Das X-odus Forum befindet sich derzeit in einer Pause.
Für all Diejenigen, die ihre Charaktere bis zum Wiederbeginn
nicht ruhen lassen wollen, empfiehlt die SL euch
diese Seite.
Wir wünschen unseren fleissigen Usern viel Spass
auf der neuen Plattform und hoffen
euch alle in alter Frische und mit dem gleichen Elan
bald auch wieder an dieser Stelle begrüssen zu können.
Tyler nahm das Glas und starrte es an. Ihre Fragen schienen sich förmlich in seine Gedanken zu bohren. Und das Schlimmste daran war, dass nicht einmal er selbst die Antworten kannte. Zögernd nahm er einen Schluck, bevor er eine Antwort versuchte.
"Ich... wollte dich einfach nur sehen." Nicht gerade der einfallsreichste Anfang, aber immerhin ein Anfang. Er nahm noch einen Schluck.
"Ich weiss nicht ... einmal mehr, was ... ich heute abend alles ... gemacht hab. Ich weiss nur, ... dass ich dauernd ... an dich denken musste. Und daran, dass ... du nicht da warst."
Drei ganze Sätze, sie waren ernst gemeint und obwohl sie von mehreren Schlucken und Pausen unterbrochen wurden, entsprachen sie laut Tys lückenhafter Erinnerung der Wahrheit. 'Du hast mir gefehlt' war die einfache Aussage dahinter, aber Tyler glaubte nicht, dass er das in dieser Situation hätte sagen sollen.
Zu komplexeren Gedanken war er nicht in Stande. Und ausserdem war da auch immer noch die Sache mit Max.
Er drehte das leere Glas in den Händen und wünschte sich, dass er heute Abend einfach bei Cait geblieben wäre, anstatt sich sinnloserweise mit Remy in irgendwelchen Kneipen herumzutreiben.
"Warum verschwenden wir eigentlich so viel Zeit?"
Galt diese Frage Cait? Nein, dem Blick nach war sie rhetorischer Natur.
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Wow...also irgendetwas war wohl definitiv mit Ty nicht in Ordnung. Ob es jetzt am Alkohol lag, oder n9icht...aber die Sätze, die er gerade rausgestammelt hatte, gaben Cait zu denken.
"Aber ich bin doch hier...ich meine...ich war hier...also nicht weg." Was sollte sie jetzt großartiges darauf sagen.
Und wie meinte er das mit dem Zeit verschwenden?
Er wurde philosophisch und Cait konnte mit solchen Sätzen überhaupt nichts anfangen...sie dachte einfach nie so metaphernhaft und um mehrere Ecken, als dass sie auf den Aussagegehalt von Tylers letzten Satz kommen könnte.
"Hör mal..." sie wusste gar nicht wie sie den'Hör-mal'Satz überhaupt weiterfürhung wollte...
"...ich weiß nicht genau, was du mir sagen willst...vielleicht solltest du dich auch einfach nur schlafen legen, aber falls du irgenwie Sorge hast, dass ich plötzlich weg bin, oder sowas..."
Ok..sie hatte kein Ende für den Satz.
"Komm her...setz dich zu mir..." sie klopfte mit der flachen Hand auf den Fleck Boden neben sich.
Ty stand im ersten Moment nur da. Er war zwar nicht mehr so ...verwirrt... wie noch vor einer Stunde, als Remy ihn vor der Kneipe stützen musste. Aber er war auch noch weit davon entfernt, wieder klar im Kopf zu sein. Die kalte Dusche hatte ihm nur wenig dabei helfen können, wieder nüchtern zu werden.
Er sah zu Cait runter (selbst jetzt, einfach auf dem Boden sitzend, schaffte sie es hinreissend auszusehen, zumindest für Tyler) und hörte ihr zu. Es dauerte noch einige Sekunden, bis Ty sich schliesslich neben Cait auf den Boden setzte.
Stumm fielen noch einige Tropfen Wassers aus seinen nassen Haaren. Er winkelte die Beine an und stellte das leere Glas vor seine Füße. Erst dann sah er Cait an. Ohne wirklich darüber nachzudenken, griff er nach ihrer Hand und nahm sie zwischen seine beiden Hände. Und hielt sie dort einfach nur fest.
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Irgendwie konnte Cait nicht sagen, wie viel Zeit vergangen war...sie konnte nicht einmal sagen, ob sie die ganze Zeit wach gewesen war, denn sie spürte die Müdigkeit in sich zurückkehren, nachdem Tyler ihre Hand genommen hatte.
Jedenfalls fasste sie wieder einen wachen gedanken, als sie mit dem Kopf seitlich an Tylers feuchter Schulter lehnte und ihre Haare über seine Brust fielen.
Hatte er irgendetwas gesagt....nein, nur Einbildung, oder Halbschlaf...sie starrte geradeaus an ihre Zimmertür, das rot der Wärmelampen flutete den Raum.
"Gehts dir besser?" fragte sie...nur um irgendetwas zu sagen...
Ty antwortete nicht gleich, hob aber sofort den Kopf. Irgendwie fand er sich selbst gerade ziemlich lächerlich, war er doch tatsächlich neben Cait eingedöst. Auf dem Fussboden. Der im Wagen begonnene Schlaf war unzulänglich gewesen und nun forderte die Natur ihren Tribut. Ty spürte, wie die Augenlider erneut heruntersanken.
"Mhm, für den Moment schon," nuschelt Ty, nicht wissend, ob er jetzt aufstehen und gehen soll oder warten, bis Cait ihn rauswirft. Ihre Hand jedenfalls hat er nicht losgelassen.
Sein Blick wandert über das Riesenposter an der Wand. Was hat sich verändert, seit er ihr das geschenkt hat? Warum war es auf einmal alles so kompliziert? Max, dieser kleine nervige Hausmeister, hatte einfach mal recht. Es war Caits Entscheidung, war es immer gewesen und würde es immer sein. Tys Problem war, sich damit abzufinden, dass er nichts dagegen tun konnte. Oder dagegen, dass Cait sich für jemand anderen entschied. Oder gar nicht entschied.
"u hast mir noch immer nicht gesagt, weshalb du eigentlich gekommen bist..." Cait wunderte sich selbst darüber, wie scharfsinnig sie sein konnte, obwohl sie Hundemüde war.
Auch wenn ihr Zweitname 'Naiv' lautete, so hatte sie in den unmöglichsten Zeiten doch ihre wachen Momente.
"Mal ehrlich, wolltrest du nur prüfen, dass Max Sallinger nicht in meinem Bett liegt und mal rasch aufs Klo kotzen gehen?"
Cait grinste schelmisch " Oder wolltest du um nachtschlafende Zeit zu mir kommen...mir sagen, wie toll mir Augenringe stehen und dass ich mir doch mal ne Frisur um die Uhrzeit zulegen sollte..." da war er wieder der Sarkasmus, aber er war niht bös gemeint...sie wollte Tyler einfach wach rütteln.
"und anschließend wolltest du zu mir ins Bett kommen uns Arm in Arm einschlafen?"
Sie seufzte, hob den kopf und lehtne ihn an die Wand nach hinten. Das 'klong'-geräusch, dass der Kopf dabei machte, tat gar nicht einmal so weh.
"Du musst mit mir reden...wenn irgendwas los ist..." sate ausgerecnet sie.
"Sonst kann ich dir nicht helfen..." sagte ausgerechnet sie.
Beinahe hätte Ty zu ihren Vermutungen ja geantwortet, hielt sich aber zurück. Der letzte Vorschlag allerdings klang irgendwie richitg gut. Nur er und Cait... und dann nebeneinander einschlafen... Arm in Arm....
"Ich wollte dich sehen," erklärte er langsam, aber mit fester Stimme nach langem Schweigen. "Ich wollte dich einfach nur sehen."
Ty drehte den Kopf und sah Cait an. Vorsichtig hob er die rechte Hand von ihrer und führte sie zu ihrem Gesicht, den leichten Tremor ignorierend. Sacht strich er mit dem Zeigefinger über ihre Wange. Etwas anderes kam nicht in Frage, nicht nach seinem kleinen Ausflug in Caits Badezimmer.
"Ich kann nicht in Worte fassen, was los ist. Ich will es dir ja sagen, aber ich weiss nicht wie."
Lügner. Sag ihr doch einfach, was du für sie-
"Ich ... mag dich, Cait. Ich glaube, deswegen wollte ich dich sehen."
Er liess die Hand wieder sinken.
"Danke, dass du mir helfen willst..." murmelte er noch, bevor er wieder geradeaus sah.
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Cait hätte sicher etwas geantwortet...un sicher hätte es auch irgendwie Tyler gefallen, zu hören, dass sie ihm auch nicht abgeneigt war.
Zumal doch nach zwei Moanen alle Zeichen dafür sprachen.
Das Institut wusste es bereits, war er der Einzige, der es nicht sah?
Jedenfalls kam keine Antwort mehr von Cait...nicht weil sie sprachlos war, sondern weil sie schlichtweg eingeschlafen war. Sie döste mit dem Kopf an Tylers Schulter, gleichmäßig atmend und ein murmelndes "mhm..mh" von sich gebend.
Zunächst realisierte Ty nicht, was los war. Als er jedoch merkte, dass Cait eingeschlafen war, war plötzlich er derjenige, dem das Aufwecken zufiel. Er stupste Cait mehrmals in die Seite, was aufgrund seines Zustands leider weder besonders sanft noch rücksichtsvoll vonstatten ging.
"Cait? ... Caity? Komm schon, wach auf... schlafen kannst du auch im Batt, hier ist es zu kalt für dich."
Ty erhob sich, wobei er sich an der Badezimmertür hochzog. Einen Moment lang stand er da, dann beugte er sich runter zu Cait, sie fortwährend ansprechend.
"Komm, Cait... nur ein paar Schritte, okay? Dann bist du bei deinen warmen Lampen."
Cait murmelte irgendwas...Garage?
Tyler konnte es jedenfalls nicht verstehen, aber sie schien wach zu werden.
Dann klammerte sie sich an seinen Unterarm und zog sich hoch...die Decke rutschte von ihren Schultern.
"ich muss morgen...früh raus..." faselte sie leise im Halbschlaf.
"wir sind ein Team...ich glaub nicht..." irgendwelches zusammenhangloses Zeug..."joggen...mh..morgen eher nicht...aber wir konnen ja mal wieder duschen, mh"
Sie hielt sich an Ty fest und blinzelte müde, anscheinend hatte sie wirklich geschlafen, aber Cait lächelte.
"Trägst du mich..."
was, tragen? die ganzen drei Schritte bis zum Bett?
Ty konnte gar nicht widersprechen. Wäre er klar im Kopf gewesen, hätte er ihrer Bitte ebenfalls entsprochen. So dauerte es einen Augenblick, bis er Cait schliesslich den rechten Arm unter der Schulter durchschob, sich bückte und seinen anderen Arm in ihre Kniekehlen legte, um sie anzuheben.
"Auf gehts..."
Es war ein wackliger Moment, denn Tys Gleichgewichtsprobleme, die er bisher gut hatte kompensieren können, nahmen schlagartig an Intensität zu. Ty stand noch einen Auigenblick da, dann trug er Cait in Richtung ihres Bettes.
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Cait hatte die Arme um seinen Nacken geschlungen, hielt sich aber kaum fest. Ihre Augen waren nur halb geöffnet, genau wie ihr Mund und sie faselte immer noch mehr oder minder wirres Zeug.
"...wenn ich morgen den Traumfänger ab...wird es wieder gut...mhm...wir können gern auch ...mal zusammen...bald ist ja Winter... mirs kalt"
Sie hatten das Bett erreicht, alle drei Schritte ohne zusammen zu klappen und Cait landete weich in der Matraze, sah zu ihm hoch. Es fröstelte sie, trotz Wärmelampen...wie sie da in ihrem blauen Spagetthiträger-Shirt und Unterwäsche lag.
"Meine Decke... kommst du ...auch ins Bett?"
Wie jetzt...in ihrs? oder in seins.... nachdem er seinen Alkohol bei ihr in die Toilette abgeladen hatte? Reichlich unromantisch Miss Lydecker, aber sie schien schon wieder wegzudämmern.
Ty verstand nicht, was Cait genau sagen wollte, aber das war auch nicht notwendig. Er besass noch genug Verstand, um jetzt nicht den Fehler zu machen und zu hören, was er gern gehört hätte. Ausserdem roch er wie ein Pub und sein Atem war trotz des Mundausspülens ... naja, nicht gerade pfefferminzfrisch.
Vorsichtig deckte er Cait zu, zog ihr die Decke bis zum Kinn und sagte "Schlaf erstmal, wir sehen uns morgen." Einmal noch strich er über ihre Haare, zog eine der hellen Strähnen zwischen Daumen, Zeige- udn Mittelfinger durch, dann stand er von der Bettkante auf und verliess das Zimmer leiser, als er es sich selbst zugetraut hätte.
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