bis auffliegt, was ich getan habe."
Die Frage war so unwillkürlich gekommen, als hätte er überhaupt nicht darüber nachdenken müssen. Hatte er auch nicht. Was nicht hieß, dass er es nicht ernst meinte. Dieser Vorschlag schien ihm als das Vernünftigste des ganzen Abends. Als natürliche Konsequenz und beste Lösung.
"Ich werde die Schulleitung fragen, obwohl ich nicht glaube, dass sie etwas einzuwenden hätte, wenn du dich hier nützlich machst. Und dass du das kannst, hast du heute bewiesen, Carol."
Er sagte bewusst nicht Ororo sondern Schulleitung. Und obwohl dieser Abend eine wirkliche Belastungsprobe gewesen war, hatte sich Carol gut geschlagen.
Sie schaute ihn nachdenklich an. Ein verlockender Vorschlag, den er ihr da machte.
"mmhh... ich könnte das Büro führen denn selbst eine solche Schule wie unsere hat Verwaltung. "
Sie sagte unbewußt -unsere- obwohl sie eigentlich nichts mit der Schule zu tun hatte, bis jetzt.
"Meinst du, das würde gehen?"
Der Glanz war in ihren Augen zurück, als sie ein greifbares Ziel vor sich hatte. Etwas was ihr wieder Halt und Ruhe geben konnte. Und da war ja auch noch Kass...
Woraufhin er leicht lächelte. Natürlich brauchte auch diese Schule einen Verwaltungsapparat, dessen Stellen bis jetzt noch gar nicht besetzt waren, soweit er wusste. Er konnte sich natürlich auch täuschen, aber er würde es herausfinden. Kassander war froh, dass sie einlenkte und nicht wieder darauf bestand, sofort nach Inverness zurück zu fahren. Er strich ihr eine Haarsträhne aus der Stirn und neigte den Kopf ein wenig zur Seite.
Ein leichtes Lächeln schlich sich in ihr Gesicht und sie nickte.
"Ja, ich denke, ich werde ... tun, was du vorgeschlagen hast. Aber trotzdem muss ich noch einmal zurück nach Inverness, ich muss die Wohnung auflösen, die Möbel einlagern, die Post umbestellen ... "
sie war schon mitten im Plänemachen, obwohl noch nicht mal jemand etwas davon wußte. Aber es half ihr, sich wieder aufzurichten.
Kassander tat es ihr gleich und legte sich hinter sie, wobei er sich mit einem Arm aufstützte. Er würde später zwar wieder zu Ororo in die Subs gehen, doch jetzt blieb er erst einmal bei Carol, bis ihre Gedanken zur Ruhe gekommen waren. Den freien Arm legte er sogar um sie, sagte aber nichts weiter. Seine Gedanken drifteten ab, während er ins Leere starrte.