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Dieses Thema hat 28 Antworten
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 Institut-Area
Seiten 1 | 2
Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

13.11.2005 13:04
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Sie hatte es einfach nicht mehr geschafft. Eigentlich hatte sie vorgehabt, wie versprochen, für Ping und sich einen Tramfänger zu basteln.
Morgen würde sie nach Inverness hineinfahren, einen kaufen. Die Trainingskleidung für Chui stand auch noch aus und bis Samstag waren es nur noch drei Tage.

Da Tyler schnell nach der Besprechung verschwunden war und sie selbst immer noch nicht den Mut aufgebracht hatte, ihre Probleme dem Doc ihres Vertrauens-Jean- zu schildern, war sie sehr früh im Bett gelandet.
Morgen war ein anstrengender Tag...lange dachte sie noch über Jeans Vorschlag mit der Mutations-AG nach...über Davin..über Logan, Tyler...und Scott.
Diese Vision- der Traum, was auch immer...sie hatte nicht verstanden, was Scott ihr eigentlich sagen wollte. Aber beruhigend hatte es sich nicht angehört.

Und nun rächte sich das fehlen des Traumfängers.
Diesmal war nicht Scott der Antagonist gewesen, sondern wieder Logan. Die einzelnen Schatten des Traumes waren undeutlich. Doch die Stimme in ihrem Kopf...ob nun Telekinese oder frisch erworbenes Comlink waren eindeutig von Logan.

Das Szenario war der Wintergarten...nein, eigentlich war es kein Wintergarten,sondern ein wirklicher Dschungel...ohne gläserne Begrenzung und sie -Cait, die Protagonistin des eigenen Traumes, hetzte durch dieses riesige Biotop, verfolgt von etwas, das vielleicht Ähnlichkeiten mit Logan hatte...aber irgendwie tierischer war.

Es regnete...aber nicht der strömende Regenwaldregen, sondern eher ein berieselnder, leichter Gewächshaus-Schauer. Und Cait sprang über umgestürzte Baumstämme und durch unwegsames, dorniges Dickicht, wie in schlechten Rambo-Filmen. Und er war hinter ihr.
Ihr schickes neues Einsatz-Outfit war an mehreren Stellen gerissen...der thermalbeschichtete, Kevlar-ähnliche Schutzfilm hatte der Verfolgungsjagd nicht stand gehalten.

Eine Wurzel...Unachtsamkeit...sie stolperte und legte sich der Länge nach auf den schlammigen Waldboden.
Die Jagd war zu Ende. Logan km, wie ein Schaten, aus der Böschun vor ihr und grinste lüstern. Er hatte drei große Klingen mit einem Lederband um den Arm geschnallt.

Caits Herz raste...und das nicht nur im Traum.
Sie hatte wieder eine Tablette geschluckt um sich diesmal nicht im Schlaf zu verwandeln...die leere Packung aus dem Krankenzimmer lag neben dem Nacttisch auf dem Boden, zusammen mit einem umgestoßenen Glas Wasser.

Krämpfe durchzogen ihren Körper und sie krallte sich im Laken ihres ohnehin schon angeschlagenen Bettes fest.

Ein ungnädiger Traum...Vision? Sie wachte nicht auf.

Ty Offline

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Beiträge: 1.098

14.11.2005 01:04
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Ein Klopfen wurde hörbar. War es Teil von Caits Traum? Sie mochte es dafür halten. Jedoch stand die Ursache des Klopfens auf der anderen Seite der Zimmertür, war fast zwei Meter groß und hiess Tyler.

Er war erst vor wenigen Minuten nach Hause gekommen. Aber er erinnerte sich nur dunkel, wie das geschehen war. Remy war gefahren, oder? Er musste gefahren sein.

Tyler hatte Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Nur vor wenigen Augenblicken war er noch ohne zu schwanken den Flur im Dachgeschoss entlanggegangen. In Zeitlupe. Mit hämmernden Kopfschmerzen. Was war davor? Er hatte mit jemandem geredet. Eine Frau. In Nachtwäsche. Wer ...

Jean! Aber warum? Warum hatte er Jean in Nachtwäsche gesehen? Hatte er sie geweckt? Ja, er hatte sie geweckt. Um... ihr etwas mitzuteilen. Remy hatte gesagt, er sollte sie finden und ihr etwas sagen. Was war das nochmal? Achja, dass sie in die Küche gehen sollte. Und zwar gaaaanz zufällig. Warum? Ty konnte sich nicht mehr erinnern, wusste aber, dass es wichtig gewesen war. Dann hatte er gegrinst, sich zusammengerissen, salutiert und sich auf den Weg in sein Zimmer gemacht. Ganz langsam.

Bis zu Caitlynns Tür hatte er es geschafft. Dann war ihm etwas eingefallen. Und deswegen stand er vor ihrer Tür, stützte sich mit der Schulter an ihrem Türrahmen ab und klopfte.
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Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

14.11.2005 13:33
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Das Klopfen drang erst sehr fern zu Cait in den Traum.
Aber es kam rechtzeitig.
Logans Schatten weilte bereits über ihr und es gab kein Entkommen vor dem, was er mit ihr vor hatte.
Außer man wachte auf.
Und genau das tat sie, als das Klopfen an der Tür energischer wurde und die Wirkung der Tablette durchdrang. Logans Sillhouette wurde unkenntlicher, der Regen ließ nach und Cait erwachte, schweißnass im gedämpften Rotlicht ihres Zimmers.

Die drei Wärmelampen strahlten monoton von der Decke herab auf ihr Bett. ihre Bettdecke war heruntergerutscht und lag auf dem Boden. Das Laken war zerwühlt und das Kissen lag am Fußende.
Wieder klopfte es...erst jetzt realisierte Cait das Klopfen als eine real existent und schrak hoch.

Sie wickelte sich in die Decke un stieg müde aus dem Bett. Trat auf etwas, es knirschte...Plastik. Mit einem Tritt beförderte sie die Tablettenpackung unter das Bett.
Blinzelnd versuchte sie die Augen so weit zu öffnen, dass sie im diffusen Rot der Lampen einigermaßen sehen konnte.
"Wersda?" nuschelte Cait und warf einen Blick auf die digitale Uhr am Wecker...mitten in der Nacht.

"Wersda?" wiederholte sie udn schlurfte zur Tür hin, um sie, nach erneutem klopfen einen Spalt zu öffnen.

"Tyler?" die Überraschung stand ihr ins Gesicht geschrieben.

Ty Offline

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Beiträge: 1.098

14.11.2005 14:07
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Er brauchte eine ganze Weile um zu antworten. Und dann war es gerade mal ein "Hi Cait" das er herausbrachte.

Du siehst gut aus, hab ich dir das schonmal gesagt?

Er hielt sich am Türrahmen fest. Nicht dass er es nötig hatte, schliesslich war er ja nur ein klitzekleines bischen angeheitert, nicht mehr, jawohl, Sir! Sein Arm zuckte tatsächlich einen Augenblick lang hoch.

"Hi Cait" sagte er nochmal und sah sie an. Er versuchte es. Sein Blick wanderte ständig woanders hin, in ihrem Zimmer herum, zu den roten Lampen, schwamm förmlich umher, fand sich aber doch immer wieder auf ihrem Gesicht ein.

Dann grinste er. Es hatte ein Lächeln werden sollen. Dann riss er sich zusammen, stellte sich gerade hin, nahm die ernsteste Miene an, die er konnte und fragte ganz langsam.

"Hi Cait?"

Nein, Moment, das war es nicht. Worum ging es noch gleich? Achja.

"Willst du mit mir joggen gehen? Morgen? Also heute? Also nacher?"

Tyler sah nicht so aus, als würde er nacher in der Verfassung dazu sein. Und auch der Geruch nach Kneipe und Alkohol sprachen dagegen. Aber er musste ja wenigstens fragen.
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Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

14.11.2005 14:29
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Ihr Gesicht sprach Bände.
Nicht das sie überhaupt wusste, wie genau sie nun reagieren sollte: sollte sie lachen, oder ihn weiterhin fassungslos anschauen.
Er hatte getrunken, das war zu riechen...und er hatte sie...wann? Mitten in der Nacht jedenfalls geweckt.

Aber er hatte sie womöglich vor einer weiteren Traumverwandlung gerettet, ohne es zu wissen.

Nach dem dritten 'Hi Cait' musste sie unwillkürlich grinsen un strich sich die verklebte Strähne von der Stirn.
"Tyger...Tyger..." nuschelte sie kopfschüttelnd mit gespieltem Tadel " hattest du einen kleinen Umtrunk?"

Sie öffnete die Tür nun gänzlich und lehnte sich an den rahmen, die Decke über die Schultern geworfen, denn es zog kalt von draußen herein.
"Ich glaube kaum, dass du morgen pünktlich wach sein wirst zum joggen, mein Großer" geschweige denn sie selbst.

Wie das hier wieder aussah...die verquollene, verschlafene Schulschwester und der angeheiterte Mechaniker um kurz nach halb eins...dieses Institut konnte nicht normal sein.
"Komm erst mal rein und erklär, warum du bei mir geklopft hast...um die Uhrzeit." Cait drehte sich wieder ins Zimmer und ging die kleine Nachttischlampe anschalten.
"Wohl kaum um mich zu fragen, ob ich joggen will, oder?" langsam wurde sie wach, gähnte aber trotzdem einmal breit.

"Hast du...uaaaaaaaah..'gähnt' hast du dein Zimmer nicht gefunden?" sie betrachtete ihn, wie er so im Türrahmen stand, sich anscheinend festhielt.
So betrunken konnte er gar nicht sein.
"Na komm schon.." winkte sie ihn zu sich..." jetzt bin ich ohnehin wach."
Dann nahm sie auf ihrem Bett unter den Wärmelampen wieder platz.

Ty Offline

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17.11.2005 00:11
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Ty verharrte noch einen Moment, scheinbar nachdenklich, dann löste er sich vom Türrahmen und bewegte sich ins Zimmer hinein. Er legte eine Hand auf die Türklinke und schien nachzudenken.

Zumachen oder auflassen? Wenn du zumachst, glaubt sie noch, du willst was von ihr.

"Ich bin gerade zurückgekommen. Aus der Stadt. Mit Remy. Und einem Vogelmenschen."

Nein, Ty sah nicht so aus, als würde er Witze machen. Wie ernst Cait ihn allerdings nahm in diesem Zustand, war fraglich. Dann sah er Cait direkt an, wie sie da unter den Lampen sass. Zu ihr gehen... wäre nett. Er sah in ihre Augen.

Seine Gedanken begannen abzuschweifen, zum Nachmittag, zum Vormittag, zum Morgen. Zu den Dingen, die geschehen waren in so kurzer Zeit. Zurück zu seinen Zweifeln und Ängsten. Dann platzte er plötzlich heraus:

"Sag mal, was war das mit dir und dem Hausmeister? Läuft da was?"

Hab ich das gerade laut gesagt?
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Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

17.11.2005 11:13
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Cait hatte zu ihm hochgeschaut und ernsthaft erwogen ihn zum ausnüchtern unter die Dusche zu stecken.
Naja, nicht nur zum ausnüchtern...

"Machst du bitte die Tür zu....es zieht vom Gang rein..." bat sie ihm und zog ihre Decke enger um die Schultern.
Dann erzählt er irgendwas on Remy und einem Vogelmenschen und Cait nickte nur stumm und setzte ihr 'Das ist aber schön-Gesicht' auf. Weiß der Himmel wo sie waren, es war ihr auch egal.

Das'das ist jetzt weniger schön-Gesicht' kam nur wenige Augenblicke später zum Einsatz.
"Mit dem Hausmeister?" wiederholte sie...und schien nicht einordnen zu können, ob Tyler diese Frage wirklich ernst meinte.
Was nun?
Eifersucht mit Eifersucht bekämpfen?

Folgende Antwortmöglichkeiten stehen dir zur Verfügung, Caitlynn... in ihrem Kopf wiederholte sich die Quizmelodie, während sie versuchte ihre Gedanken zu ordnen.

-Nein, doch nicht mit dem Hausmeister, der ist erst einen Tag da...nur mit dem ganzen Rest des Instituts.

-Nein, Honey...magst du duschen?

-Genausowenig wie du mit Charley nehme ich an.

-Es ist schon spät, ich möchte jetzt schlafen.

Oder einfach "Nein..."sie versuchte es so klar und bestimmt zu sagen, wie es um diese Uhrzeit in ihrem Zustand möglich war. "Wer erzählt sowas?"

Ty Offline

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18.11.2005 19:51
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
IDIOT! dachte Ty, und nur für den Fall, dass er seine eigenen Gedanken nicht verstanden hatte nochmal IDIOT!!!

Ty schwieg, und dieses Schweigen dauerte vielleicht den entscheidenden Moment zu lange. "Dann hab ich was falsch verstanden. Tut mir leid."

Und auch, dass ich mich eben zum Löffel gemacht hab.

Ty stand noch unentschlossen an der Tür. Er sollte sie also zumachen? Dann doch wohl eher von aussen, oder? Und am Besten nie wieder anklopfen.

"Ich geh dann mal besser wieder." Wie viel Zeit war zwischen diesen beiden Sätzen vergangen? Eine Minute? Eine Stunde? Ein letzter Blick zu Cait machte es auch nicht besser.
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Caitlynn Lydecker Offline

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19.11.2005 10:11
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Eigentlich war es zu spät, um sich darüber jetzt ernsthaft Gedanken macen zu können. Und zudem war Cait echt müde
Aber irgendjemand schien wohl ein Gerücht in die Welt gesetzt haben, dass sie und Max...
Jedenfalls glaubte es am Ende Tyler selbst.
Hatte er sich deshalb so gehen lassen...?
Und sie in der Sitzung vorhin ignoriert?

"Tja...dann...wenn du gehen willst?"
Noch einmal konzentrierte sie sich auf Tyler und versuchte ihre telepathisch-mechnisch verstärkten Fähigkeiten
Du musst aber nicht, nur wegen diesem kleinen Faux-Pas, Tyger...
Sie schaute ihn an.
Keine Reaktion...nicht einmal ein zwinkern oder zucken.

"Eine Frage noch...hat dir Logan auch so in Chip-Dingens in den Nacken gepflanzt?"

Ty Offline

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19.11.2005 13:24
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Ty musste tatsächlich einen Augenblick überlegen. Zumindest sah er so aus, als er so in ihrem Zimmer stand und scheinbar nach innen lauschte. Er hob sogar eine Hand an seinen Nacken. Es dauerte eine Weile bis sich sein Blick wieder auf Caitlynn richtete.

"Ach, so einen Chip meinst ... nein, hat er nicht. Ich weiss auch gar nicht, ob..."

Ty wurde bei den Gedanken daran kreidebleich. Oder lag es doch an etwas anderem? Er wurde mit jeder weiteren Sekunde käsiger im Gesicht.

"Cait... deine Toilette ... dürfte ich..."

Noch ohne die Antwort abzuwarten, stürzte er plötzlich vorwärts, warf sich durch die Badezimmertür und war verschwunden. Die Tür war wieder fast ganz zugegangen, aber die gurgelnden Laute und das Husten waren wohl unmissverständlich.
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Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

19.11.2005 22:39
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Ähem..tja...da war er also auf der Toilette und ...den geräuschen nach...
wann würde sie eigentlich endlich mal wiedereine normale Nacht in diesem Institut erleben...

"Wenn du dich da drin ausgekotzt hast, Süßer...vieleicht möchtest du mir dann erzählen, was mit dir los ist?"
rief sie Richtung Toilette, als die Hustlaute kurz abebbten, während Cait die Tür schloss.
Es musste ja nicht die ganze Etage hören.

Anschließend drückte sie eine Aspirin und eine Magentablette in ein Glas Sprudelwasser.

Dann lehnte sie sich neben ihre Badezimmertür, immernoch in die dicke Winterdecke gehüllt und wartete, bis der Patient aus dem Bad kam.

Ty Offline

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20.11.2005 00:28
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Irgendwann zog Ty die Spülung. Er fühlte sich so leer wie schon lange nicht mehr. Auch im übertragenen Sinn.

Er taumelte zum Waschbecken, aber das lag nicht am Alkohol, sondern an der Erschöpfung, die ihn in den letzten Momenten eiskalt erwischt hatte. Ein Blick in den Spiegel bestätigte seine schlimmsten Befürchtungen.

"Du siehst zum Kotzen aus, Knight," murmelte er, doch die Ironie dieser Aussage entging ihm dabei völlig. Er sah beschissen aus, stank nach Alkohol und Kneipe und sobald er den Mund öffnete, würde jedem sofort das herrliche Bouquet aus Magensäure und Getränkeresten entgegenschlagen. Überhaupt nicht clever, in diesem Zustand zu Cait zu gehen.

"Was hast du dir nur dabei gedacht?" Wahrscheinlich hatte er gar nicht gedacht und das war genau der Punkt. Wenn er noch denken könnte, wäre er sicher direkt in sein eigenes Zimmer gegangen. Oder in der Lage, den Monolog innerlich zu führen.

Cait hatte irgendetwas gesagt, das hatte er noch mitbekommen. Er sollte irgendwas erzählen. Nur was?

Ty drehte den Hahn auf und liess kaltes Wasser über seine Finger laufen, mehrere Sekunden lang. Dann fing er es in beiden Händen auf, wie in einer Schale und klatschte es sich ins Gesicht. Beim zweiten Durchgang schaufelte er sich das Wasser in den Mund und gurgelte damit. Einen dritten Durchgang gab es in dieser Form nicht, denn Ty befand es für effizienter, den ganzen Kopf unter den Wasserstrahl zu halten. Er spürte, wie sich der kühle Strom seinen Weg bis auf die Kopfhaut suchte und erst da merkte er, wie heiss ihm war. Das Wasser kühlte und nahm einen Teil des benebelten Gefühls mit fort.

Als Ty schliesslich den Wasserhahn abstellte und nochmal in den Spiegel sah, hatte sich nicht viel verändert. Seine Haare waren nass, seine Augen noch deutlicher zu erkennen, aber die roten Ränder waren etwas schwächer geworden. Er roch noch immer nach Kneipe, doch wenigstens sah er nicht mehr ganz so offensichtlich wie ein großer Haufen besoffenen Elends aus.

Er fuhr sich einmal mit beiden Händen durch das nasse Haar, dann atmete er einmal tief ein und wieder aus, während er sich selbst in die Augen sah.

Also los!

Tyler löste sich vom Waschbecken und kam wieder aus dem Badezimmer.
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Caitlynn Lydecker Offline

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21.11.2005 10:13
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Cait, die immernoch auf Antwort zu warten schien, war inzwischen neben der badezimmertür zu Boden gesunken und hockte mit angezogenen Beinen dort.

Sie hörte die Klospülung und Wortfetzen eines Selbstgespräches, welche vom rauschenden Wasserstrahl des Waschbeckens überstimmt wurden.

Wahrscheinlich hatte er ihre Frage gar nicht gehört...ihr Kopf lehnte zurück gegen die Wand, fast ein wenig zu hart.
Sie braucte dringend Schlaf...ohne das irgenein persönlicher Horrorfilm in ihrem Kopf ablaufen würde.
Nicht mal mehr die Tabletten schienen zu helfen...außer das sie sich noch schlechter fühlte, als vorher.

Mit einem Ruck ging die badezimmertür auf und mit ebenso einem Ruck sah Cait Richtung Tyler hoch.
Sie unterdrückte die rethorische 'Alles Ok?'-Frage und schaute ihn fast schon mitleidig an.

"Ich hoffe echt, du hast dir nicht wegen mir die Kante gegeben, nur weil du von irgendwem gehört hast, dass ich mit max rumgeflirtet hätte..."

Mh...die 'Alles OK?'-Frage wäre besser gewesen...

Ty Offline

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21.11.2005 21:58
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Wenn das mal kein Treffer ins Schwarze war. Ty jedenfalls konnte Caitlynn im ersten Moment nur anstarren. Er öffnete den Mund, wohl um etwas zu sagen, dann schloss er ihn wieder.

"Ich hoffe echt, du hast dir nicht wegen mir die Kante gegeben... Ich hoffe echt..."

Die Hoffnung war wohl umsonst gewesen, denn ziemlich genau das war es, was passiert war. Aber was sagte das über Ty aus? Nicht das er in der Lage war, in seinem jetzigen Zustand darüber nachzudenken.

Sein Blick fiel auf das Glas in ihrer Hand. Sein Mund fühlte sich plötzlich so trocken an, obwohl er noch eben mit dem ganzen Kopf unter dem Wasserhahn gehangen hatte.

"Ist das für mich?" deutete er aufs Glas und versuchte dabei ihrer Frage und ihrem Blick auszuweichen. Schuldig fühlte er sich in jedem Fall.
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Caitlynn Lydecker Offline

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Beiträge: 1.259

21.11.2005 22:46
[27-28.09] Nacht - Caits Zimmer Antworten
Cait schaute ebenfalls auf das Glas. Fats vegessen.
Ja , es war für ihn...aber genau so gut, hätte auch Cait den Cocktail schlucken können.
Ein paar Tabletten mehr oder weniger, was machte das...

"Für dich.." nickte sie und reichte ihm das Glas hoch " ne Anti-Kater-Mischung...gegen böses Erwachen und deine Magenkrämpfe."

Sie blieb sitzen und streckte ihm das Glas mit der durchsichtigen Flüssigkeit entgegen. " Aber das beantwortet meine Frage nicht, Tyler. Was ist los mit dir? Warum läst du dich so gehen?"
Und vor allem...
"Was wolltest du eigentlich von mir...um diese Zeit?"

Keine der Fragen sollte anklagend klingen...eher war eine Spur Sorge in ihrer leicht belegten Stimme...auch wenn die Augen müde waren und den goldenen Glanz verloren hatten...sie schien recht wach und wartete auf Antworten.

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